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Das Studium will finanziert sein. Nach der Freude über einen erhaltenen Studienplatz tritt oft die Frage nach der Studienfinanzierung auf. Das studierendenWERK BERLIN kümmert sich um deinen BAföG-Antrag und berät dich in Fragen der Studienfinanzierung.

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BAföG-Leitfaden (FAQs)

BAföG-Leitfaden

Wir empfehlen stets: Versuche es!

Denn durch das 26. BAföG-Änderungsgesetz wird der Förderungshöchstsatz von 2019 bis 2021 in drei Stufen um mehr als 17 % angehoben. Ziel ist es, dass mehr Studierende in den Förderbereich des BAföG gelangen. Hierzu wurden die Bedarfssätze, die Zuschläge zur Kranken- und Pflegeversicherung und zu den Wohnkosten erhöht. Die Freistellung eigenen Vermögens und des Einkommens der Eltern wurde durch höhere Freibeträge verbessert. Das ehemals verzinsliche BAföG-Bankdarlehen (KfW) wurde gegen das “zinslose BAföG-Volldarlehen“ (Staat) ausgetauscht.

Die Rückzahlungsbedingungen des Darlehens wurden durch einen Schuldenschnitt verbessert.

Ebenso können künftig z.B. auch Studienzeitverlängerungen/Überschreitungen der Regelstudienzeit aufgrund der Pflege von nahen Angehörigen (ab Pflegegrad 3) Berücksichtigung finden. Die Erziehung eigener Kinder wird bis zum 14. statt vormals 10. Lebensjahr berücksichtigt.

 

Wenn du Studierende*r an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berliner Hochschule bist, dann ist das studierendenWERK BERLIN (Anstalt des öffentlichen Rechts) als Amt für Ausbildungsförderung dein Ansprechpartner in Sachen BAföG.

Behrenstr. 40/41,
10117 Berlin

Tel.: (030) 93 9 39 - 70
Fax: (030) 93 9 39 - 887279

Persönliche Beratungszeiten entfallen aktuell.  

In jedem Bescheid findest du die Durchwahlnummer, mit der du deine*n Sachbearbeiter*in erreichen kannst.

Unterlagen kannst du jederzeit im Briefkasten in der Behrenstraße einwerfen oder an unserem InfoPoint in der Hardenbergstraße abgeben.

Allgemeine Informationen zum BAföG und Informationsmaterial gibt es an unseren InfoPoints.

Solltest du dich für ein Studium im Ausland entscheiden, so sind dafür ausschließlich die Auslandsförderungsämter zuständig.

Zuständige Behörden für das Schüler-BAföG sind die kommunalen Ausbildungsförderungsämter.

Stelle deinen Antrag am besten gleich nach der Zulassung und deiner Entscheidung in Berlin zu studieren.

Grundsätzlich solltest du den Antrag auf Ausbildungsförderung so früh wie möglich (6 bis 8 Wochen vor Beginn des Semesters) stellen. Stelle deinen Antrag am besten gleich nach der Zulassung zum Studium in Berlin.

Es ist sehr wichtig, die Antragsfristen zu beachten: Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an.

Wenn du also z.B. im April des laufenden Jahres dein Studium begonnen hast und erst im Mai einen Antrag stellst, erhältst du die Ausbildungsförderung erst ab Mai. Der Anspruch auf Förderung für den Monat April geht dir verloren.

Der Antrag muss immer auf dem vorgeschriebenen Formblatt 1 gestellt und eigenhändig unterschrieben werden. Das gilt auch, wenn du den Antrag über unsere BAföG-Online Seite ausgefüllt und die Daten übertragen und nicht mit dem neuen Personalausweis oder elektronischen Aufenthaltstitel authentifiziert hast.


Antragstellung über BAföG-Online:


Mit elektronischem Identitätsnachweis (neuer Personalausweis/elektronischer Aufenthaltstitel - eID-Funktion)

Hier erfolgt die Authentisierung elektronisch, so dass du den Antrag nicht mehr ausdrucken und unterschreiben musst. Nach Auswahl dieser Möglichkeit wirst du durch die weiteren Schritte geleitet. Dein Antrag erhält eine Telenummer und wird dann übertragen. Das Datum der erfolgreichen Übertragung gilt als Antragsdatum. Du hast die Möglichkeit, sich den übermittelten Antrag als PDF für Ihre Unterlagen herunterzuladen.

Ohne elektronischen Identitätsnachweis (Online-Übermittlung)

Hierbei werden deine Daten an das zuständige Amt übertragen und eine PDF-Datei erstellt. Diesen PDF-Antrag mit Telenummer druckst du bitte aus und unterschreibst ihn. Anschließend scannst du den unterschriebenen Antrag ein, lädst ihn rechts oben über „Dokumenten-Upload" hoch und übermittelst ihn so dem zuständigen Amt. Das Datum der erfolgreichen Übertragung gilt als Antragsdatum. Der Ausdruck verbleibt bei dir.

Ohne elektronischen Identitätsnachweis (Übermittlung auf dem Postweg oder persönliche Abgabe beim Amt)

Hierbei werden deine Daten an das zuständige Amt übertragen und eine PDF-Datei erstellt. Diesen PDF-Antrag mit Telenummer druckst du bitte aus und unterschreibst ihn. Anschließend schickst du den unterschriebenen Antrag an das für dich zuständige Amt für Ausbildungsförderung oder gibst ihn dort ab. Dieser Schritt ist notwendig, da deine Unterschrift im Original benötigt wird. Wichtig: Erst wenn dieser unterschriebene Papier-Antrag bei deinem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung eingeht, liegt eine wirksame fristwahrende Antragstellung vor. In diesem Fall gilt ausschließlich der Eingangsstempel des Amtes.

Zur Fristwahrung genügt jedoch auch ein unterschriebenes Schreiben, das du per Fax oder eingescannt per E-Mail übermitteln kannst. Die unterschriebenen Formblätter reichst du dann nach (per Post oder über unser Upload-Portal).


Über Ausbildungsförderung wird in der Regel für ein Jahr entschieden (Bewilligungszeitraum), es sei denn, die Ausbildung endet vor Ablauf eines Jahres, der Antrag wurde erst im laufenden Semester gestellt, der Leistungsnachweis wird vorher fällig, du gehst in das Ausland oder du hast ein Urlaubssemester.

Zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes solltest du dann einen neuen Förderungsantrag stellen. Hältst du diese Frist nicht ein, geht zwar der Förderungsanspruch nicht verloren, es entsteht jedoch eine (vermeidbare) Zahlungsunterbrechung.

Nein.

Über das studierendenWERK BERLIN erhältst du immer eine kostenlose und zuverlässige Beratung sowie Antragsbearbeitung. Wende dich bei Rückfragen telefonisch oder während der Sprechstunden an die Mitarbeiter*innen des BAföG-Amtes. Für eine unkomplizierte und umweltfreundliche BAföG-Beantragung empfehlen wir dir die BAföG-Online-Seite des studierendenWERKS BERLIN. In diesem Online-Portal sind alle wichtigen Infos und Formblätter für den Antrag hinterlegt. Du kannst die Daten für Folgeanträge speichern. Zudem kannst du dort nach dem Ausfüllen deine Unterlagen quittiert uploaden. Nähere Infos gibt es weiter unten.

Wir raten dir daher dringend von kostenpflichtigen Diensten ab. Hierüber gestellte Anträge mit Online-Unterschrift dürfen wir gesetzlich nicht akzeptieren.

Wir empfehlen, den Antrag über unser BAföG-Online Portal auszufüllen. Dies bietet zahlreiche Vorteile. Die Angaben werden sofort auf Plausibilität und Vollständigkeit überprüft. Du erhältst sofort eine Liste mit Unterlagen, die du deinem Antrag noch hinzufügen musst.

Eine Kurzübersicht aller benötigten Dokumente und Formblätter findest du in unserem Hilfstool "Check-Liste"


Formblatt 1


Das Formblatt 1 kann jede*r Studierende selbst ausfüllen, da es nur Fragen enthält, die du aus eigenem Wissen beantworten kannst wie z. B. Adresse, die Adresse der Eltern und weitere statistische Daten. Sofern du nicht bei deinen Eltern oder in einer Wohnung deiner Eltern lebst, erhältst du einen pauschalisierten Mietzuschlag in Höhe von 325 Euro. Hierfür reiche die Wohnungsgeberbescheinigung oder auszugsweise Kopie vom Mietvertrag (Seiten Mietvertragspartner, Mietadresse, Mietbeginn und Unterschrift) ein.
Solltest du nicht bei den Eltern, sondern selbst krankenversichert sein, so gib dies unter Zeile 63 an und reiche eine Bescheinigung deiner Krankenkasse ein, auf der vermerkt ist, dass du nicht familienversichert bist. Du kannst dann unter bestimmten Bedingungen einen Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag von 84 Euro bzw. 25 Euro erhalten. Wenn du nicht mehr in der studentischen Pflichtversicherung versichert bist - z.B. weil du älter als 29 Jahre bist oder bereits im 15. Fachsemester studierst - werden bis maximal 155 € bzw. 34 € für die nachgewiesenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als Zuschlag gewährt.

Wichtig ist die korrekte Angabe der Bankverbindung (IBAN), da Ausbildungsförderung ausnahmslos bargeldlos angewiesen wird. Achte bitte unbedingt darauf, die Zahlen richtig und gut lesbar einzutragen.

Bei den Angaben zum eigenen Einkommen sind die voraussichtlichen Einnahmen im Bewilligungszeitraum, also in der Regel einem Jahr, einzutragen und nachzuweisen. Nicht jeder verdiente Euro kürzt automatisch die Förderung. Bruttoverdienste von ledigen Studierenden bis zu jährlich 5.400 Euro sind anrechnungsfrei.

Beispiele für anzugebendes Vermögen sind Sparguthaben, Aktien- und Wertpapiere, Kapitallebensversicherungen, Kraftfahrzeuge (auch Motorräder) oder Grundstücke. Maßgebend ist hier der Wert im Zeitpunkt der Antragstellung. Ledige Studierende haben einen Vermögensschonbetrag in Höhe von 7.500 Euro: Vermögen, das darüber hinausgeht, wird in monatlich gleichen Teilen vom Förderungsbedarf abgezogen. Für den*die Ehegatten*in bzw. den*die eingetragene*n Lebenspartner*in sowie für jedes Kind des Antragstellers erhöht sich der Vermögensschonbetrag um jeweils 2.100 Euro. Zur Vermeidung unbilliger Härten kann ein weiterer Teil des Vermögens anrechnungsfrei bleiben (z. B. Riester-Renten-Vermögen; selbstbewohnte kleine Eigentumswohnung). Hierzu nimm bitte die Beratung während unserer Sprechstunden in Anspruch. Bitte beachten, dass deine Angaben zum Vermögen beim Bundeszentralamt für Steuern jährlich überprüft werden. Mache bitte wahrheitsgemäße Angaben. Du vermeidest dir und dem Amt viel Arbeit, Aufregung und ggf. großen Ärger. Du musst alle Vermögenswerte angeben, die auf Konten angelegt sind, welche auf deinen Namen laufen. Dies gilt auch dann, wenn du der Meinung bist, dass die betreffenden Werte nicht (mehr) dir gehören. Die rechtliche Zuordnung prüft das Amt für Ausbildungsförderung.

Anlage 1 zu Formblatt 1

Auf die Angaben zum schulischen und beruflichen Werdegang (Anlage 1 zu Formblatt 1) solltest du besondere Sorgfalt verwenden. Insbesondere sind zeitlich lückenlose Eintragungen erforderlich, um Rückfragen zu vermeiden. Die Informationen sind wichtig z. B. für die Prüfung des Anspruches auf eine elternunabhängige Förderung. Die Voraussetzungen dafür werden im Kapitel 8 erläutert.

Anlage 2 zu Formblatt 1

Für die Gewährung des Kinderbetreuungszuschlages für deine eigenen Kinder füll bitte die Anlage 2 zu Formblatt 1 aus. Sie muss von dir und ggf. vom anderen Elternteil unterschrieben werden.

Link zum Youtube-Tutorial zu Formblatt 1


Formblatt 2


Das Formblatt 2 braucht nicht eingereicht zu werden, wenn du eine maschinelle Immatrikulationsbescheinigung einreichst, auf der die Hochschule diese Daten aufgedruckt hat, die sogenannte Bescheinigung nach § 9 BAföG, die von fast allen Berliner Hochschulen standardmäßig ausgestellt werden. Du brauchst auf der Vorderseite nur den eigenen Namen und den der Hochschule einzutragen, an der du immatrikuliert bist. Auf der Rückseite ist unter Zeile 42 die Fachrichtung und das Fachsemester bzw. das Studienjahr bei Antragstellung einzutragen. Am Ende des Formblattes ist eine Bestätigung der Eintragungen durch deine Hochschule vorgesehen.


Formblätter 3


In die Formblätter 3 sind jeweils die Einkommensdaten der Eltern und ggf. deines*r Ehegatten*in bzw. deines*r eingetragenen Lebenspartners*in einzutragen. Darüber hinaus sind weitere Angaben zur jeweiligen persönlichen Situation (z. B. über die Art der Erwerbstätigkeit und des Familienstandes) erforderlich. Dies gilt insbesondere auch für weitere Kinder deiner Eltern. Erzielt nur ein Elternteil Einkommen, kann der Nichterwerbstätige dies auf der Seite 4 des Formblattes 3 bestätigen. Erzielen beide Elternteile Einkommen, müssen sie jeweils eine eigene Einkommenserklärung ausfüllen. Nachzuweisen ist das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes (siehe aber Punkt 5) durch Vorlage des entsprechenden Einkommensteuerbescheides. Für eine Antragsstellung zum Wintersemester 2019/20 oder Sommersemester 2020 sind daher die Einkommensnachweise für das Kalenderjahr 2018 vorzulegen.

Hinsichtlich der weiteren persönlichen Verhältnisse (Familienstand, Kinder) deiner Eltern wird auf den aktuellen Stand während des Bewilligungszeitraumes abgestellt.

Sollte das Finanzamt noch keinen Steuerbescheid für das maßgebliche Kalenderjahr erstellt haben, so genügt eine Arbeitgeberbescheinigung über das erzielte Bruttogehalt und die abgeführten Steuern. Für alle Eltern, die nicht erwerbstätig sind und Leistungen wie z. B. Arbeitslosengeld oder Rente erhalten, gilt: Die Einkommen sind durch (unbeglaubigte) Kopien der entsprechenden Leistungsbescheide z. B. der Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherung zu belegen.

Liegen die Voraussetzungen für eine Pflichtveranlagung zur Einkommensteuer vor z. B. Gewerbetreibende, unter Umständen Rentner*innen, bestimmte Steuerklassenkombinationen und wurde der maßgebliche Steuerbescheid noch nicht erstellt, so wird unter Berücksichtigung der glaubhaft gemachten Einkommensverhältnisse über den Antrag entschieden. Ausbildungsförderung wird insoweit unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet. Sobald der Steuerbescheid dem Amt für Ausbildungsförderung vorliegt, wird über den Antrag abschließend entschieden.

Link zum Youtube-Tutorial zu Formblatt 3


Formblatt 4


Ausländische Studierende benötigen unter Umständen zusätzlich das Formblatt 4 (bitte erst nach Aufforderung durch uns einreichen).

Als ausländische*r Studierende*r kannst du BAföG erhalten, wenn du z. B.

  • selbst anerkannte*r Asylberechtigte*r / Flüchtling bist oder
  • vor dem Studium mindestens 5 Jahre in Deutschland gearbeitet hast. Eine Berufsausbildung wird nicht angerechnet oder
  • Mutter oder Vater innerhalb der letzten 6 Jahre mindestens 3 Jahre in Deutschland rechtmäßig erwerbstätig waren oder
  • bestimmte Aufenthaltskriterien erfüllt sind (z. B. ständiger Wohnsitz im Inland, Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis nach speziellen Vorschriften des Aufenthaltsgesetzes) oder
  • seit mindestens 10 Wochen vor der ersten BAföG-Antragstellung als EU-Bürger in Deutschland erwerbstätig bist (mindestens 12 Stunden in der Woche) und daher Freizügigkeit genießt und du die Erwerbstätigkeit während des Studiums beibehältst.


Da deine BAföG-Berechtigung den Bestimmungen des BAföGs und des Aufenthaltsgesetzes unterliegt, solltest du unbedingt zu uns in die Beratung kommen. Die Regelungen allein zu verstehen, ist nahezu unmöglich.


Formblatt 5


Das Formblatt 5 bzw. den Nachweis der ECTS-Punkte legst du vor, wenn die Förderung für das fünfte bzw. ein höheres Semester beantragt wird und du noch keinen Leistungsnachweis vorgelegt hast.

Über den BAföG-Rechner des Studentenwerks Göttingen bekommst du Anhaltspunkte wie hoch dein individueller Anspruch sein könnte.

 

€ /mtl

Studierende, die bei den Eltern wohnen, erhalten maximal 427,00
Mietzuschlag pauschal 56,00
Zuschlag falls eigene Krankenversicherung 84,00
evtl. Pflegeversicherungszuschlag 25,00
Maximaler Förderungssatz monatlich 592,00

 

Die Versicherungszuschläge gibt es meist erst ab dem 25. Lebensjahr.


 

€ /mtl

Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen (eigene Wohnung/WG/Studierendenwohnheim), erhalten maximal 427,00
Mietzuschlag pauschal 325,00
Zuschlag falls eigene Krankenversicherung 84,00
evtl. Pflegeversicherungszuschlag 25,00
Maximaler Förderungssatz monatlich 861,00

 

Zusätzlich erhöht sich für Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind in einem Haushalt leben, der Bedarf um monatlich 150 Euro für jedes Kind unter 14 Jahren. Der Zuschlag wird für denselben Zeitraum nur einem Elternteil gewährt. Sind beide Elternteile nach dem BAföG dem Grunde nach förderungsfähig und leben in einem gemeinsamen Haushalt, bestimmen sie untereinander den/die Berechtigte*n. 

Neben deinem eigenen Einkommen wird das Einkommen deiner Eltern, oder falls du verheiratet bist zusätzlich das Einkommen deines*r Ehegatten*in oder falls du in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebst zusätzlich das Einkommen deiner*s Lebenspartner*in herangezogen.

Entscheidend ist grundsätzlich das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes.

Beispiel: Für eine Antragsstellung zum Wintersemester 2020/21 ist das Einkommen im Kalenderjahr 2018 von Bedeutung. (Für die Bestimmung des entscheidungserheblichen Einkommensjahrs ist immer der Beginn des BWZ ausschlaggebend.)

Das Gesetz sieht zur Berechnung des anrechenbaren Einkommens feste Freibeträge für die Eltern selbst sowie für eventuelle weitere unterhaltsberechtigte Kinder vor. Je mehr deiner Geschwister sich noch in der Ausbildung befinden, desto weniger sind deine Eltern zur Finanzierung deines Studiums verpflichtet. Dein Anspruch auf Ausbildungsförderung würde sich somit erhöhen. Aber auch, wenn du als einziges Kind studieren solltest, lohnt es sich zu prüfen, ob du einen Anspruch auf BAföG hast.

Verdienen deine Eltern mehr als die Freibeträge vorsehen, erfolgt eine entsprechende Anrechnung auf den Förderungsbedarf und du erhältst nicht den Höchstsatz. Die Berechnung kannst du dem Bescheid entnehmen. Eventuell kommt dann für dich ein Antrag auf Aktualisierung oder Vorausleistung (Unterhaltsvorschuss) in Betracht.

Haben sich die aktuellen Einkommensverhältnisse des*der Einkommensbeziehers*in verschlechtert, so kann dies auf besonderen Antrag berücksichtigt werden. Zum Beispiel würden dann die Einkommensverhältnisse des Jahres 2020 statt 2018 für die Bewilligung im Wintersemester 2020/21 herangezogen werden.

Einen entsprechenden Antrag stellst du bitte mit dem Formblatt 7. Die noch nicht feststehenden Einkommen werden durch Schätzung ermittelt. Je genauer die Schätzung erfolgt, desto eher vermeidest du eine eventuelle Rückforderung, die sich bei der späteren Endberechnung mit den tatsächlichen Einkommenshöhen aus den Steuerbescheiden ergeben. Dieses Risiko musst du mit deinen*m Eltern/-teil einkalkulieren.

Voraussetzung ist, dass sich bei einer entsprechenden Vergleichsberechnung dein monatlicher Förderungsbetrag um mindestens 10 Euro erhöht.

Link zum Youtube-Tutorial zu Formblatt 7

Maßgeblich für die Berechnung einer möglichen Förderung ist stets dein Eigenverdienst (z. B. durch Nebenjobs/Ferienjobs) im Bewilligungszeitraum.

Einkommen als Arbeitnehmer*in in Höhe von bis zu 450 Euro brutto bleiben monatlich anrechnungsfrei. Hast du z.B. in der Zeit von 10/2020 - 09/2021 insgesamt nicht mehr als 5.400 Euro brutto verdient, wird die Förderung nicht gekürzt. Hast du mehr verdient, wird der übersteigende Betrag durch 12 dividiert und von der Förderung abgezogen.

Anders verhält es sich mit Einkommen, welche du aus dem Ausbildungsverhältnis erzielst (z. B. Praktikantenvergütung/Duale Ausbildung). In diesem Fall wird die Vergütung unter Abzug der steuerlichen Werbungskostenpauschale und der Sozialversicherungspauschale auf deine Förderung voll angerechnet. Das gesamte Einkommen im Bewilligungszeitraum (BWZ) wird berechnet und auf die jeweiligen Monate umverteilt.

Bei Einkünften aus Honorarverträgen o. ä. wird jener Gewinn angerechnet, der den Betrag von 367 Euro monatlich übersteigt. Das gesamte Einkommen im BWZ wird berechnet und auf die Monate des BWZ gleichmäßig umverteilt.

Die elternunabhängige Förderung ist sicherlich die günstigste Form der Förderung, da das Einkommen der Eltern keine Berücksichtigung findet. 

Elternunabhängige Förderung ist zu gewähren, wenn:

  • Du nach Vollendung des 30. Lebensjahres ein Studium aufnimmst (bitte beachte hier unbedingt Punkt 9) oder
  • Du nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre erwerbstätig warst (Zeiten der Erwerbstätigkeit müssen nicht zusammenhängen, sie können sich auch aus mehreren Teilzeiträumen ergeben) oder
  • Du nach einer mindestens dreijährigen Ausbildung drei Jahre erwerbstätig oder bei kürzerer Ausbildungszeit entsprechend länger erwerbstätig warst, so dass sich ein mindestens sechsjähriger Zeitraum ergibt.

Zur Erwerbstätigkeit zählen auch Zeiten des Wehrdienstes, des Zivildienstes, des Bundesfreiwilligendienstes, des freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres, des Entwicklungsdienstes sowie Zeiten, in denen du Arbeitslosen- bzw. Krankengeld bezogen hast. Allerdings müssen die hierbei erzielten Einkünfte ausgereicht haben, um sich selbst zu unterhalten. Hierzu erhältst du nähere Auskünfte beim Amt für Ausbildungsförderung.


Unterhaltsvorschuss

Weigern sich deine Eltern/ein Elternteil, den angerechneten Einkommensbetrag als Barunterhaltsleistung zur Verfügung zu stellen (oder die erforderlichen Auskünfte über ihre Einkommenssituation zu erteilen), besteht die Möglichkeit, Vorausleistung („Unterhaltsvorschuss“) zu beantragen.

Das Land Berlin, vertreten durch das studierendenWERK BERLIN, leistet nach entsprechender Antragstellung, Anhörung der Eltern/des Elternteils und Prüfung des Sachverhaltes dann ggf. den Unterhaltsbeitrag ganz oder teilweise im Voraus.

Im Gegenzug geht dann regelmäßig Ihr Unterhaltsanspruch gegen deine Eltern/deinen Elternteil in der Höhe der vorausgeleisteten Mittel auf das Land Berlin über. Ergibt eine nachgelagerte Prüfung, dass eine weitergehende Unterhaltspflicht für Ihre Hochschulausbildung besteht und die entsprechende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gegeben ist, kann das Land dann die vorausgeleisteten Fördermittel von deinen Eltern/deinem Elternteil einfordern; notfalls auch vor dem jeweils zuständigen Familiengericht.

Sollte die Prüfung hingegen ergeben, dass keine weitergehende Unterhaltspflicht mehr besteht, so erhältst du in diesem Fall dann „quasi“ elternunabhängige Förderung. Ob jedoch ein solcher Fall vorliegt, wird nicht zuletzt auch anhand der aktuellen Rechtsprechung entschieden.

Sollten deine Eltern Sachleistungen (Wohnen und Verpflegung z.B. im elterlichen Haus) anbieten, sind Vorausleistungen nur reduziert oder gar nicht mehr möglich. Du musst dann ggf. selbst gegen deine Eltern klagen und die Frage nach Bar- oder Naturalunterhalt im Unterhaltsprozess selbst klären lassen.

 

Ausbildungsförderung wird grundsätzlich nicht mehr geleistet, wenn du bei Beginn des Ausbildungsabschnitts, für den du Ausbildungsförderung beantragst, das 30. Lebensjahr bzw. bei einer Masterausbildung das 35. Lebensjahr vollendet hast.

Ausnahmen sind möglich, wenn:

  • Du die Zugangsvoraussetzungen für die zu fördernde Ausbildung in einer Fachoberschulklasse (deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt), an einer Abendhauptschule, einer Berufsaufbauschule, einer Abendrealschule, einem Abendgymnasium, einem Kolleg oder durch eine Nichtschülerprüfung oder eine Zugangsprüfung zu einer Hochschule erworben hast, oder
  • Du ohne Hochschulzugangsberechtigung aufgrund deiner beruflichen Qualifikation an einer Hochschule eingeschrieben worden bist, oder
  • Du aus persönlichen oder familiären Gründen gehindert warst, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn du bei Erreichen der Altersgrenze bis zur Aufnahme der Ausbildung ein eigenes Kind unter 14 Jahren ohne Unterbrechung erziehst und während dieser Zeit bis zu höchstens 30 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt erwerbstätig bist. Alleinerziehende dürfen auch mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig sein, um dadurch Unterstützung durch Leistungen der Grundsicherung zu vermeiden.

  • Du durch die Pflege der Eltern oder naher Angehöriger an der Aufnahme des Studiums gehindert warst (ab Pflegegrad 3).
  • Du infolge einer einschneidenden Veränderung der persönlichen Verhältnisse bedürftig geworden bist und noch keine Ausbildung, die nach diesem Gesetz gefördert werden kann, berufsqualifizierend abgeschlossen hast.


Für die Ausnahme von der Altersgrenze gilt, dass du die Ausbildung unverzüglich nach Erreichen der Zugangsvoraussetzungen, dem Wegfall der Hinderungsgründe oder dem Eintritt einer Bedürftigkeit infolge einschneidender Veränderungen ihrer persönlichen Verhältnisse aufnehmen musst.

Mit der Aufnahme einer Masterausbildung beginnt in jedem Fall ein neuer Ausbildungsabschnitt, so dass für diese Ausbildungsaufnahme die Voraussetzungen der Altersgrenze (erneut) geprüft werden müssen.

 

Ab dem fünften Fachsemester wird BAföG-Förderung nur nach einer Leistungsüberprüfung gezahlt. Dazu ist neben dem Förderungsantrag die Einreichung eines Leistungsnachweises notwendig.

Form:  Wenn der positive Leistungsnachweis per Ende des 3. Semester innerhalb der ersten vier Monate des vierten Semesters (31.07. /31.01.) beim Amt eingeht (Eingangsstempel des studierendenWERKs zählt), reicht das für die Weiterförderung aus.

Ein positiver Nachweis liegt vor:

  1. Wenn mindestens 90 LP zum Ende des 3. Semesters bzw. 120 LP zum Ende des 4. Semesters erreicht wurden bzw. die vom BAföG-Beauftragten des Fachbereiches festgelegte und dem Amt mitgeteilte Summe von LP erreicht wurden (Nachweis z. B. durch Ausdruck Campusmanagement/Agnes) oder

  2. das vom BAföG-Beauftragten unterschriebene Formblatt 5 bestätigt, dass du die übliche Leistung erbracht hast. Ist das nicht bis zum 31.07. /31.01. möglich, muss das Ende des Semesters abgewartet werden und der positive Nachweis per Ende des 4. Semesters eingereicht werden. Sollte auch dann kein positiver Nachweis erbracht werden, gibt es Möglichkeiten weitere Förderung zu erhalten. Hierzu solltest du aber auf jeden Fall Beratung durch die Mitarbeiter*innen im BAföG-Amt in Anspruch nehmen.

Das Amt für Ausbildungsförderung kann die Vorlage der Eignungsbescheinigung zu einem späteren Zeitpunkt zulassen, wenn Tatsachen vorliegen, die voraussichtlich eine spätere Überschreitung der Förderungshöchstdauer rechtfertigen. Als solche kommen z. B. in Betracht:

  • schwerwiegende Gründe z. B. Krankheit, Nichtbestehen einer (Modul-) Prüfung
  • Gremientätigkeit
  • eine Behinderung
  • eine Schwangerschaft/Geburt oder die Pflege/Erziehung eines Kindes unter 14 Jahren

An dieser Stelle können wir nicht alle Facetten der Regelungen für die Förderung nach einem Fachwechsel aufführen.

Die Grundzüge solltest du jedoch kennen:

Hast du aus wichtigem Grund (z. B. Interessen- oder Neigungswandel, Eignungsmangel) oder aus unabweisbarem Grund die Ausbildung abgebrochen oder die Fachrichtung gewechselt, so wird Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung geleistet.

Das Gesetz enthält eine Vermutung, dass bei einem erstmaligen Fachrichtungswechsel oder Ausbildungsabbruch vor Beginn des 3. Semesters ein wichtiger Grund vorliegt. Wird der erstmalige Wechsel vor Beginn des 3. Semesters vollzogen, muss ein Wechsel oder Abbruch also nicht gesondert begründet werden.

Erfolgt der Wechsel erst nach Beginn des 3. Semesters aber vor Beginn des 4. Semesters muss ein wichtiger Grund vorliegen und benannt werden.

Werden Fachsemester aus dem bisherigen Studium in der neuen Studienrichtung angerechnet, kann die neue Studienrichtung noch aus wichtigem Grund gefördert werden, wenn der Semesterverlust durch die Anrechnung auf höchstens drei Semester beschränkt bleibt.

Erfolgt der Abbruch oder Wechsel erst nach Beginn des 4. Fachsemesters, so wird Ausbildungsförderung für eine andere Ausbildung nur noch geleistet, wenn du einen unabweisbaren Grund für den Abbruch oder Wechsel hast. Dies gilt auch dann, wenn du für das bisherige Studium keine Förderung beantragt oder erhalten hast!

Unabweisbar ist nur ein Grund, der eine Wahl zwischen der Fortsetzung der bisherigen Ausbildung und ihrem Abbruch oder dem Wechsel in eine andere Fachrichtung nicht zulässt. Ein unabweisbarer Grund ist danach z. B. eine unerwartete - etwa als Unfallfolge eingetretene - Behinderung oder eine Allergie gegen bestimmte Stoffe, die die Ausübung des bisher angestrebten Berufs unmöglich macht.

Beispiel 1: Der Student A hat nach zwei Semestern Chemie zum Studium der Rechtswissenschaft gewechselt. Da eine Semesteranrechnung nicht erfolgen kann, sind zwei Semester "verloren". Dies wirkt sich jedoch nicht auf die Ausbildungsförderung aus, die wieder mit Semester 1 beginnt und somit für das Studium in der neuen Fachrichtung bis zum Ende der Regelstudienzeit Förderung möglich ist.

Beispiel 2: Der Student B hat ein Semester Chemie studiert, wechselt nach einem Semester in das Fach Rechtswissenschaft und nach einem weiteren Semester in das Fach Englisch mit Lehramtsoption (Regelstudienzeit 6 Semester).

Der durch den zweiten Wechsel verursachte Verlust von einem weiteren Fachsemester kann nicht mehr in der Gestalt der „Normalförderung“ (Zuschuss/Staatsdarlehen) gefördert werden, sondern nur in Form eines verzinslichen Bankdarlehens (vgl. Punkt 12).

 

Innerhalb der Regelstudienzeit (Förderungshöchstdauer) erhältst du die Förderung je zur Hälfte als rückzahlungsfreien Zuschuss und als unverzinsliches Darlehen.

Danach ist eine Weiterförderung möglich, wenn Überschreitungsgründe vorliegen (siehe Punkt 10 - Leistungsbedingungen und Nachweis).

Das unverzinsliche Darlehen wird 5 Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit fällig. Die Rückzahlung soll in Raten von mindestens 130 Euro monatlich fällig erfolgen. Nach der Zahlung von 77 Raten (10.010 Euro) bist du im Regelfall schuldenfrei. Diese Regelung gilt nicht für die Förderungsart Volldarlehen. Wenn du aus wirtschaftlichen Gründen nicht die Regelrate von 130 Euro zahlen kannst, kann auf Antrag die Rate ge­senkt oder ausgesetzt werden. Nach spätestens 20 Jahren gibt es einen klaren Schulden­schnitt für alle, die sich bis dahin wenigstens um Tilgung be­müht und ihre sonstigen Mitwirkungspflichten im Darlehens-einziehungsverfahren erfüllt haben. Der verbleibende Betrag wird erlassen (auch beim Volldarlehen). Das Darlehen kann ganz oder teilweise vorzeitig zurückge­zahlt werden. Dafür werden größere Erlasssummen einge­räumt. Der Erlassanteil steigt mit der Höhe der Darlehens­schuld.

Wer z. B. 6.000 Euro schuldet, erhält bei Zahlung in einer Sum­me 14,5 Prozent der Darlehensschuld erlassen, muss also nur 5.130 Euro zurückzahlen.

Zuständig für den Darlehenseinzug ist ein zentrales Amt in Köln, das Bundesverwaltungsamt, BT-BAföG, 50728 Köln, Tel. (0221) 758-4500. Dieses Amt verschickt ca. viereinhalb Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit die Darlehensbe­scheide.

Wenn du diesen Bescheid erhalten hast, denk bitte daran, deine möglichen Erlassanträge innerhalb eines Monats (Ausschlussfrist!) zu stellen. Bitte achte darauf, nach Been­digung des Studiums dem Bundesverwaltungsamt jeweils deine neueste Adresse mitzuteilen. Das ist auch online möglich unter www.bva.bund.de (Onlineformular "Stammdatenänderung" des BAföG Online-Portals).

Ist dies versäumt, wirst du mit den Kosten der Anschriftenermittlung von derzeit 25 Euro belastet.

Den folgenden Abschnitt brauchst du nur zu lesen, wenn du vor dem Beginn des Studiums bereits über einen Berufsabschluss oder einen Hochschulabschluss verfügst. Dabei kommt es darauf an, ob du eine grundsätzlich nach dem BAföG förderungsfähige Ausbildung absolviert hast (z. B. Berufsfachschule, Fachschule). Eine betriebliche Ausbildung (Lehre) spielt keine Rolle.

Eine Masterausbildung wird grundsätzlich gefördert, wenn diese auf einem Bachelor- oder Bakkalaureusstudiengang aufbaut und du bislang ausschließlich einen Bachelor- oder Bakkalaureusstudiengang abgeschlossen hast. Bist du z. B. aufgrund eines Diplomabschlusses zu einer Masterausbildung zugelassen, ist keine Förderung nach dem BAföG mehr möglich.

Ausbildungsförderung für eine einzige weitere Ausbildung wird u.a. längstens bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss geleistet,

  • wenn sie eine Hochschulausbildung oder eine dieser nach Landesrecht gleichgestellten Ausbildung insoweit ergänzt, als dies für die Aufnahme des angestrebten Berufs rechtlich erforderlich ist (z. B. Psychotherapeutenausbildung nach abgeschlossenen Masterstudium Psychologie für den Beruf des*r Psychotherapeuten*in) oder
  • wenn im Zusammenhang mit der vorhergehenden Ausbildung der Zugang zu ihr eröffnet worden ist, sie in sich selbständig ist und in derselben Richtung fachlich weiterführt (z. B. Erzieher*in nach sozialpädagogischer Assistentenausbildung) oder
  • wenn eine Fachoberschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, ein Abendgymnasium oder ein Kolleg besucht wurde und dies Zugangsvoraussetzung für die weitere Ausbildung ist (z. B. Studium nach Abendgymnasium) oder
  • wenn die Zugangsvoraussetzungen für die zu fördernde weitere Ausbildung durch eine Nichtschülerprüfung oder eine Zugangsprüfung zu einer Hochschule erworben wurden oder
  • wenn Studierende als erste berufsbildende eine zumindest dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule oder in einer Fachschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, abgeschlossen haben (z. B. Studium nach Abschluss einer Fachschule für Modedesign) oder
  • wenn du einen Bachelor-Abschluss erworben hast und danach ein Masterstudium beginnst. Es wird kein unverzügliches Weiterstudium nach dem Bachelor verlangt. (Beachte aber die Altersgrenze -35 Jahre- bei Aufnahme des Masterstudiums!) Es spielt keine Rolle, ob der Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule, im In- oder im Ausland erreicht wurde. Wurdest du von der Hochschule nur vorläufig für den Masterstudiengang immatrikuliert, da du dein Bachelorzeugnis noch nicht erhalten hast, wird bis zur endgültigen Zulassung die Förderung unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet.

Im Übrigen wird Ausbildungsförderung für eine einzige weitere Ausbildung nur geleistet, wenn die besonderen Umstände des Einzelfalles, insbesondere das angestrebte Ausbildungsziel, dies erfordern. Hierzu lasse dich ausführlich in unserer Sprechstunde beraten.

Das Volldarlehen nach dem BAföG ist eine besondere Form der Förderung. Sie kann gewährt werden, wenn der Anspruch auf „normales“ BAföG (Zuschuss/ Staatsdarlehen) eigentlich ausgeschöpft wurde.

Beispiele:
• eine weitere Ausbildung (z. B. zweiter Fachrichtungswechsel ohne volle Semesteranrechnung)
• oder die Förderungshöchstdauer überschritten wurden und keine Gründe (mehr) vorliegen, die eine Förderung in der Überschreitungsphase mit Zuschuss/Staatsdarlehen rechtfertigen

 

BAföG-Negativbescheinigungen werden in unserem Amt für Ausbildungsförderung ausgestellt.

Eine Negativbescheinigung kannst du nur erhalten, wenn du dem Grunde nach keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung hast. Das kann z.B. sein, wenn du die Altersgrenze überschritten hast, Teilzeit studierst, als Ausländer evtl. nicht anspruchsberechtigt bist, eine nicht förderungsfähige weitere Ausbildung aufgenommen hast oder z.B. wegen eines Leistungsrückstandes nach dem vierten Semester für die Überschreitung der Regelstudienzeit keine Gründe im Sinne des Gesetzes vorliegen. Eine Negativbescheinigung für das Wohngeldamt stellen wir nicht aus, wenn du z.B. wegen der Anrechnung von eigenem Vermögen oder zu hohem eigenen Einkommen bzw. das der Eltern keinen Anspruch der Höhe nach haben.

Zur Prüfung, ob wir dir eine Negativbescheinigung ausstellen können, benötigen wir den ausgefüllten Antrag und die dort genannten Unterlagen.

Vorab kannst du dich auf dieser Internetseite informieren: das-neue-bafög.de/. Informationen über das Wohngeld erhältst du bei deinem bezirklichen Wohngeldamt. service.berlin.de/dienstleistung/120656/

 

Das studierendenWERK BERLIN betreut ausschließlich als Amt für Ausbildungsförderung die Studierenden folgender Hochschulen:

Ausführlichere Informationen und Rechtsgrundlagen findest du auf diesen Seiten:

Wir wissen, dass Bürokratie oft nicht leicht ist und besonders bei der ersten Antragsstellung häufig Fragen bezüglich des Ausfüllens der Formblätter auftreten. Die folgenden Videos geben dir hilfreiche Tipps rund um die Antragstellung und dienen als Leitfaden. Bei weiteren Fragen wende dich an die Mitarbeiter*innen des studierendenWERKS.

Formblatt 1: https://www.youtube.com/watch?v=gquF9ko33ns

Formblatt 3: https://www.youtube.com/watch?v=4RzKyHxrD_k

Formblatt 5: https://www.youtube.com/watch?v=_Xm9SUCMJWA

Formblatt 7: https://www.youtube.com/watch?v=kjh9eB2msn0

Voraussetzungen

1. Du hast deinen letzten Antrag beim studierendenWERK BERLIN gestellt.
2. Es gab keine Ausbildungsunterbrechung (z.B. Urlaubsemester).
3. Du besitzt kein Vermögen bzw. es liegt unter 8.200 €.
4. Dein eigenes Einkommen beträgt nicht mehr als 450 € im Monat bzw. ist nicht höher als beim letzten Antrag und du bist mit der Anrechnung in gleicher Höhe einverstanden.

Wenn das zutrifft, kannst du das Formblatt 9 verwenden.

Wenn das nicht zutrifft, stell bitte den Antrag auf dem Formblatt 1.

Einzureichende Unterlagen für den Kurzantrag (einfache Kopien reichen aus):

  • Aktuelle Immatrikulationsbescheinigung (Bescheinigung nach § 9 BAföG) mit Angabe der Hochschul-und Fachsemester oder Formblatt 2
  • Formblatt 3 der Eltern sowie die Einkommensunterlagen der Eltern von 2018, es sei denn elterunabhängige Förderung wurde schon geklärt
  • Formblatt 4 wenn du eigene Kinder hast
  • Wenn du umgezogen bist und nicht mehr bei den Eltern wohnst: Wohnungsgeberbescheinigung oder auszugsweise Kopie vom Mietvertrag (Seiten mit Mietvertragspartner, Mietadresse, Mietbeginn und Unterschrift des Mietvertrags)
  • Kranken- und Pflegeversicherungsnachweis, wenn du selbst Beiträge zahlst und das im letzten Antrag noch nicht der Fall war
  • Leistungsnachweis, wenn die Förderung für das 5. Fachsemester beantragt wird (ECTS oder Formblatt 5)

Vergiss bitte nicht, den Antrag zu unterschreiben!

Du kannst dann alle Seiten einscannen und zusammen mit den Unterlagen über unser Uploadportal gegen eine Quittung übertragen oder alternativ per Post versenden oder in den Briefkasten in der Behrenstraße 40/41, 10117 Berlin, einwerfen oder am Infopoint in der Hardenbergstraße 34, 10623 Berlin, abgeben.

Standort

Standort

Behrenstraße 40/41
10117 Berlin (Mitte)
030 93939 - 6000
 
Persönliche Beratungszeiten entfallen aktuell.  
 
U-Bahn: U6 (Französische Straße), U2 (Hausvogteiplatz) 
S-Bahn: S1, S2, S25, S3, S5 und S7 (Friedrichstraße)
Bus: 100, 147, 200 und TXL (Staatsoper)
 
HUB: 0.5 km
FUB: 3.0 km

Karte

 

Hinweis

Unterlagen und unterschriebene, eingescannte Anträge bitte nicht per E-Mail übermitteln. Dazu bitte unser Upload-Portal nutzen.

Kontaktformular

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