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Junge Frau unterhält sich mittels Gebärdensprache auf einer Veranstaltung.

Integrationshilfen heißen jetzt Inklusionsleistungen

Studierende mit Beeinträchtigung erhalten vom studierendenWERK Leistungen zur Teilhabe am Studium. Wir haben mit Beate Domrös von der Beratung Barrierefrei Studieren über die Neuerungen gesprochen.

23.04.2021

von Daniela Kummle

Die Integrationshilfen, die Studierende mit Beeinträchtigung beim studierendenWERK beantragen können, um die erfolgreiche Teilhabe am Studium zu ermöglichen, heißen seit dem 21.1.2021 nun Inklusionsleistungen. Warum kam es zu einer Umbenennung?

Beate Domrös: Die Richtlinien zur Vergabe wurden aufgrund von notwenigen Anpassungen überarbeitet und auf Initiative der Beratung Barrierefrei Studieren bei dieser Gelegenheit in Inklusionsleistungen umbenannt. Der Begriff Integrationshilfen war veraltet, endlich verdeutlicht nun auch der Name das Ziel unserer Leistungen. Es geht um gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am Studium von Anfang an.

Ändert sich auch in der Praxis etwas für die Studierenden?

Domrös: Ja, die Freibetragsgrenzen für Einkommen und Vermögen orientieren sich nun am Bundesteilhabegesetz, sodass kaum mehr eine Anrechnung stattfindet. Auch fällt der Eigenbetrag für Bezieher*innen von Landespflegegeld weg.

Gibt es schon Feedback von Studierenden mit Beeinträchtigung bzw. Interessensgruppen von Menschen mit Beeinträchtigung? Wie werden die Umbenennung und die Änderungen wahrgenommen?

Domrös: Dass Eigenbeträge wegfallen wurde von den Studierenden als sehr positive Veränderung wahrgenommen.

 

Mehr über die Arbeit der Beratung Barrierefrei Studieren und das Studieren mit Beeinträchtigung erfahrt ihr in diesem Video.

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