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Konfetti

Wird 2021 alles besser?

Manchmal hilft nur noch die Hoffnung. Die Redaktion blickt in die Zukunft und hat auch die ein oder andere Erkenntnis aus dem vergangenen Jahr gezogen.

22.12.2020

Viktoria

In Anbetracht aktueller Umstände eine wirklich gute Frage. Rückblickend war 2020 schon eine ziemliche Enttäuschung, ist man doch mit allerhand Erwartungen in dieses Jahr gegangen – und in der Regel bestanden diese nicht aus dem Wunsch, eine Pandemie samt Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu erleben. 

Dieser Tatsache zum Trotz oder gerade deswegen gab’s für mich auch einige positive Erkenntnisse: Freundschaften hielten großer Entfernung stand und intensivierten sich sogar im Laufe des Jahres, Uni geht irgendwie auch digital und beim Spaziergang durch den Charlottenburger Schlosspark lassen sich auch nach fünf Jahren noch interessante Dinge entdecken.

Mit Blick auf 2021 verbinde ich natürlich die Hoffnung, dass ein Besuch von Uni, Museum oder Kino wieder möglich wird – spontan und vor allem in netter Gesellschaft. Bis es soweit ist, heißt es, mich in Geduld zu üben und den Glauben an eine Rückkehr zur Normalität nicht zu verlieren. Aber so geht’s ja momentan fast allen Menschen und wie sagt man immer: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“

Im Gegensatz zu 2020 könnte uns 2021 jetzt mal auf besonders positive Art und Weise überraschen –  ich für meinen Teil wäre in jedem Fall bereit.

Mandy

2020 ist in einigen wenigen Tagen zu Ende. Und so ein Jahreswechsel ist immer mit Emotionen aufgeladen. Der Rückblick auf Erlebtes im alten Jahr wechselt sich mit der Neugier und den Plänen und Vorsätzen fürs neue Jahr ab. Während unser Gemüt zu dieser Zeit in weihnachtliche Stimmung verfällt, wird es um uns herum dank Last-Minute-Weihnachtsshopping hektisch und turbulent. Außer in diesem Jahr. Seit wenigen Tag herrscht nicht mehr Lockdown Light, sondern landesweite Ausgangssperren und Einschränkungen. Kein Adventsbummel, keine Weihnachtsmärkte, kein knallendes Silvester.

Da kann einem die Zuversicht auf 2021 abhanden gehen. Pläne machen geht schon eine Weile nicht mehr, zu lange schon währt die Erfahrung, dass sich jederzeit etwas ändern könnte. Nach wie vor hoffe ich, dass ich den Kommiliton*innen, die ich bisher nur auf dem Bildschirm kennenlernen durfte, dann auch mal im Offline-Modus begegnen kann. Doch das und alles andere bleibt erstmal in meiner Vorstellung. Denn ohne weder höchst optimistisch oder pessimistisch zu sein, denke ich, dass 2021 ein ähnlich zurückgezogenes Jahr wird wie 2020.

In einem bin ich mir zumindest sicher: Noch nie zuvor hatten die Menschen auf dieser Welt einen gemeinsamen Wunsch zum Jahreswechsel: zurück zur alten Normalität.

Wendy

Der Rückblick auf das Jahr 2020 fühlt sich für mich fast surreal an. Dieses Jahr ist so schnell und so langsam zugleich vorübergegangen und hat gleichzeitig so vieles bereitgehalten, was ich mir nie hätte träumen lassen. Da war die erste Quarantäne meines Lebens, wo mir zum ersten Mal die sprichwörtliche Decke auf den Kopf gefallen ist. Auch an meine Hobbys war von einem auf den anderen Tag nicht mehr zu denken. Dafür entdeckte ich neue Beschäftigungen, die ich jetzt nicht mehr missen möchte. Zum Beispiel bin ich, wie viele andere, zu einer echten Hobbygärtnerin geworden. Und auch wenn mir trotz des Lockdowns kein grüner Daumen gewachsen ist, werde ich auch in Zukunft enthusiastisch meinen Balkon bepflanzen.

Darüber hinaus haben mich Lockdowns und Quarantäne in vielen Bereichen mehr Wertschätzung und Dankbarkeit für das scheinbar Selbstverständliche gelehrt. Sei es das Tanzen auf einem Festival oder schlicht die Tage in der Bibliothek ­– ich weiß sie heute mehr zu schätzen als je zuvor.

Für 2021 steht in meinem Kopf ein großes Fragezeichen. Offen gestanden lege ich sehr viel Hoffnung in einen Impfstoff und bin guten Mutes, dass im Sommer 2021 große Teile der lang ersehnten Normalität zurückkehren werden. Die Vorstellung eines Sommers mit dem Karneval der Kulturen und den vielen Vorzügen Berlins zaubern mir ein großes Lächeln aufs Gesicht. Und ich hoffe für uns alle, dass aus dieser Vorstellung im Jahr 2021 echte Erlebnisse werden.

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