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Feilen an der eigenen Arbeitsroutine

Neulich habe ich einen Kurs der Schreibberatung des studierendenWERKs zum Thema „Arbeitsroutine: To-Do Listen und Wochenplan erstellen und pflegen“ besucht.

05.10.2020

von Viktoria Eckert

– in Zeiten von Corona natürlich im Online-Format. Hier gibt’s nun einen Erfahrungsbericht und die besten Tipps zur Verbesserung eigener Arbeitsabläufe.

Prokrastination – eine Angewohnheit des Aufschiebens wichtiger Termine und Aufgaben, welche man vor allem Studierenden zuschreibt. Um diesem Klischee entgegenzuwirken und mein Zeitmanagement auf Vordermann zu bringen, nahm ich kurzerhand an besagtem Workshop teil. Sowohl die Anmeldung als auch die Verteilung benötigter Arbeitsblätter erfolgt im Vorfeld einer solchen Veranstaltung übrigens online bzw. per E-Mail.

Nachdem sich alle Teilnehmerinnen – abgesehen vom Kursleiter bestand die Runde ausschließlich aus Frauen – im digitalen Seminarraum zusammengefunden hatten und eine kurze Vorstellungsrunde folgte, ging es schon ans Eingemachte: ein erster Austausch über die Gründe, weshalb man den Weg in diesen Workshop gefunden hat. Ob ein Gefühl von Überforderung, ausartende Literaturrecherche oder Ablenkungen unterschiedlichster Art – der innere Schweinehund hat viele Gesichter.

Um diesem Phänomen entgegenzutreten, empfiehlt sich das Anlegen einer To-Do-Liste. Im Zuge dessen gab es im Seminar die erste selbstständige Arbeitsphase und die Aufgabe, diese To-Do-Liste mit eigenen Inhalten zu füllen, sprich: anstehende Termine und Verpflichtungen einzutragen, samt deren Priorisierung. Auf diese Weise wird deutlich, inwiefern unterschiedliche Abgabetermine vorliegen und es kann eine bessere Einschätzung der Dringlichkeit erfolgen.

Nachdem die Ergebnisse und Eindrücke im Plenum besprochen wurden, folgte eine kurze Pause und der Übergang zum zweiten Instrument zur Verbesserung der Arbeitsroutine: dem Wochenplan. Sinn und Zweck ist hier, sich Arbeits- und Freizeiten zu vergegenwärtigen und eventuell eine Optimierung des Zeitplans vorzunehmen. Nach abermals 15 bis 20 Minuten selbstständiger Arbeitszeit zur Ausgestaltung eines individuellen Wochenplans folgte wieder ein Austausch in großer Runde und oftmals die Erkenntnis, dass an der einen oder anderen Stelle tatsächlich noch Verbesserungspotenzial besteht.

Zum Abschluss betonte unser Seminarleiter, dass To-Do-Liste und Wochenplan nur zwei von vielen Hilfsmitteln zur Etablierung einer Arbeitsroutine sind und jede*r individuell schauen müsste, was am besten funktioniert – Beratung bietet im Einzelfall auch die Schreibberatung des studierendenWERKs. Er gab uns zuletzt mit auf den Weg, anstehende Aufgaben in möglichst kleinen Schritten zu planen, um bei deren Erledigung Stück für Stück sichtbaren Erfolg zu erzielen.

Die Teilnahme am Workshop bot mir die Gelegenheit, existierende Routinen zu überdenken und neue Impulse einfließen zu lassen – das Online-Format stellte für mich zu keinem Zeitpunkt einen Störfaktor dar. Und der wohl wichtigste Tipp zur Aufstellung von To-Do-Listen und Wochenplänen zum Schluss: Realistisch bleiben! Schließlich wurde Rom auch nicht an einem Tag erbaut.

 

#Good to Know – Tipps für den Studi-Alltag