Foto: Sandra Neumann

Dos und Don‘ts im Wohnheim

Das Zusammenleben im Wohnheim ist nicht immer ohne Hürden. Zwei Wohnheimtutor*innen und die Verwaltungsleiterin geben hilfreiche Tipps.


von Celia Parbey

Für Studierende, die neu in Berlin sind, kann das Leben im Studierendenwohnheim aufregend und stressig zugleich sein: neue Menschen, ein neues Umfeld und neue Regeln, an die sie sich gewöhnen müssen. Wir haben mit den Wohnheimtutor*innen Halil und Mariya und mit der Verwaltungsleiterin Regina Neukrantz gesprochen und die Dos und Don’ts fürs Leben im Studierendenwohnheim gesammelt.

DOs

Mariya Hristova, Wohnheimtutorin in der Coppistraße, erklärt, dass es für neue Studierende am wichtigsten ist, den Kontakt mit anderen Studierenden zu suchen. „Die Community in den Wohnheimen kann bei vielen Dingen behilflich sein: beim Lernen, beim Freund*innen finden, bei der Suche nach einem neuen Job oder einfach nur um Erfahrungen auszutauschen”, sagt Mariya. Dem stimmt auch Regina Neukrantz zu: „Das attraktive an einem Wohnheim ist, dass ich schnell Kontakt zu anderen Studierenden bekomme. Bei uns wohnt die ganze Welt.” Außerdem rät sie den Studierenden dazu, Eigeninitiative zu entwickeln und zu versuchen, Probleme untereinander zu klären. Viele Unstimmigkeiten seien nämlich auf mangelnde Kommunikation zwischen den Studierenden zurückzuführen.

Für Halil Gagam, Tutor in der Sewanstraße, ist Geduld der Schlüssel zum angenehmen Miteinander im Wohnheim. „Als Student*in lernt man definitiv eine Menge Leute aus verschiedenen Kulturen und verschiedenen Ländern kennen. Studierende müssen aufgeschlossen und bereit sein, diese Leute zu treffen. Sie müssen offen für Kommunikation sein“, erklärt der Tutor. Einen praktischen Tipp hat er auch noch: Jeder Neuankömmling sollte versuchen, sich für ein Wohnheim in der Nähe seiner Universität anzumelden. Die Wege könnten in Berlin nämlich zu einem ziemlichen Hindernis werden und an der Motivation ein Seminar zu besuchen kratzen.

DON‘Ts

Mangelnde Sauberkeit sorgt laut Regina Neukrantz immer wieder für Spannungen unter den Studierenden. „Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass die Studierenden nachdem sie zum Beispiel gekocht, etwas benutzt oder eine Party gefeiert haben den Ort wieder sauber hinterlassen. Solche banalen Dinge sind aber ein großes Problem”, sagt die Verwaltungsleiterin. Zwar gäbe es Reinigungsfirmen, die täglich ihre Runden durch die Wohnheime zögen, Studierende müssten aber verstehen, dass auch sie in der Pflicht stehen, dafür zu sorgen, dass sich alle Bewohner*innen in ihrem Zuhause wohlfühlen können. Dazu gehört auch, im Sommer nicht mit Grillkohle zu hantieren. Bei den warmen Temperaturen würden die Studierenden nämlich dazu neigen, zu grillen und anschließend die Glut nicht richtig auszumachen. Das führt zur Waldbrandgefahr, was im schlimmsten Fall fatal enden kann. „Es sind eigentlich Regeln des allgemeinen Umgangs, aber viele machen es trotzdem nicht”, sagt Regina Neukrantz.

Für Mariya Hristova sind vor allem Lärmbeschwerden ein regelmäßiges Ärgernis. Sie ruft die Studierenden dazu auf, unter der Woche keine Partys mehr zu feiern, während Kommiliton*innen fürs Studium arbeiten und lernen müssen. „Die Studis müssen lernen, Rücksicht zu nehmen auf die verschiedenen Lebensstile ihrer Mitmenschen.” 


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