Fotos: Jan Eric Euler (links), R by artefaktum/ pixelio.de (rechts)

Was bietet die Sozialberatung?

Bereichsleiterin Beatrix Gomm gibt einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Sozialberatung im STW.

von Celia Parbey

Können Sie die Sozialberatung des studierendenWERKs BERLIN einmal vorstellen?

Die Sozialberatung des studierendenWERKs besteht aus einem Team von sieben Sozialarbeiterinnen, die Studierende an drei Standorten hochschulnah beraten: auf dem Campus der TU, auf dem Campus der FU und in der Nähe des Ostbahnhofs im Wohnheim am Franz-Mehring-Platz. Grundsätzlich berät die Sozialberatung vorrangig zum Thema Studienfinanzierung. Dazu gehören in erster Linie die Themen Elternunterhalt und BAföG. Wir haben aber auch eine Stipendienberatung im Angebot. Es gibt viele Stiftungen, die nicht nur für Hochbegabte Stipendien vergeben, sondern auch an Studierende, die zielorientiert studieren und sich sozial engagieren. Wir beraten zu solchen Angeboten und geben Tipps zur Bewerbung. Darüber hinaus gibt es eine Jobberatung und eine Jobvermittlung beim studierendenWERK in der Hardenbergstraße.

Für internationale Studierende, die noch nicht so gut Deutsch sprechen, gibt es selbstverständlich auch Beratungen auf Englisch. Daneben beraten wir auch zu anderen sozialrechtlichen Fragen, zum Beispiel, ob man Anspruch auf Wohngeld hat oder was Studierende im Falle einer Schwangerschaft tun können. Dafür arbeiten wir auch mit der Stiftung Hilfe für die Familie zusammen.

Sie sprechen das Thema Studieren mit Kind an. Können sie etwas genauer erklären, wie Sie den Studierenden in so einem Fall aushelfen?

Vorrangig bieten wir Informationen über die verschiedenen Sozialleistungen, die es gibt – das Kindergeld und die Beurlaubungsmöglichkeiten zum Beispiel. Teilweise können wir die Studierenden auch selbst unterstützen. Es gibt bei der Sozialberatung finanzielle Hilfen, die man beantragen kann – nicht nur für eine Schwangerschaft. Wenn man krank wird oder einen Unfall hat und dadurch in eine vorübergehende Notlage gerät, gibt es einen Notfonds zur Unterstützung. Die Sozialberatung informiert außerdem über Darlehen, die Studierende aufnehmen können.

Zum Thema Studieren mit Kind kooperieren wir mit den Familienbüros der Hochschulen und auch mit den Kitas des studierendenWERKs. Gemeinsam laden wir mehrfach im Jahr an den Hochschulen zu Informationsveranstaltungen zu diesem Thema ein.

Wie beraten Sie die Studierenden zum Thema Studienfinanzierung?

Grundsätzlich empfehlen wir, einen Antrag auf BAföG zu stellen. Manchmal bekommen Studierende zwar nicht den vollen BAföG-Satz, aber oft können sie auf diesem Weg wenigsten eine Teilfinanzierung erhalten. Wir besprechen in den Beratungsgesprächen kurz vorab, wie die finanzielle Situation der Eltern und die eigene aussehen, und beraten dann dazu. Dafür bieten wir an jedem Standort regelmäßig Sprechstunden an, bei denen Studierende auch ohne Anmeldung vorbeikommen können.

Einige Studierende, die ihr Studium neu beginnen, sehen sich zwischen Ende der Schule und Anfang des Studiums und der BAföG Förderung mit einer Finanzierungslücke konfrontiert. Hätten Sie einen Tipp, wie diese Zeit überbrückt werden kann?

Grundsätzlich sollte man den Studienbeginn gut planen. Den BAföG-Antrag sollte man so früh wie möglich, d. h. direkt nach der Immatrikulation stellen, um eine Finanzierungslücke zu vermeiden. Mithilfe eines Nebenjobs kann man sich auch ein finanzielles Polster schaffen, um die Übergangsphase zu überbrücken. Wenn man vor Beginn des Studiums Geld vom Jobcenter erhält, kann man dort ein Darlehen beantragen, bis das BAföG bewilligt wird. Das BAföG-Amt kann theoretisch auch Vorschuss zahlen, aber nur unter ganz bestimmten, sehr strengen Voraussetzungen. Sonst könnte man sich auch mit Studienkrediten auseinandersetzen. Allerdings ist das mit Vorsicht zu genießen. Wir raten dazu, diese Lösung nur vorübergehend in bestimmten Studienabschnitten zu nutzen und nicht als komplette Studienfinanzierung.

 


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