How to Become Your Own Boss

Neben dem Studium selbstständig tätig zu sein, ist eine gefragte Alternative zu klassischen Studierendenjobs. Lediglich ein paar grundlegende Dinge müssen dabei beachtet werden.

10.03.2021

von Mandy Krause

Foto einer Elster

Der erste Schritt zur Selbstständigkeit …

… ist in der Regel der ausgefüllte Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei der Finanzverwaltung. Seit diesem Jahr ist das über das Elster-Programm der Finanzverwaltungen online und kostenfrei möglich. Dafür ist es ratsam, sich bereits vorab zu überlegen, mit welcher Unternehmensform die selbstständige Tätigkeit laufen soll. Unterschieden wird zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft. Wer allein Aufträge annehmen möchte, der gründet logischerweise ein Einzelunternehmen und kann von der sogenannten Kleinunternehmerregelung profitieren.

(Foto: PICTURESOFSCOTLAND/PIXABAY.COM)

Formular mit Kugelschreiber

Freiberuflich oder gewerblich tätig?

Dabei ist die Art der ausgeführten Tätigkeit richtungsweisend. Von Freiberuflichkeit wird gesprochen, wenn die Verwertung der eigenen Arbeitskraft überwiegt. Das ist bei schriftstellerischen, künstlerischen, erzieherischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten der Fall. Dann ist keine Gewerbeanmeldung im eigenen Bezirk notwendig, sondern lediglich die steuerliche Erfassung beim Finanzamt. Eine gewerbliche Tätigkeit tritt auf, wenn ein Gewerbe betrieben wird, beispielsweise Handel. Dann ist eine Gewerbeanmeldung zwingend erforderlich. Wer sich nicht sicher ist, ob die geplante Tätigkeit unter freiberuflich oder gewerblich fällt, kann sicherheitshalber beim Finanzamt nachfragen.

(Foto: KRISSIE/PIXABAY.COM)

Studentin sitzt an einem Tisch und schaut ratlos auf mehrere Formulare.

Welche Versicherung brauche ich und warum?

Als Studierende*r ist es wichtig, den Studierendenstatus bei den Sozialversicherungen nicht zu verlieren. Demnach ist es auch bei einer selbstständig ausgeübten Tätigkeit darauf zu achten, pro Woche nicht mehr als 20 Stunden zu arbeiten, um weiterhin studentisch versichert zu bleiben. Bei Beginn der Selbstständigkeit ist eine kurze Info an die jeweilige Krankenkasse sinnvoll, um spätere Missverständnisse und Nachfragen zu vermeiden. Bei der Rentenversicherung ist der Gewinn entscheidend. Da dieser aber erwartungsgemäß während eines Studiums nicht sehr hoch sein kann, haben Studierende in der Regel keine Rentenbeiträge zu befürchten. Nachfragen lohnt sich dennoch, da die Rentenversicherung für mehrere Monate rückwirkend Rückzahlungen fordern darf.

(Foto: FELIX NOAK)

Student schaut nachdenklich auf seinen Laptop.

Die richtige Rechnung schreiben

Ohne Rechnung kein Geld. Wichtig bei der Rechnung ist nicht die Form, sondern der Inhalt. In einer Rechnung müssen folgende Angaben unbedingt enthalten sein: vollständiger Name und vollständige Adresse von euch und vom Kunden, die Steuernummer, das Ausstellungsdatum der Rechnung, die Menge und Art der erbrachten Leistung, der Zeitpunkt der Lieferung (auch wenn es sich um eine Dienstleistung handelt) und eine fortlaufende Rechnungsnummer. Dabei darf jede Rechnungsnummer nur einmal vergeben werden. Später für die Einkommenssteuererklärung ist es von Vorteil, alle Rechnungen chronologisch abgelegt zu haben. Das Layout der Rechnung bleibt dabei eure alleinige Entscheidung.  

(Foto: FELIX NOAK)


Das studierendenWERK veranstaltet regelmäßig Workshops und Trainings rund um das Thema Jobben. Hier findet ihr die kommenden Termine und könnt euch für den Newsletter anmelden, damit ihr nichts verpasst.

#Good to Know – Tipps für den Studi-Alltag