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Eine Gruppe von Studierenden sitzt fröhlich an einem Kanal.

Worauf wir uns nach Corona am meisten freuen

Die Redaktion träumt schon mal von der Zeit nach der Pandemie ...

08.02.2021

Viktoria

Um ehrlich zu sein, erscheint mir eine Zeit nach Corona momentan noch Lichtjahre entfernt. Wenn ich dann aber doch mal in Zukunftsträumen schwelge und mir einen Alltag ohne jegliche Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen vorstelle, fallen mir eine Vielzahl schmerzlich vermisster und zugleich heiß ersehnter Aktivitäten ein.

Da wäre z. B. der Besuch meines Stammkinos, welcher je nach Filmauswahl mehrmals pro Woche auf dem Programm stand und meine Freizeitgestaltung hoffentlich bald wieder bereichern wird. Klar gibt’s Netflix und Co., aber ein Kinobesuch besteht aus so viel mehr als der Rezeption eines Films.

Generell ist mir in den letzten Monaten aufgefallen, wie wichtig Kulturangebote sind. Aus diesem Grund freue ich mich auch schon wahnsinnig auf den Tag, an dem Museen und Theater ihre Pforten wieder für Besucher*innen öffnen.

Es mag im ersten Moment für Verwunderung sorgen, aber ich sehne tatsächlich den Präsenzbetrieb an der Universität herbei. Zwei Digitalsemester haben ihre Spuren hinterlassen und ich vermisse den Austausch mit Kommiliton*innen und Dozierenden, Face-to-Face und nicht als eines von zig Quadraten auf dem Bildschirm meines Laptops. Ich kann’s kaum erwarten, dass auch das Leben im Studierendenwohnheim irgendwann wieder an Fahrt aufnimmt. Dabei denke ich nicht nur an ausschweifende Partys während des Semesters, sondern auch an gemütliche Spiel- und Filmabende in unserem Gemeinschaftsraum.

Und zu guter Letzt freue ich mich nach Corona auf die Verwirklichung eines langgehegten Traums: meinem ersten Gleitschirm-Tandemflug. Nach dem Erleben von allerlei Beschränkungen wird das Schweben über dem Himmel Garmisch-Partenkirchens wohl ein ultimatives Gefühl von Freiheit auslösen – schmerzlich vermisst und deshalb heiß ersehnt. Bis dahin dauert es wohl noch einige Zeit, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

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Wendy

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Wenn morgen die Welt wieder normal wäre, würde ich als Erstes Salsa tanzen gehen. Auf dieses gesellige Hobby musste ich nun fast ein ganzes Jahr verzichten. Endlich wieder tanzen zu gehen und dabei viele Leute zu treffen, klingt wie Musik in meinen Ohren. Die Geselligkeit würde ich direkt am nächsten Tag mit einer großen Party für alle meine Freund*innen fortsetzen.

Auch würde ich wieder nach Herzenslust verschiedensten sportlichen Aktivitäten nachgehen. Bouldern, Fitnessstudio, Tanzkurse ... die Sportstätten, Kinos und Theater würden vermutlich aus allen Nähten platzen.

Am allermeisten freue ich mich aber auf die Festivals im Sommer. Mit Freund*innen tanzen, zelten und Workshops besuchen – das volle Programm würde ich mitnehmen und in vollen Zügen genießen. Eine Reise im Anschluss darf natürlich auch nicht fehlen. Mein großer Traum ist eine Zugreise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Einmal quer durch Russland und Sibirien bis nach China. Es gibt noch so vieles zu entdecken! Und mit der neugewonnenen Freiheit nach der Corona-Pandemie wird mein Entdeckergeist mit Sicherheit besonders aufblühen.

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Mandy

Die Hoffnungen auf eine Zeit danach schwinden nicht. Oft drehen sich die persönlichen Gespräche um das „Wie geht’s weiter?“ oder „Stell dir vor, es gäbe morgen kein Corona mehr, was würden wir dann tun?“

Lange habe ich mich unter den hiesigen Bedingungen sicher gefühlt. Von zu Hause aus studieren? Kein Problem. Weniger Zwang, sich den Alltag möglichst voll zu knallen? Gerne. Doch so langsam fangen diese Sicherheiten an zu schwanken. Denn die lange unterdrückten Sehnsüchte suchen sich allmählich ihren Weg zurück an die Oberfläche.

Klar wünsche ich mir meine Reisefreiheit zurück. Gedanklich zieht es mich täglich nach Russland, wo ich mein Auslandsstudium aufgrund von Corona abbrechen musste. Und natürlich möchte ich dorthin auch wieder zurück, wenn auch nur für einen Kurztrip, einen Besuch oder ein Praktikum.

Doch erst letztens ist es mir bewusst geworden: Das, was mir wirklich fehlt, ist das gemeinsame Lachen. Die lustigen Alltagsanekdoten sind verschwunden, die sonst tagsüber auf dem Flur in der Uni, abends in der Bar oder bei einem Get-Together mit Freund*innen entstehen. Nicht umsonst sendete ich meiner Freundin letztens einen Sprachnachricht-Hilferuf über die nicht klein zu kriegende Sehnsucht nach einem geselligen Abend, nach gemeinsamen Beschwipstsein und Kichern, und das mit mehr als einer Person.

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