Foto: ADRES RODRIGUEZ/PIXABAY.COM
Hand mit Fernbedienung vor einem großen Bildschirm

Medientipps für gute Laune

Ablenkung gegen den Lockdown-Blues: Die Redaktion teilt ihre Highlights für Unterhaltung und gute Laune.

26.01.2021

Viktoria

In den letzten Tagen und Wochen haben mir insbesondere drei Medieninhalte interessante Erkenntnisse oder Lachanfälle beschert, aber auch Lust auf ein analoges Spiel geweckt: Staffel 3 von Charité, The Queen’s Gambit und Videos der YouTuberin Coldmirror.

Die ARD-Fernsehserie über Berlins bzw. Europas berühmtestes Krankenhaus fesselte mich schon während der ersten beiden Staffeln vor den Bildschirm, indem sie die wechselvolle Geschichte dieses Hauses gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Zeiten des Nationalsozialismus thematisiert. Mittlerweile ist die Handlung in den 1960er Jahren angelangt und zeigt die Charité während des Baus der Berliner Mauer, die damals in unmittelbarer Nähe des Krankenhausgeländes errichtet wurde. Unbedingte Empfehlung für Medizin- und Geschichtsinteressierte mit Blick auf unsere Stadt!

Die Videos von Coldmirror habe ich erst vor Kurzem entdeckt und sie sorgen bei mir zuverlässig für Lachflashs. So z. B. ihre parodistischen Analysen der Harry-Potter-Filmreihe oder eine Vielzahl weiterer humorvoller Inhalte. Empfehlung für alle, die sich auf kurzweilige aber effektive Art und Weise unterhalten lassen wollen!

The Queen’s Gambit ist eine momentan ziemlich gehypte Serie, der ich nach anfänglicher Skepsis eine Chance gab. Mein Fazit: Tolle Story einer außergewöhnlichen jungen Frau, die im Laufe ihrer Kindheit und Jugend mit allerhand Herausforderungen konfrontiert wird – glücklicherweise stets von ihr wohlwollenden Menschen umgeben, die sie auf ihrem einzigartigen Lebensweg zur besten Schachspielerin der Welt begleiten. Absolute Empfehlung mit berlinischem Wiedererkennungswert! In diesem Zusammenhang bekam ich persönlich echt Lust, mich in Zukunft näher mit Schach zu beschäftigen. In Zeiten von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wahrscheinlich ein guter Zeitvertreib.

(Foto: DEVANATH/PIXABAY.COM)

Wendy

Während des Lockdowns Zuhause rumsitzen und Trübsal blasen? Fehlanzeige! Kremple die Ärmel hoch, denn das World Wide YouTube hält für sämtliche Interessen und Talente etwas bereit. Noch kein Talent vorhanden? Nur Mut, was nicht ist, kann ja noch werden!

Ich zum Beispiel habe begonnen, zeichnen zu lernen. Nach Stapeln von Übungen und Kritzeleien lockte mich der YouTube-Algorithmus auf eine besondere Form der DIYs: So fand ich mich schließlich betonmischend auf dem Fußboden unseres Wohnzimmers wieder, verwundert beäugt von meinem Freund. Endstanden sind ein paar schicke Beton-Seifenschalen. Warum auch nicht? Man kann seine Zeit auch sinnloser verbringen.

Hast du keine Lust auf DIY, ist für dich vielleicht ein guter Zeitpunkt gekommen, um ein Instrument zu lernen. Ukulele und Gitarre sind für einen Einstieg zum Beispiel sehr gut geeignet. Auch klassische Instrumente sind möglich, aber bitte an die Nachbar*innen denken!

Neben dem reinen Vergnügen können YouTube-Tutorials in Zeiten von geschlossenen Reparaturwerkstätten auch wahre Lebensretter sein. Meine einst undichte Spülmaschine kann ein Lied davon singen! Also ran an den Speck! So gehen wir garantiert als echte Profis oder Künstler*innen aus dieser Pandemie hervor – oder zumindest nicht gelangweilt.

(Foto: MARC RICKERTSEN/PIXABAY.COM)

Mandy

Erzählen sie mir von ihrer Kindheit! In seiner Talkshow My Next Guest Needs No Introduction spricht Moderator und Show-Gastgeber David Letterman mit sehr ausgewählten Gästen über Persönliches, Vergangenes und Zukünftiges. Egal ob mit Gästen wie Barack Obama, Ellen DeGeneres oder Jay-Z – in der noch andauernden dunklen Jahreszeit verleiht diese Sendung eine gewisse Leichtigkeit, denn Letterman gelingt es, auf seine Gesprächspartner*innen wirklich einzugehen. Obwohl ich Gesprächen und Interviews eher in Podcasts folge, schafft es My Next Guest Needs No Introduction, mich vor den Bildschirm zu ziehen.

Ab und zu möchte ich mich aber nicht nur allein mit Streamings amüsieren, sondern in der derzeit minimal zulässigen Gesellschaft. Dazu dient das Spiel „bezzerwizzer“ in wunderbarem Ausmaß. Die Fragen aus den Bereichen Kunst, Sport, Wissenschaft, Geschichte, Sprache, Religion und Geografie haben es in sich und sorgen hin und wieder für ein „Ich hab’s doch gewusst“ und „Noch nie gehört!“. Wer es besser weiß als seine Mitspieler*innen, kann schnell den eigenen Punktestand aufstocken. Also wer weiß denn nun, in welchem Land Amharisch Amtssprache ist?

(Foto: MOTIONSTOCK/PIXABAY.COM)

Daniela

Der Titel nimmt es schon vorweg – Drinnies ist der perfekte Podcast für den Lockdown. Zwar bin ich im Gegensatz zu den beiden Podcaster*innen Giulia Becker (bekannt aus dem Neo Magazin Royale) und Chris Sommer am liebsten unterwegs und unter Leuten, aber ihre launigen Gespräche bringen mich immer wieder zum Lachen. Neben amüsanten Anekdoten gibt es wertvolle Tipps für Introvertierte, von denen aber auch alle anderen profitieren können. Beispielsweise weiß ich jetzt, wie man den Einpackstress an der Supermarktkasse mit kleinen Tricks vermeiden kann. Daneben gibt’s abseitigen Klatsch und Tratsch – so erfahrt ihr unter anderem, welcher Promi schon mal gemeinsam mit einem Ex-RAF-Terroristen eine Tapasbar betrieben hat.

Habt ihr auch Sehnsucht nach Berlin? Klingt paradox, aber momentan ist man zwar anwesend, kann die Stadt mit all ihren vielfältigen kulturellen und Unterhaltungsangeboten jedoch gar nicht richtig erleben. Ein wenig virtuelle Abhilfe schafft die Mediathek des RBB. Meine neueste Entdeckung dort ist eine wunderbar atmosphärische Dokumentation über die Kastanienallee im Prenzlauer Berg. Den Flair der Stadt spüren könnt ihr auch in der Reihe Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt, die jedes Jahr von 1960 bis 2009 eindrucksvoll und spannend nacherzählt. Ganz nebenbei kann man sich dann schon mal eine Liste von Orten machen, die man nach dem Lockdown unbedingt besuchen möchte.

(Foto: NOELSCH/PIXABAY.COM)

#Kultur & Freizeit  #Lifestyle