Foto: Luise Wagener

Wieso schließt die Mensa bei Hitze?

Warum kommt es ab und zu vor, dass Mensen bei Hitze schließen? Wir beleuchten die Hintergründe.

von Mandy Krause

40 Grad zeigte so manches Thermometer im Juni dieses Jahres an. Die Mensa Ihnestraße hatte daraufhin für mehrere Tage geschlossen. Damit haben viele der Besucher*innen nicht gerechnet. Werkblatt erläutert, wieso die Mensa temporär schließen musste.

Was war passiert?

Als die Freie Universität am 25.06.2019 verkündete, dass die Mensa Ihnestraße aufgrund von zu hoher Hitze in den Arbeitsräumen schließen muss, war den Kommentaren bei Facebook einiges an Entrüstung abzulesen. In den Räumlichkeiten der Mensa stieg die Wärme an diesem Tag auf über 35 Grad an. Die Temperatur in Arbeitsräumen ist nicht nur eine Frage der Wahrnehmung, sondern ein Parameter, der Arbeitgeber und Arbeitnehmer*innen gleichermaßen betrifft. Während Angestellte bei heißen Temperaturen nicht einfach die Arbeit stilllegen und sich Hitzefrei gewähren können, müssen Arbeitgeber ihre Fürsorgepflicht erfüllen – und diese greift auch bei der Raumtemperatur.

Was sagt das Gesetz?

Bei Temperaturen bis zu maximal 26 Grad ist der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht dazu angehalten, Maßnahmen zur Temperatursenkung zu ergreifen. Wird es im Arbeitsraum wärmer als 30 Grad, muss der Arbeitgeber sogar Maßnahmen veranlassen. Erst ab 35+ Grad spricht die Arbeitsstättenverordnung von ungeeigneten Arbeitsbedingungen, sofern keine entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Und was sagt das studierendenWERK BERLIN dazu?

Die Arbeitsstättenverordnung gilt auch für das studierendenWERK. Deshalb gab es an diesem Tag keine andere Möglichkeit als die vorübergehende Schließung, womit man nicht nur die Arbeitnehmer*innen, sondern auch die Besucher*innen schützen wollte. Bauliche Maßnahmen, um zukünftigen Hitzewellen vorzubeugen, können nicht ohne weiteres getroffen werden. Das studierendenWERK pachtet die Räume. Das Einbauen einer Klimaanlage obliegt demnach der Universität. Hitzewellen werden auch in Zukunft nicht ausbleiben. Sollte es im Extremfall nochmals eine Mensa schließen müssen, informiert das studierendenWERK über Aushänge darüber, welche anderen Mensen fußläufig aufgesucht werden können.

 


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