Foto: Felix Noak / stW BERLIN
Drei Studierende schauen suchend in verschiedene Richtungen.

Personal Branding: Wie werde ich zur eigenen Marke?

Der Begriff „Personal Branding“ ist aktuell in aller Munde. Ich habe einen Online-Workshop besucht, um herauszufinden, ob es sich dabei lediglich um einen Trend oder eine nützliche Strategie handelt.

19.08.2021

von Viktoria Eckert

Zu Beginn der Veranstaltung richtet Maria Dengel vom studierendenWERK einleitende Sätze an das digitale Publikum und übergibt das Wort im Anschluss an Claudia Richardt. Sie ist u. a. Coach im Bereich Brand & Innovation, Agenturleiterin, und führt uns als Referentin durch die kommenden drei Stunden.

Folgende Frage wirft sie gleich zum Auftakt in die Runde: Wie will bzw. kann man sich präsentieren, um die eigenen Vorteile herauszuarbeiten? Im Rahmen einer sogenannten Hashtag-Vorstellungsrunde kristallisiert sich heraus, dass sich die Teilnehmer*innen des Workshops bereits ganz unterschiedliche Gedanken zu dieser Thematik gemacht haben und sich von der Teilnahme neuen Input erhoffen. Dieser Wunsch wird zugleich von Frau Richardt erfüllt, indem sie einen detaillierten Überblick zu verschiedensten Online-Plattformen gibt. Angefangen bei Facebook und Instagram zur Darstellung von Unternehmen bzw. Personen, über Xing und LinkedIn zur Jobsuche auf nationalem oder internationalem Terrain, bis zu Twitter und YouTube – welche eher zur Vernetzung mit anderen Interessierten dienen und deren Nutzung z. B. im Fitnessbereich große Vorteile mit sich bringen kann.

Im Allgemeinen gilt aber folgendes Credo: Man sollte sich mit der Zeit ein individuell passendes Netzwerk aufbauen und im Anschluss auch pflegen, eine wahllose Bespielung möglichst vieler Kanäle ist nicht anzuraten.

Mit dieser Message ging’s in die erste Gruppenarbeit. In meiner dreiköpfigen Gruppe dominierte die Meinung, dass wir einer beruflichen Nutzung von Social Media eher skeptisch gegenüberstehen – immerhin sind diese Netzwerke geradezu berüchtigt für ihre Oberflächlichkeit, sollte man sich auf solchen Plattformen tatsächlich beruflich präsentieren? Auf unsere Nachfrage entgegnete Frau Richardt folgenden Satz: „Entscheider*innen gucken alle im Internet, diese Chance sollte man nicht ungenutzt lassen." Diese Aussage ergab für uns durchaus Sinn und wir teilten nun unsere Erkenntnisse aus der Gruppenphase im Plenum, wo viele interessante Eindrücke und kleinere Diskussionen stattfanden.

Im Anschluss ging es weiter mit Gruppenarbeit Nummer zwei, diesmal stand die Vorbereitung eines persönlichen Elevator Pitchs auf dem Programm. Also 60 Sekunden Zeit, um jemanden von einer Idee oder eben auch den eigenen Qualitäten zu überzeugen – insbesondere für eher introvertierte Menschen eine potenzielle Stresssituation. Im Plenum konnten daraufhin einige ihre Überzeugungskraft unter Beweis stellen oder sich bei Bedarf noch Tipps von Frau Richardt holen.

Eine abschließende Feedback-Runde zeigt, dass es für diese Veranstaltung durchweg positive Resonanz gibt und von vielen der Wunsch nach vertiefenden Workshops dieser Art besteht. Auch ich ziehe nach drei Stunden ein zufriedenes Resümee: zur eigenen Marke werde ich mich wohl nie machen (lassen) und ein übermäßiger Fan von Social Media wird aller Voraussicht nach auch nicht mehr aus mir, aber so manche Vorteile digitaler Sphären lässt man sich wahrscheinlich doch lieber nicht entgehen – vor allem mit Blick auf die Suche nach passenden Jobs ist eine gute (Online-)Vernetzung wahrlich goldwert!

 

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