Worum es sich dabei konkret handelt und ob auch Studis etwas mit diesem Phänomen anfangen können?
Redakteurin Victoria bringt Licht ins Unterholz.
Shinrin Yoku - diesen Namen trägt die Naturheilmethode im Ursprungsland Japan und bedeutet soviel wie „Eintauchen in den Wald“. Waldbaden gibt es dort quasi auf Rezept: es ist schulmedizinisch anerkannt und zählt zur offiziellen Gesundheitsvorsorge, sogar Studiengänge an Universitäten erforschen und Lehren eigens die sogenannte „Waldmedizin“.
Ein Blick auf zugrundeliegende biochemische Prozesse offenbart die heilende Wirkung jenes Phänomens. Ausschlaggebender Faktor sind hierbei sogenannte Terpene. Dabei handelt es sich um Botenstoffe, welche von Bäumen in ihre Umgebung abgegeben werden. Enthaltene Öle und organische Substanzen haben eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus.
Eine Kombination aus Bewegung, Meditation und anderen Achtsamkeitsübungen sorgt im Körper für einen Zustand von Tiefenentspannung und hat außerdem positiven Einfluss auf den Blut- und Kortisolspiegel, sogar die Bildung sogenannter Killerzellen gegen Tumorwachstum soll im Zuge dessen angeregt werden.
Zudem ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass auch die menschliche Psyche von regelmäßigen Ausflügen ins Grüne profitiert. Menschen, welche pro Woche mindestens zwei Stunden in der Natur verbringen, empfinden laut verschiedenen Studien ein höheres Level an Ausgeglichenheit und Zufriedenheit in ihrem Leben.
Beim Waldbaden gilt das Motto „Verweile ohne Eile“. Im Gegensatz zum Wandern oder Laufen, steuert man kein spezielles Ziel an. Vielmehr steht im Fokus, sich ein stückweit treiben zu lassen und die Atmosphäre des Waldes auf sich wirken zu lassen. Sei es das besondere Lichtspiel auf dem Waldboden, der Duft von Moos oder das Ertönen unterschiedlichster Vogelstimmen.
Eine kurzzeitige Auszeit vom Alltag tut natürlich auch Studis gut. Vor allem in der Prüfungsphase, wenn man sich mit stressigen Deadlines für Hausarbeiten und Klausurstoff konfrontiert sieht. Falls hier in Berlin übrigens kein Wald zur Entspannung direkt um die Ecke liegt, tut's übrigens auch ein schöner Park. Ich persönlich kann an dieser Stelle den Schlosspark Charlottenburg wärmstens empfehlen, auf Nachfrage zieht es Kommiliton*innen aber auch gern in den Grunewald oder Tegeler Forst.
Auf welche grüne Entspannungsoase deine Wahl auch fällt, hier noch ein Tipp: das Smartphone sollte sich währenddessen bestenfalls im Offline-Modus befinden, deine Gedanken jedoch ganz bewusst im Hier und Jetzt.