Foto: WAL_172619/PIXABAY.COM
Spreebrücke mit Fußgänger*innen im winterlichen Nebel

Winterlicher Stadtspaziergang

Spazierengehen ist vielleicht das beliebteste Hobby in Zeiten von Corona. Die Redaktion verrät ihre liebsten Strecken in Berlin.

10.12.2020

Wendy

Ein Spaziergang mit historischer Note

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass dir nach einem Tag voller Online-Kurse die Decke auf den Kopf fällt? Dann möchte ich dir einen ganz besonderen Spaziergang empfehlen, um den Kopf frei zu kriegen und eine neue Ecke Berlins kennenzulernen.

Du startest am besten vom S-Bahnhof Tiergarten oder vom Bahnhof Zoologischer Garten und läufst dann in Richtung Schleusenbrücke. Was du hier entdeckst, ist auf den ersten Blick ein gewöhnlicher Park mit Straßenbeleuchtung. Siehst du jedoch genauer hin, merkst du, dass du bereits mitten im Berliner Gaslaternen-Freilichtmuseum stehst.

Was dich umgibt, ist nämlich keineswegs normale Straßenbeleuchtung, sondern eine Sammlung historischer Gaslaternen aus ganz Deutschland. Unter den 90 verschiedenen Exemplaren, die alle mit Herkunftsort und Jahr gekennzeichnet sind, findet sich auch die älteste Gaslaterne Berlins mit einem stolzen Alter von 194 Jahren. Neben Laternen aus verschiedenen Städten der gesamten Bundesrepublik sind auch einige europäische Exemplare vertreten. Allesamt werden mit Einbruch der Dämmerung beleuchtet und ergeben zusammen einen wunderschönen Anblick. Eine perfekte Einladung zu einem Abendspaziergang mit einem Hauch Kultur.

(Foto: KARLHEINZ PAPE/PIXABAY.COM)

Viktoria

Barockes Idyll im Westen

In Zeiten von Corona und „Lockdown light“ ist ein Spaziergang an der frischen Luft eine willkommene Abwechslung. Mein Weg führt mich oftmals in den Schlosspark Charlottenburg, welcher in unmittelbarer Nähe zum Bröhan-Museum liegt.

Sobald ich in den Park eingebogen bin und sich hinter dem Schloss eine riesige Grünfläche auftut, ist der Straßenlärm des Spandauer Damms vergessen. An der Spree entlang führt mein Weg vorbei an Belvedere und Mausoleum, eine kupferrote Brücke mit einigen Liebesschlössern über den Karpfenteich. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf Schloss und Barockgarten, bekommt Schwäne und Eichhörnchen zu Gesicht.

Der Park lässt auch in Sachen Barrierefreiheit keine Wünsche offen, alle Wege sind mit Rollstuhl gut befahrbar und bieten ausreichend Bewegungsfreiheit. Auf diese Weise verteilen sich größere Menschenansammlungen problemlos, selbst Freizeitsportler*innen, zu Fuß oder auf dem Rad, finden Raum zur Entfaltung.

Die prunkvolle Architektur der Gebäude ist immer wieder aufs Neue beeindruckend und erlaubt auf einem entspannten Spaziergang durch die Natur ein Eintauchen in längst vergangene Zeiten.

(Foto: CARO SODAR/PIXABAY.COM)

Mandy

Wo Natur auf Platte trifft

Wer mag das nicht, direkt am Grünen zu wohnen, mitten in einer großen Stadt. Ich habe das schon einmal in Berlin erlebt, als ich es von meiner Wohnung aus nur wenige Gehschritte zum nächsten Park hatte. Hier in Lichtenberg ist das jetzt ähnlich, und dennoch auf andere Art und Weise charmant. Denn der nahgelegene Fennpfuhlpark liegt sicher eingebettet zwischen hochragenden Plattenbauten.

Das mag nicht für jede*n nach Idylle klingen, aber ich finde, ein Spaziergang hierher lohnt sich. Hier und da lässt es sich auf einer der Bänke direkt am Fennpfuhl verweilen. Dabei kann man den Blick am Plattenbauschick entlang einmal in die Höhe, statt in die Ferne, schweifen lassen. Eine Bildschirmpause für die Augen kriegt man hier allemal.

(Foto: URBANAUT/PIXABAY.COM)

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