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Mensa To-Go

Redakteurin Viktoria hat das Click&Collect-System für euch getestet.

05.11.2020

von Viktoria Eckert

Im Sommer nahmen ausgewählte Mensen des studierendenWERKs wieder den Betrieb auf und öffneten ihre Pforten, um die Mägen hungriger Studis zu füllen. Wie dies unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln funktioniert, durfte ich fürs WERKblatt ausprobieren.

Normalerweise sind die Mensen des studierendenWERKs integraler Bestandteil des studentischen Miteinanders: Erster Anlaufpunkt, wenn sich im Laufe eines Tages an der Uni ein Hungergefühl breitmacht – aber zugleich auch ein beliebter Treffpunkt zum Austausch mit Kommiliton*innen über anstehende Gruppenarbeiten oder um Gespräche über Gott und die Welt zu führen.

Selbst in Zeiten von Corona sind die Mensen bemüht, den Studierenden ein Stück weit Normalität zu bieten. Im Zuge dessen besteht die Möglichkeit, über das System Click&Collect aus einer Auswahl von Speisen zu wählen und diese zur Abholung vor Ort vorzubestellen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur so viele Mahlzeiten vorbereitet und gekocht werden, wie es die Nachfrage zeigt. So handeln die Mensen nicht nur wirtschaftlich, sondern vermeiden unnötige Lebensmittel- und Verpackungsabfälle.

Auf der Website des studierendenWERKs entschied ich mich kurzerhand für eine Portion gebackenes Seelachsfilet an Kräuterremoulade und Backkartoffeln, welches es zum Zeitpunkt meines Selbstversuchs in der TU Mensa an der Marchstraße gab. Im nächsten Schritt musste ich noch ein Zeitfenster zur Abholung meiner Essensbestellung angeben, damit es nicht zu Menschenansammlungen kommt. Per Mail erhielt ich dann eine Bestellbestätigung samt QR-Code, um sich bei Abholung identifizieren zu können.

Am nächsten Tag war es soweit: mein erster Mensa-Besuch in Pandemiezeiten, quasi Mensa To-Go. Ich packte meine Mensa Card ein, welche zur kontaktlosen Bezahlung notwendig ist, und machte mich auf den Weg. Vor Ort funktionierte alles tadellos: Der QR-Code auf meinem Smartphone wurde erfasst und mir daraufhin mein Essen ausgehändigt, selbstverständlich unter Einhaltung aller Vorschriften und mit Mund-Nasen-Bedeckung. Die Kassiererin erzählt mir in diesem Moment, dass es sich bei der Verpackung um umweltfreundlichen und biologisch abbaubaren Bio-Kunststoff handelt und dass das Mitbringen eigener Behältnisse aus Gründen der Hygiene momentan nicht möglich sei. Praktisch denke ich mir auf dem Heimweg. Somit ist die Kompostierbarkeit entstehender Abfälle trotzdem gewährleistet, mein Entschluss für Click&Collect ist zugleich ein Beitrag zu nachhaltiger und verantwortungsvoller Rohstoffnutzung. Von Studierenden wird in diesem Zusammenhang übrigens kein Aufpreis verlangt, lediglich Besteck kostet bei Bedarf 20 Cent. Falls man das Essen zu Hause isst oder wiederverwendbares Besteck dabeihat, kann man sich diese Mehrkosten sparen.

Zu Hause angekommen, erhitze ich meine Mahlzeit nochmal in der Mikrowelle und lasse mir das Seelachsfilet schmecken. Stammgäste konnte die Kassiererin nach eigener Aussage noch nicht ausmachen, aber das Angebot läuft ja auch erst seit kurzer Zeit. Ich werde das Angebot der Mensen der studierendenWERKs bei nächster Gelegenheit auf jeden Fall wieder in Anspruch nehmen. In Zeiten von Homeoffice und Digitalsemester ist der Gang in die Mensa eine willkommene Abwechslung, dank Click&Collect völlig unkompliziert und frei von Infektionsrisiko – und das Wichtigste: mein Magen freut sich ebenfalls.

Foto: privat

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