Das Studium will finanziert sein. Nach der Freude über einen erhaltenen Studienplatz tritt oft die Frage nach der Studienfinanzierung auf. Das studierendenWERK BERLIN kümmert sich um Ihren BAföG-Antrag und berät Sie in Fragen der Studienfinanzierung.

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BAföG-Leitfaden (FAQs)

BAföG-Leitfaden

 

Wenn Sie Studierende*r an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berliner Hochschule sind, dann ist das studierendenWERK BERLIN (Anstalt des öffentlichen Rechts) als Amt für Ausbildungsförderung Ihr Ansprechpartner in Sachen BAföG.

Behrenstr. 40/41, 10117 Berlin

Tel.: (030) 93 9 39 - 70
Fax: (030) 93 9 39 - 887279

* In jedem Bescheid finden Sie die Durchwahlnummer, mit der Sie Ihre*n Sachbearbeiter*in erreichen können.

Persönliche Beratungszeiten: Dienstag 10 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr Donnerstag 15.00 bis 18.00 Uhr

(Bitte rufen Sie außerhalb der genannten Beratungszeiten an, da diese für die persönliche Beratung reserviert sind.) Haben Sie noch keinen Bescheid, notieren Sie sich den Namen und die Telefonnummer Ihres Sachbearbeiters/Ihrer Sachbearbeiterin in der ersten Sprechstunde.

Unterlagen können Sie auch außerhalb der persönlichen Beratungszeiten im verschlossenen Umschlag im Briefkasten in der Behrenstraße einwerfen oder an unseren InfoPoints abgeben.

Vor dem Gebäude haben wir einen Schwerbehindertenparkplatz eingerichtet. Auf einen Rollstuhl angewiesene Studierende erreichen uns über die Toreinfahrt links neben dem Haupteingang. Bitte rechts zum Hintereingang fahren. Dort befindet sich die Zufahrt zum Fahrstuhl.

Allgemeine Informationen zum BAföG und Informationsmaterial erhalten Sie an unseren InfoPoints.

Sollten Sie sich für ein Studium im Ausland entscheiden, sind ausschließlich die Auslandsförderungsämter zuständig.

Zuständige Behörden für das Schüler-BAföG sind die kommunalen Ausbildungsförderungsämter.

Stellen Sie Ihren Antrag am besten gleich nach der Zulassung und Ihrer Entscheidung in Berlin zu studieren.

Grundsätzlich sollten Sie den Antrag auf Ausbildungsförderung so früh wie möglich (6 bis 8 Wochen vor Beginn des Semesters) stellen. Stellen Sie Ihren Antrag am besten gleich nach der Zulassung zum Studium in Berlin.

Es ist sehr wichtig, die Antragsfristen zu beachten: Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an.

Wenn Sie also z. B. im April des laufenden Jahres Ihr Studium begonnen haben und erst im Mai einen Antrag stellen, erhalten Sie die Ausbildungsförderung erst ab Mai. Der Anspruch auf Förderung für den Monat April geht Ihnen verloren.

Der Antrag muss immer auf dem vorgeschriebenen Formblatt 1 gestellt und eigenhändig unterschrieben werden. Das gilt auch, wenn Sie den Antrag über unsere BAföG-Online Seite ausgefüllt und die Daten übertragen und nicht mit dem neuen Personalausweis oder elektronischen Aufenthaltstitel authentifiziert haben.


Antragstellung über BAföG-Online:


MIT elektronischem Identitätsnachweis (neuer Personalausweis/elektronischer Aufenthaltstitel - eID-Funktion)

Hier erfolgt die Authentisierung elektronisch, so dass Sie den Antrag nicht mehr ausdrucken und unterschreiben müssen. Nach Auswahl dieser Möglichkeit werden Sie durch die weiteren Schritte geleitet. Ihr Antrag erhält eine Telenummer und wird dann übertragen. Das Datum der erfolgreichen Übertragung gilt als Antragsdatum. Sie haben die Möglichkeit, sich den übermittelten Antrag als PDF für Ihre Unterlagen herunterzuladen.

OHNE elektronischen Identitätsnachweis (Online-Übermittlung)

Hierbei werden Ihre Daten an das zuständige Amt übertragen und eine PDF-Datei erstellt. Diesen PDF-Antrag mit Telenummer drucken Sie bitte aus und unterschreiben ihn. Anschließend scannen Sie den unterschriebenen Antrag ein, laden ihn rechts oben über „Dokumenten-Upload" hoch und übermitteln ihn so dem zuständigen Amt. Das Datum der erfolgreichen Übertragung gilt als Antragsdatum. Der Ausdruck verbleibt bei Ihnen.

OHNE elektronischen Identitätsnachweis (Übermittlung auf dem Postweg oder persönliche Abgabe beim Amt)

Hierbei werden Ihre Daten an das zuständige Amt übertragen und eine PDF-Datei erstellt. Diesen PDF-Antrag mit Telenummer drucken Sie bitte aus und unterschreiben ihn. Anschließend schicken Sie den unterschriebenen Antrag an das für Sie zuständige Amt für Ausbildungsförderung oder geben ihn dort ab. Dieser Schritt ist notwendig, da Ihre Unterschrift im Original benötigt wird. Wichtig: Erst wenn dieser unterschriebene Papier-Antrag bei Ihrem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung eingeht, liegt eine wirksame fristwahrende Antragstellung vor. In diesem Fall gilt ausschließlich der Eingangsstempel des Amtes.

Zur Fristwahrung genügt jedoch auch ein unterschriebenes Schreiben, das Sie per Fax oder eingescannt per E-Mail übermitteln können. Die unterschriebenen Formblätter reichen Sie dann nach (per Post oder über unser Upload-Portal).


Über Ausbildungsförderung wird in der Regel für ein Jahr entschieden (Bewilligungszeitraum), es sei denn, die Ausbildung endet vor Ablauf eines Jahres, der Antrag wurde erst im laufenden Semester gestellt, der Leistungsnachweis wird vorher fällig, Sie gehen in das Ausland oder Sie haben ein Urlaubssemester.

Zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes sollten Sie dann einen neuen Förderungsantrag stellen. Halten Sie diese Frist nicht ein, geht zwar der Förderungsanspruch nicht verloren, es entsteht jedoch eine (vermeidbare) Zahlungsunterbrechung.

Wir empfehlen Ihnen, den Antrag über unser BAföG-Online Portal auszufüllen.  Dies bietet Ihnen zahlreiche Vorteile. Ihre Angaben werden sofort auf Plausibilität und Vollständigkeit überprüft. Sie erhalten sofort eine Liste mit Unterlagen, die Sie Ihrem Antrag noch hinzufügen müssen.

Eine Kurzübersicht aller benötigten Dokumente und Formblätter finden Sie in unserem Hilfstool "Check-Liste"


Formblatt 1


Das Formblatt 1 kann jede*r Studierende selbst ausfüllen, da es nur Fragen enthält, die Sie aus eigenem Wissen beantworten können wie z. B. Ihre Adresse, die Adresse Ihrer Eltern und weitere statistische Daten. Sofern Sie nicht bei Ihren Eltern oder in einer Wohnung Ihrer Eltern leben, erhalten Sie einen pauschalisierten Mietzuschlag in Höhe von 250 Euro. Hierfür reichen Sie den Mietvertrag oder die Meldebescheinigung ein.
Sollten Sie nicht bei den Eltern, sondern selbst krankenversichert sein, so geben Sie dies unter Zeile 63 an und reichen eine Bescheinigung Ihrer Krankenkasse ein, auf der vermerkt ist, dass Sie nicht familienversichert sind. Sie können dann unter bestimmten Bedingungen einen Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag von 71 Euro bzw. 15 Euro erhalten.

WICHTIG! Wenn Sie noch nicht alle Unterlagen beschaffen konnten, stellen Sie zunächst einen formlosen schriftlichen Antrag,den Sie auch vorab per Fax 030 / 939 39 - 887279 oder per E-Mail bafoegantrag@stw.berlin übermitteln können, um die Antragsfrist zu wahren!

Wichtig ist die korrekte Angabe der Bankverbindung (IBAN), da Ausbildungsförderung ausnahmslos bargeldlos angewiesen wird. Achten Sie bitte unbedingt darauf, die Zahlen richtig und gut lesbar einzutragen.

Bei den Angaben zum eigenen Einkommen sind die voraussichtlichen Einnahmen im Bewilligungszeitraum, also in der Regel einem Jahr, einzutragen und nachzuweisen. Nicht jeder verdiente Euro kürzt automatisch die Förderung. Bruttoverdienste von ledigen Studierenden bis zu jährlich 5.400 Euro sind anrechnungsfrei.

Beispiele für anzugebendes Vermögen sind Sparguthaben, Aktien- und Wertpapiere, Kapitallebensversicherungen, Kraftfahrzeuge (auch Motorräder) oder Grundstücke. Maßgebend ist hier der Wert im Zeitpunkt der Antragstellung. Ledige Studierende haben einen Vermögensschonbetrag in Höhe von 7.500 Euro: Vermögen, das darüber hinausgeht, wird in monatlich gleichen Teilen vom Förderungsbedarf abgezogen. Für den/die Ehegatten*in bzw. den/die eingetragene*n Lebenspartner*in sowie für jedes Kind des Antragstellers erhöht sich der Vermögensschonbetrag um jeweils 2.100 Euro. Zur Vermeidung unbilliger Härten kann ein weiterer Teil des Vermögens anrechnungsfrei bleiben (z. B. Riester-Renten-Vermögen; selbstbewohnte kleine Eigentumswohnung). Hierzu nehmen Sie bitte die Beratung während unserer Sprechstunden in Anspruch. Bitte beachten Sie, dass Ihre Angaben zum Vermögen beim Bundeszentralamt für Steuern jährlich überprüft werden. Machen Sie bitte wahrheitsgemäße Angaben. Sie vermeiden sich und dem Amt viel Arbeit, Aufregung und ggf. großen Ärger. Sie müssen alle Vermögenswerte angeben, die auf Konten angelegt sind, welche auf Ihren Namen laufen. Dies gilt auch dann, wenn Sie der Meinung sind, dass die betreffenden Werte nicht (mehr) Ihnen gehören. Die rechtliche Zuordnung prüft das Amt für Ausbildungsförderung.

Anlage 1 zu Formblatt 1

Auf die Angaben zum schulischen und beruflichen Werdegang (Anlage 1 zu Formblatt 1) sollten Sie besondere Sorgfalt verwenden. Insbesondere sind zeitlich lückenlose Eintragungen erforderlich, um Rückfragen zu vermeiden. Ihre Informationen sind wichtig z. B. für die Prüfung des Anspruches auf eine elternunabhängige Förderung. Die Voraussetzungen dafür werden im Kapitel 8 erläutert.

Anlage 2 zu Formblatt 1

Für die Gewährung des Kinderbetreuungszuschlages für Ihre eigenen Kinder füllen Sie bitte die Anlage 2 zu Formblatt 1 aus. Sie muss von Ihnen und ggf. vom anderen Elternteil unterschrieben werden.


Formblatt 2


Das Formblatt 2 braucht nicht eingereicht zu werden, wenn Sie eine maschinelle Immatrikulationsbescheinigung einreichen, auf der Ihre Hochschule diese Daten aufgedruckt hat, die sogenannte Bescheinigung nach § 9 BAföG, die von fast allen Berliner Hochschulen standardmäßig ausgestellt werden. Sie brauchen auf der Vorderseite nur den eigenen Namen und den der Hochschule einzutragen, an der Sie immatrikuliert sind. Auf der Rückseite ist unter Zeile 42 die Fachrichtung und das Fachsemester bzw. das Studienjahr bei Antragstellung einzutragen. Am Ende des Formblattes ist eine Bestätigung der Eintragungen durch Ihre Hochschule vorgesehen.


Formblätter 3


In die Formblätter 3 sind jeweils die Einkommensdaten der Eltern und ggf. Ihres*r Ehegatten*in bzw. Ihres*r eingetragenen Lebenspartners*in einzutragen. Darüber hinaus sind weitere Angaben zur jeweiligen persönlichen Situation (z. B. über die Art der Erwerbstätigkeit und des Familienstandes) erforderlich. Dies gilt insbesondere auch für weitere Kinder Ihrer Eltern. Erzielt nur ein Elternteil Einkommen, kann der Nichterwerbstätige dies auf der Seite 4 des Formblattes 3 bestätigen. Erzielen beide Elternteile Einkommen, müssen sie jeweils eine eigene Einkommenserklärung ausfüllen. Nachzuweisen ist das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes (siehe aber Punkt 5) durch Vorlage des entsprechenden Einkommensteuerbescheides. Für eine Antragsstellung zum Sommersemester 2017 oder Wintersemester 2017/18 sind daher die Einkommensnachweise für das Kalenderjahr 2015 vorzulegen.

Hinsichtlich der weiteren persönlichen Verhältnisse (Familienstand, Kinder) Ihrer Eltern wird auf den aktuellen Stand während des Bewilligungszeitraumes abgestellt.

Sollte das Finanzamt noch keinen Steuerbescheid für das maßgebliche Kalenderjahr erstellt haben, so genügt eine Arbeitgeberbescheinigung über das erzielte Bruttogehalt und die abgeführten Steuern. Für alle Eltern, die nicht erwerbstätig sind und Leistungen wie z. B. Arbeitslosengeld oder Rente erhalten, gilt: Die Einkommen sind durch (unbeglaubigte) Kopien der entsprechenden Leistungsbescheide z. B. der Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherung zu belegen.

Liegen die Voraussetzungen für eine Pflichtveranlagung zur Einkommensteuer vor z. B. Gewerbetreibende, unter Umständen Rentner*innen, bestimmte Steuerklassenkombinationen und wurde der maßgebliche Steuerbescheid noch nicht erstellt, so wird unter Berücksichtigung der glaubhaft gemachten Einkommensverhältnisse über den Antrag entschieden. Ausbildungsförderung wird insoweit unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet. Sobald der Steuerbescheid dem Amt für Ausbildungsförderung vorliegt, wird über den Antrag abschließend entschieden.


Formblatt 4


Ausländische Studierende benötigen unter Umständen zusätzlich das Formblatt 4 (bitte erst nach Aufforderung durch uns einreichen).

Als ausländische*r Studierende*r können Sie BAföG erhalten, wenn z. B.

  • Sie selbst anerkannte*r Asylberechtigte*r / Flüchtling sind oder
  • Sie vor dem Studium mindestens 5 Jahre in Deutschland gearbeitet haben. Eine Berufsausbildung wird nicht angerechnet oder
  • Mutter oder Vater innerhalb der letzten 6 Jahre mindestens 3 Jahre in Deutschland rechtmäßig erwerbstätig waren oder
  • bestimmte Aufenthaltskriterien erfüllt sind (z. B. ständiger Wohnsitz im Inland, Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis nach speziellen Vorschriften des Aufenthaltsgesetzes) oder
  • Sie seit mindestens 10 Wochen vor der ersten BAföG-Antragstellung als EU-Bürger in Deutschland erwerbstätig sind (mindestens 12 Stunden in der Woche) und daher Freizügigkeit genießen und Sie die Erwerbstätigkeit während des Studiums beibehalten.


Da Ihre BAföG-Berechtigung den Bestimmungen des BAföGs und des Aufenthaltsgesetzes unterliegt, sollten Sie unbedingt zu uns in die Beratung kommen. Die Regelungen allein zu verstehen, ist nahezu unmöglich.


Formblatt 5


Das Formblatt 5 bzw. den Nachweis der ECTS-Punkte legen Sie vor, wenn Sie Förderung für das fünfte bzw. ein höheres Semester beantragen und noch keinen Leistungsnachweis vorgelegt haben.

 

€ /mtl

Studierende, die bei den Eltern wohnen, erhalten  451,00
Zuschlag falls eigene Krankenversicherung 71,00
evtl. Pflegeversicherungszuschlag 15,00
Maximaler Förderungssatz monatlich 537,00

Die Versicherungszuschläge gibt es meist erst ab dem 25. Lebensjahr.


 

€ /mtl

Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen (eigene Wohnung/WG/Studentenwohnheim), erhalten 399,00
Mietzuschlag pauschal 250,00
Zuschlag falls eigene Krankenversicherung 71,00
evtl. Pflegeversicherungszuschlag 15,00
Maximaler Förderungssatz monatlich 735,00

 

Zusätzlich erhöht sich für Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind in einem Haushalt leben, der Bedarf um monatlich 130 Euro für jedes Kind unter 10 Jahren. Der Zuschlag wird für denselben Zeitraum nur einem Elternteil gewährt. Sind beide Elternteile nach dem BAföG dem Grunde nach förderungsfähig und leben in einem gemeinsamen Haushalt, bestimmen sie untereinander den/die Berechtigte*n.

Neben Ihrem eigenen Einkommen wird das Einkommen Ihrer Eltern, falls Sie verheiratet sind zusätzlich das Einkommen Ihres*r Ehegatten*in oder falls Sie in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben zusätzlich das Einkommen Ihrer*s Lebenspartner*in herangezogen.

Entscheidend ist grundsätzlich das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes.

Beispiel: Für eine Antragsstellung zum Wintersemester 2017 ist das Einkommen im Kalenderjahr 2015 von Bedeutung. (Für die Bestimmung des entscheidungserheblichen Einkommensjahrs ist immer der Beginn des BWZ ausschlaggebend.)

Das Gesetz sieht zur Berechnung des anrechenbaren Einkommens feste Freibeträge für die Eltern selbst sowie für eventuelle weitere unterhaltsberechtigte Kinder vor. Je mehr Ihrer Geschwister sich noch in der Ausbildung befinden, desto weniger sind Ihre Eltern zur Finanzierung Ihres Studiums verpflichtet. Ihr Anspruch auf Ausbildungsförderung würde sich somit erhöhen. Aber auch, wenn Sie als einziges Kind studieren sollten, lohnt es sich zu prüfen, ob Sie einen Anspruch auf BAföG haben.

Verdienen Ihre Eltern mehr als die Freibeträge vorsehen, erfolgt eine entsprechende Anrechnung auf den Förderungsbedarf und Sie erhalten nicht den Höchstsatz. Die Berechnung können Sie dem Bescheid entnehmen. Eventuell kommt dann für Sie ein Antrag auf Aktualisierung oder Vorausleistung (Unterhaltsvorschuss) in Betracht.

Haben sich die aktuellen Einkommensverhältnisse des/der Einkommensbezieher*in aufgrund von z. B. Arbeitslosigkeit oder Renteneintritt gegenüber dem eigentlich maßgeblichen Kalenderjahr verschlechtert, so kann dies auf besonderen Antrag berücksichtigt werden. Zum Beispiel würden dann die Einkommensverhältnisse des Jahres 2017 statt 2015 für die Bewilligung im SS 2017 herangezogen werden.

Einen entsprechenden Antrag stellen Sie bitte mit dem Formblatt 7. Die noch nicht feststehenden Einkommen werden durch Schätzung ermittelt. Je genauer die Schätzung erfolgt, desto eher vermeiden Sie eine eventuelle Rückforderung, die sich bei der späteren Endberechnung mit den tatsächlichen Einkommenshöhen aus den Steuerbescheiden ergeben. Dieses Risiko müssen Sie mit Ihren*m Eltern/-teil einkalkulieren.

Voraussetzung ist, dass sich bei einer entsprechenden Vergleichsberechnung Ihr monatlicher Förderungsbetrag um mindestens 10 Euro erhöht.

Maßgeblich für die Berechnung einer möglichen Förderung ist stets Ihr Eigenverdienst (z. B. durch Nebenjobs/Ferienjobs) im Bewilligungszeitraum.

Einkommen als Arbeitnehmer*in in Höhe von bis zu 450 Euro brutto bleiben monatlich anrechnungsfrei. Haben Sie z. B. in der Zeit von 10/2016 - 09/2017 insgesamt nicht mehr als 5.400 Euro brutto verdient, wird die Förderung nicht gekürzt. Haben Sie mehr verdient, wird der übersteigende Betrag durch 12 dividiert und von der Förderung abgezogen.

Anders verhält es sich mit Einkommen, welche Sie aus dem Ausbildungsverhältnis erzielen (z. B. Praktikantenvergütung/Duale Ausbildung). In diesem Fall wird die Vergütung unter Abzug der steuerlichen Werbungskostenpauschale und der Sozialversicherungspauschale auf Ihre Förderung voll angerechnet. Das gesamte Einkommen im Bewilligungszeitraum (BWZ) wird berechnet und auf die jeweiligen Monate umverteilt.

Bei Einkünften aus Honorarverträgen o. ä. wird jener Gewinn angerechnet, der den Betrag von 324 Euro monatlich übersteigt. Das gesamte Einkommen im BWZ wird berechnet und auf die Monate des BWZ gleichmäßig umverteilt.

Elternunabhängige Förderung


Die elternunabhängige Förderung ist sicherlich die günstigste Form der Förderung, da das Einkommen der Eltern keine Berücksichtigung findet.
„Elternunabhängige Förderung“ kann als solche nicht beantragt werden; vielmehr prüft das Amt die Voraussetzung derselben anhand Ihrer Angaben in Anlage 1 zu Formblatt 1 (Lebenslauf ).

Elternunabhängige Förderung ist zu gewähren, wenn:

  • Sie nach Vollendung des 30. Lebensjahres ein Studium aufnehmen (bitte beachten Sie hier unbedingt Punkt 9) oder
  • Sie nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre erwerbstätig waren (Zeiten der Erwerbstätigkeit müssen nicht zusammenhängen, sie können sich auch aus mehreren Teilzeiträumen ergeben) oder
  • Sie nach einer mindestens dreijährigen Ausbildung drei Jahre erwerbstätig oder bei kürzerer Ausbildungszeit entsprechend länger erwerbstätig waren, so dass sich ein mindestens sechsjähriger Zeitraum ergibt.

Zur Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten des Wehrdienstes, des Zivildienstes, des Bundesfreiwilligendienstes, des freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres, des Entwicklungsdienstes sowie Zeiten, in denen Sie Arbeitslosen- bzw. Krankengeld bezogen haben. Allerdings müssen die hierbei erzielten Einkünfte ausgereicht haben, um sich selbst zu unterhalten. Hierzu erhalten Sie nähere Auskünfte beim Amt für Ausbildungsförderung.


Unterhaltsvorschuss


Weigern sich Ihre Eltern/ein Elternteil, den angerechneten Einkommensbetrag als Barunterhaltsleistung zur Verfügung zu stellen (oder die erforderlichen Auskünfte über ihre Einkommenssituation zu erteilen), besteht die Möglichkeit, Vorausleistung („Unterhaltsvorschuss“) zu beantragen.

Das Land Berlin, vertreten durch das studierendenWERK BERLIN, leistet nach entsprechender Antragstellung, Anhörung der Eltern/des Elternteils und Prüfung des Sachverhaltes dann ggf. den Unterhaltsbeitrag ganz oder teilweise im Voraus.

Im Gegenzug geht dann regelmäßig Ihr Unterhaltsanspruch gegen Ihre Eltern/Ihren Elternteil in der Höhe der vorausgeleisteten Mittel auf das Land Berlin über. Ergibt eine nachgelagerte Prüfung, dass eine weitergehende Unterhaltspflicht für Ihre Hochschulausbildung besteht und die entsprechende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gegeben ist, kann das Land dann die vorausgeleisteten Fördermittel von Ihren Eltern/Ihrem Elternteil einfordern; notfalls auch vor dem jeweils zuständigen Familiengericht.

Sollte die Prüfung hingegen ergeben, dass keine weitergehende Unterhaltspflicht mehr besteht, so erhalten Sie in diesem Fall dann „quasi“ elternunabhängige Förderung. Ob jedoch ein solcher Fall vorliegt, wird nicht zuletzt auch anhand der aktuellen Rechtsprechung entschieden.

Sollten Ihre Eltern Sachleistungen (Wohnen und Verpflegung z. B. im elterlichen Haus) anbieten, sind Vorausleistungen nur reduziert oder gar nicht mehr möglich. Sie müssen dann ggf. selbst gegen Ihre Eltern klagen und die Frage nach Bar- oder Naturalunterhalt im Unterhaltsprozess selbst klären lassen.

 

Ausbildungsförderung wird grundsätzlich nicht mehr geleistet, wenn Sie bei Beginn des Ausbildungsabschnitts, für den Sie Ausbildungsförderung beantragen, das 30. Lebensjahr bzw. bei einer Masterausbildung das 35. Lebensjahr vollendet haben.

Ausnahmen sind möglich, wenn:

  • Sie die Zugangsvoraussetzungen für die zu fördernde Ausbildung in einer Fachoberschulklasse (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt), an einer Abendhauptschule, einer Berufsaufbauschule, einer Abendrealschule, einem Abendgymnasium, einem Kolleg oder durch eine Nichtschülerprüfung oder eine Zugangsprüfung zu einer Hochschule erworben haben, oder
  • Sie ohne Hochschulzugangsberechtigung aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation an einer Hochschule eingeschrieben worden sind, oder
  • Sie aus persönlichen oder familiären Gründen gehindert waren, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Sie bei Erreichen der Altersgrenze bis zur Aufnahme der Ausbildung ein eigenes Kind unter 10 Jahren ohne Unterbrechung erziehen und während dieser Zeit bis zu höchstens 30 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt erwerbstätig sind. Alleinerziehende dürfen auch mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig sein, um dadurch Unterstützung durch Leistungen der Grundsicherung zu vermeiden, oder
  • Sie infolge einer einschneidenden Veränderung der persönlichen Verhältnisse bedürftig geworden sind und noch keine Ausbildung, die nach diesem Gesetz gefördert werden kann, berufsqualifizierend abgeschlossen haben.


Für die Ausnahme von der Altersgrenze gilt, dass Sie die Ausbildung unverzüglich nach Erreichen der Zugangsvoraussetzungen, dem Wegfall der Hinderungsgründe oder dem Eintritt einer Bedürftigkeit infolge einschneidender Veränderungen ihrer persönlichen Verhältnisse aufnehmen müssen.

Mit der Aufnahme einer Masterausbildung beginnt in jedem Fall ein neuer Ausbildungsabschnitt, so dass für diese Ausbildungsaufnahme die Voraussetzungen der Altersgrenze (erneut) geprüft werden müssen.

 

Ab dem fünften Fachsemester wird BAföG-Förderung nur nach einer Leistungsüberprüfung gezahlt. Dazu ist neben dem Förderungsantrag die Einreichung eines Leistungsnachweises notwendig.

Form:  Wenn der positive Leistungsnachweis per Ende des 3. Semester innerhalb der ersten vier Monate des vierten Semesters (31.07. /31.01.) beim Amt eingeht (Eingangsstempel des studierendenWERKs zählt), reicht das für die Weiterförderung aus.

Ein positiver Nachweis liegt vor:

  1. Wenn mindestens 90 LP zum Ende des 3. Semesters bzw. 120 LP zum Ende des 4. Semesters erreicht wurden bzw. die vom BAföG-Beauftragten des Fachbereiches festgelegte und dem Amt mitgeteilte Summe von LP erreicht wurden (Nachweis z. B. durch Ausdruck Campusmanagment/Agnes) oder

  2. das vom BAföG-Beauftragten unterschriebene Formblatt 5 bestätigt, dass Sie die übliche Leistung erbracht haben.Ist das nicht bis zum 31.07. /31.01. möglich, muss das Ende des Semesters abgewartet werden und der positive Nachweis per Ende des 4. Semesters eingereicht werden. Sollte auch dann kein positiver Nachweis erbracht werden, gibt es Möglichkeiten weitere Förderung zu erhalten. Hierzu sollten Sie aber auf jeden Fall Beratung durch die Mitarbeiter*innen im BAföG-Amt in Anspruch nehmen.

Das Amt für Ausbildungsförderung kann die Vorlage der Eignungsbescheinigung zu einem späteren Zeitpunkt zulassen, wenn Tatsachen vorliegen, die voraussichtlich eine spätere Überschreitung der Förderungshöchstdauer rechtfertigen. Als solche kommen z. B. in Betracht:

  • schwerwiegende Gründe z. B. Krankheit, Nichtbestehen einer (Modul-) Prüfung
  • Gremientätigkeit
  • eine Behinderung
  • eine Schwangerschaft/Geburt oder die Pflege/Erziehung eines Kindes bis zu zehn Jahren

An dieser Stelle können wir nicht alle Facetten der Regelungen für die Förderung nach einem Fachwechsel aufführen.

Die Grundzüge sollten Sie jedoch kennen:

Haben Sie aus wichtigem Grund (z. B. Interessen- oder Neigungswandel, Eignungsmangel) oder aus unabweisbarem Grund die Ausbildung abgebrochen oder die Fachrichtung gewechselt, so wird Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung geleistet.

Das Gesetz enthält eine Vermutung, dass bei einem erstmaligen Fachrichtungswechsel oder Ausbildungsabbruch vor Beginn des 3. Semesters ein wichtiger Grund vorliegt. Wird der erstmalige Wechsel vor Beginn des 3. Semesters vollzogen, muss ein Wechsel oder Abbruch also nicht gesondert begründet werden.

Erfolgt der Wechsel erst nach Beginn des 3. Semesters aber vor Beginn des 4. Semesters muss ein wichtiger Grund vorliegen und benannt werden.

Werden Fachsemester aus dem bisherigen Studium in der neuen Studienrichtung angerechnet, kann die neue Studienrichtung noch aus wichtigem Grund gefördert werden, wenn der Semesterverlust durch die Anrechnung auf höchstens drei Semester beschränkt bleibt.

Erfolgt der Abbruch oder Wechsel erst nach Beginn des 4. Fachsemesters, so wird Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung nur noch geleistet, wenn Sie einen unabweisbaren Grund für den Abbruch oder Wechsel haben. Dies gilt auch dann, wenn Sie für das bisherige Studium keine Förderung beantragt oder erhalten haben!

Unabweisbar ist nur ein Grund, der eine Wahl zwischen der Fortsetzung der bisherigen Ausbildung und ihrem Abbruch oder dem Wechsel in eine andere Fachrichtung nicht zulässt. Ein unabweisbarer Grund ist danach z. B. eine unerwartete - etwa als Unfallfolge eingetretene - Behinderung oder eine Allergie gegen bestimmte Stoffe, die die Ausübung des bisher angestrebten Berufs unmöglich macht.


Beispiel 1: Der Student A hat nach zwei Semestern Chemie zum Studium der Rechtswissenschaft gewechselt. Da eine Semesteranrechnung nicht erfolgen kann, sind zwei Semester "verloren". Dies wirkt sich jedoch nicht auf die Ausbildungsförderung aus, die wieder mit Semester 1 beginnt und somit für das Studium in der neuen Fachrichtung bis zum Ende der Regelstudienzeit Förderung möglich ist.

Beispiel 2: Der Student B hat ein Semester Chemie studiert, wechselt nach einem Semester in das Fach Rechtswissenschaft und nach einem weiteren Semester in das Fach Englisch mit Lehramtsoption (Regelstudienzeit 6 Semester).

Der durch den zweiten Wechsel verursachte Verlust von einem weiteren Fachsemester kann nicht mehr in der Gestalt der „Normalförderung“ (Zuschuss/Staatsdarlehen) gefördert werden, sondern nur in Form eines verzinslichen Bankdarlehens (vgl. Punkt 12).

 

Innerhalb der Regelstudienzeit (Förderungshöchstdauer) erhalten Sie die Förderung je zur Hälfte als rückzahlungsfreien Zuschuss und als unverzinsliches Darlehen.

Danach ist eine Weiterförderung möglich, wenn Überschreitungsgründe vorliegen (siehe Punkt 10 - Leistungsbedingungen und Nachweis).

Das unverzinsliche Darlehen wird fünf Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit fällig. Die Darlehensschuld ist in Mindestraten von 105 Euro monatlich abzutragen. Das Darlehen kann ganz oder teilweise vorzeitig zurückgezahlt werden. Dafür werden größere Erlasssummen eingeräumt. Der Erlassanteil steigt mit der Höhe der Darlehensschuld.

Wer z. B. 6.000 Euro Darlehen schuldet, erhält bei Zahlung in einer Summe 20,5 Prozent der Darlehensschuld erlassen, muss also nur 4.770 Euro zurückzahlen. Die Rückzahlungssumme beträgt maximal 10.000 Euro.

Zuständig für den Darlehenseinzug ist ein zentrales Amt in Köln, das Bundesverwaltungsamt, BT-BAföG, 50728 Köln, Telefon: 022899358–4500 . Dieses Amt verschickt ca. viereinhalb Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit die Darlehensbescheide.

Wenn Sie diesen Bescheid erhalten haben, denken Sie bitte daran, Ihre möglichen Erlassanträge innerhalb eines Monats (Ausschlussfrist!) zu stellen. Bitte achten Sie darauf, nach Beendigung des Studiums dem Bundesverwaltungsamt jeweils Ihre neueste Adresse mitzuteilen. Das ist auch online möglich unter www.bva.bund.de.

Sollten Sie dies versäumen, werden Sie mit den Kosten der Anschriftenermittlung von derzeit 25 Euro belastet.

Den folgenden Abschnitt brauchen Sie nur zu lesen, wenn Sie vor dem Beginn des Studiums bereits über einen Berufsabschluss oder einen Hochschulabschluss verfügen. Dabei kommt es darauf an, ob Sie eine grundsätzlich nach dem BAföG förderungsfähige Ausbildung absolviert haben (z. B. Berufsfachschule, Fachschule). Eine betriebliche Ausbildung (Lehre) spielt keine Rolle.

Eine Masterausbildung wird grundsätzlich gefördert, wenn diese auf einem Bachelor- oder Bakkalaureusstudiengang aufbaut und Sie bislang ausschließlich einen Bachelor- oder Bakkalaureusstudiengang abgeschlossen haben. Werden Sie z. B. aufgrund eines Diplomabschlusses zu einer Masterausbildung zugelassen, ist keine Förderung nach dem BAföG mehr möglich.

Ausbildungsförderung für eine einzige weitere Ausbildung wird u. a. längstens bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss geleistet,

  • wenn sie eine Hochschulausbildung oder eine dieser nach Landesrecht gleichgestellten Ausbildung insoweit ergänzt, als dies für die Aufnahme des angestrebten Berufs rechtlich erforderlich ist (z. B. Psychotherapeutenausbildung nach abgeschlossenen Masterstudium Psychologie für den Beruf des*r Psychotherapeuten*in) oder
  • wenn im Zusammenhang mit der vorhergehenden Ausbildung der Zugang zu ihr eröffnet worden ist, sie in sich selbständig ist und in derselben Richtung fachlich weiterführt (z. B. Erzieher*in nach sozialpädagogischer
  • Assistentenausbildung) oder
  • wenn eine Fachoberschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, ein Abendgymnasium oder ein Kolleg besucht wurde und dies Zugangsvoraussetzung für die weitere Ausbildung ist (z. B. Studium nach Abendgymnasium) oder
  • wenn die Zugangsvoraussetzungen für die zu
  • fördernde weitere Ausbildung durch eine Nichtschülerprüfung oder eine Zugangsprüfung zu einer Hochschule erworben wurden oder
  • wenn Studierende als erste berufsbildende eine zumindest dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule oder in einer Fachschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, abgeschlossen haben (z. B. Studium nach Abschluss einer Fachschule für Modedesign) oder
  • wenn Sie einen Bachelor-Abschluss erworben haben und danach ein Masterstudium beginnen. Es wird kein unverzügliches Weiterstudium nach dem Bachelor verlangt. (Beachten Sie aber die Altersgrenze -35 Jahre- bei Aufnahme des Masterstudiums!) Es spielt keine Rolle, ob der Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule, im In- oder im Ausland erreicht wurde. Wurden Sie von der Hochschule nur vorläufig für den Masterstudiengang immatrikuliert, da Sie Ihr Bachelorzeugnis noch nicht erhalten haben, wird bis zur endgültigen Zulassung die Förderung unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet.

Im Übrigen wird Ausbildungsförderung für eine einzige weitere Ausbildung nur geleistet, wenn die besonderen Umstände des Einzelfalles, insbesondere das angestrebte Ausbildungsziel, dies erfordern. Hierzu lassen Sie sich ausführlich in unserer Sprechstunde beraten.

Das Bankdarlehen ist eine besondere Form der Förderung nach dem BAföG, die gewährt werden kann, wenn der Anspruch auf „normales“ BAföG (Zuschuss/Staatsdarlehen) eigentlich ausgeschöpft wurde, da z. B. eine weitere Ausbildung (z. B. zweiter Fachrichtungswechsel ohne volle Semesteranrechnung) oder die Förderungshöchstdauer überschritten wurden und keine Gründe (mehr) vorliegen, die eine Förderung in der Überschreitungsphase mit Zuschuss/Staatsdarlehen rechtfertigen.

Die Höhe des Bankdarlehens richtet sich nach den allgemeinen Förderungsvoraussetzungen und wird nach den gleichen Grundsätzen berechnet.

Studierende haben jedoch bei der Antragstellung die Wahl, verbindlich für den Bewilligungszeitraum eine Begrenzung der Höhe des Bankdarlehens vorzunehmen. Die entsprechenden Verträge werden im studierendenWERK BERLIN unterschrieben und an die für die Auszahlung des Darlehens zuständige Kreditanstalt für Wiederaufbau in Bonn weitergeleitet.

Das Darlehen wird vom ersten Tag der Auszahlung verzinst. Es wird 18 Monate nach Ende der letzten Zahlung fällig. Halbjährlich werden die Zinsen der Hauptforderung als Zinseszinsen zugeschlagen.

Die Rückzahlung soll bei Fälligkeit in Raten von mindestens 105 Euro erfolgen. Der Zinssatz richtet sich nach dem Euribor und einem zusätzlichen Prozent für Verwaltungsaufwand. Derzeit beträgt der anfängliche effektive Jahreszins 0,80 Prozent (Stand 09.12.2016).

BAföG-Negativbescheinigungen werden in unserem Amt für Ausbildungsförderung in der Behrenstr. 40/41, 10017 Berlin ausgestellt.

Persönlich können Sie uns

dienstags 10:00 – 12:00 und 13:30 – 15:30 oder
donnerstags 15:00 – 18:00 Uhr

aufsuchen.

Eine Negativbescheinigung können Sie nur erhalten, wenn Sie dem Grunde nach keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung haben. Das kann z.B. sein, wenn Sie die Altersgrenze überschritten haben, Teilzeit studieren, als Ausländer evtl. nicht anspruchsberechtigt sind, eine nicht förderungsfähige weitere Ausbildung aufgenommen haben oder z.B. wegen eines Leistungsrückstandes nach dem vierten Semester für die Überschreitung der Regelstudienzeit keine Gründe im Sinne des Gesetzes vorliegen. Eine Negativbescheinigung für das Wohngeldamt stellen wir nicht aus, wenn Sie z.B. wegen der Anrechnung von eigenem Vermögen oder zu hohem eigenen Einkommen bzw. das der Eltern keinen Anspruch der Höhe nach haben.

Zur Prüfung, ob wir Ihnen eine Negativbescheinigung ausstellen können, benötigen wir:

  • Anlage 1 zu Formblatt 1 (Lebenslauf)
  • Immatrikulationsbescheinigung mit Angabe der Fach- und Hochschulsemester
  • Ggf. Nachweis des Aufenthaltsstatus (Kopie des Passes)
  • Evtl. benötigen wir auch einen Leistungsnachweis (Formblatt 5)
  • Evtl. werden im Einzelfall weitere Unterlagen benötigt.

Vorab können Sie sich auf dieser Internetseite informieren: das-neue-bafög.de/ Dort finden Sie auch die offiziellen Antragsformblätter, wenn Sie unseren Online-Antragsassistenten (berlin-bafoeg.de) nicht nutzen wollen.
Informationen über das Wohngeld erhalten Sie bei Ihrem bezirklichen Wohngeldamt. service.berlin.de/dienstleistung/120656/

 

Das studierendenWERK BERLIN betreut ausschließlich als Amt für Ausbildungsförderung die Studierenden folgender Hochschulen:

Ausführlichere Informationen und Rechtsgrundlagen finden Sie auf diesen Seiten.

Standort

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Behrenstraße 40/41
10117 Berlin (Mitte)
(030) 939 39 - 70
 
Persönliche Beratungszeiten:
Di.: 10 - 12 Uhr und 13.30 - 15.30 Uhr, Do.: 15 - 18 Uhr

Eine Terminabsprache ist nicht erforderlich!

Erstberatung:
an allen InfoPoints
 
U-Bahn: U6 (Französische Straße), U2 (Hausvogteiplatz) 
S-Bahn: S1, S2, S25, S3, S5 und S7 (Friedrichstraße)
Bus: 100, 147, 200 und TXL (Staatsoper)
 
HUB: 0.4 km
FUB: 2.9 km
TUB: 4.8 km

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Hinweise

Bitte rufen Sie außerhalb unserer Sprechzeiten an, da diese der persönlichen Beratung vorbehalten sein sollen.

Unterlagen und unterschriebene, eingescannte Anträge übermitteln Sie bitte nicht per E-Mail. Bitte nutzen Sie unser praktisches Upload-Portal.

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Studienfinanzierungsberatung der Sozialberatung:

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Studienfinanzierung im Überblick

Studienfinanzierung ist meist ein Mix aus mehreren Finanzierungsmöglichkeiten. Diesen Dschungel der Möglichkeiten zu durchschauen, ist nicht immer leicht.
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Finanzielle Hilfen

Die Sozialberatung des studierendenWERKs BERLIN hat die Möglichkeit, Studierende in besonderen Situationen finanziell zu unterstützen. Welche Unterstützung für Sie in Frage kommt, können Sie in der für Sie zuständigen Sozialberatungsstelle vorab klären.
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