Foto: Felix Noak / stW BERLIN
Professorin im Hörsaal

Digital oder Präsenz – oder irgendwas dazwischen?

Das Wintersemester 2021/22 steht in den Startlöchern. Das Werkblatt hat sich bei verschiedenen Hochschulen und Universitäten umgehört, wie die Lehre erfolgen soll.

14.10.2021

von Viktoria Eckert

Humbold-Universität Außenansicht

Humboldt-Universität zu Berlin

Laut ihrer Website geht die HU davon aus, im Wintersemester mindestens 20 bis 30 Prozent ihres Angebots in Präsenzlehre durchführen zu können. Dieses Vorhaben ist logischerweise stark abhängig von aktuellen Entwicklungen der Inzidenzzahlen. Im Zuge dieser Unsicherheit haben die Verantwortlichen drei Szenarien antizipiert, welche sich vom Ende des Pandemiebetriebs bei ausreichender Impfquote bis hin zum völligen Verzicht auf Präsenzlehre bei stark ansteigenden Infektionszahlen erstrecken. Hinweise zur individuellen Ausgestaltung einzelner Lehrveranstaltungen finden Studierende im Vorlesungsverzeichnis AGNES.

(Foto: falco / pixabay.com)

Mensa FU

Freie Universität Berlin

Ähnlich wie die HU strebt auch die FU eine weitgehende Rückkehr zur Lehre im Präsenzformat an. Selbstverständlich unter Einhaltung aktueller Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. In Präsenzlehrveranstaltungen und Prüfungen soll die 3G-Regelung zur Anwendung kommen – also Zugang für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Zusätzlich wird es wohl eine elektronische Anwesenheitsdokumentation für Teilnehmer*innen an Präsenzveranstaltungen geben. Die Durchführung digitaler oder hybrider Lehrformate ist in ausgewählten Bereichen jedoch weiterhin möglich.

(Foto: Luise Wagener / stW BERLIN)

Studierende im Lichthof der TU

Technische Universität Berlin

Die TU legt den Fokus bei der Umsetzung von Präsenzlehrveranstaltungen ebenfalls auf eine Anwendung der 3G-Regel. Die Verantwortlichen begrüßen eine Rückkehr an den Campus, es werden jedoch nicht alle Lehrveranstaltungen vor Ort stattfinden. Insbesondere mit Blick auf Vorlesungen mit hohen Teilnehmer*innenzahlen hat sich im Laufe dreier Online-Semester die Produktion von Lehrvideos als effektive Methode der Lernstoffvermittlung erwiesen und soll nun auch in Zukunft Anwendung finden. Eine synchrone Durchführung vor Ort wird u. a. für Übungen, Tutorien oder Seminaren vorgesehen, allesamt Veranstaltungen in eher kleinem Rahmen. Wichtig zu wissen: eine digitale Übertragung jener Präsenzlehrveranstaltungen wird es in der Regel nicht geben, Anwesenheit ist also Pflicht.

(Foto: Felix Noak / stW BERLIN)

Digitales Seminar

Alice Salomon Hochschule Berlin

Die ASH setzt als eine Vertreterin der kleineren Berliner Hochschulen auch im Wintersemester weitestgehend auf Lehre im Online-Format und bietet Präsenzlehrveranstaltungen nur in eingeschränktem Rahmen an. In den Genuss jener Formate vor Ort sollen vor allem Studierende am Anfang ihres Studiums kommen. Flankiert wird dieses Vorhaben auch hier von einem umfassenden Covid19-Testkonzept und entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln.

(Foto: Felix Noak / stW BERLIN)

Orchestermusiker*innen

Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

Im Rahmen ihres Corona-Managements beruft sich auch die Hochschule für Musik auf die Anwendung der 3G-Richtlinie, welche stichprobenartig kontrolliert werden soll. Eine Teilnahme an Seminaren, Praxisformaten oder Präsenzprüfungen ist andernfalls im Wintersemester 2021/22 nicht möglich. Der Eintritt ins Gebäude wird außerdem an das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske und der Registrierung im Raumprogramm ASIMUT geknüpft; im Innenraum gilt die Einhaltung üblicher Abstands- und Hygienemaßnahmen. (Prüfungs-)Vorspiele/Vorsingen oder Vortragsabende finden ebenso unter Erfüllung von 2G oder 3G statt, in Sälen gilt die verbindliche Einhaltung von Maximalbelegungen.

(Foto: HeungSoon / pixabay.com)

Studierende vor einem Gemälde

Kunsthochschule Berlin Weißensee

Auf Basis von 3G sehen die Verantwortlichen der Hochschule die Möglichkeit, dass prinzipiell alle Lehrveranstaltungen und der Werkstattbetrieb im Wintersemester wieder in Präsenz stattfinden können. Die Schaffung geeigneter Online-Formate liegt im individuellen Ermessensspielraum der Lehrenden. Fehlt ein Impf- oder Testnachweis, wird die Teilnahme an Präsenzformaten untersagt. Im Zuge einer lückenlosen Kontaktnachverfolgung müssen sich alle Studierenden bei Lehrveranstaltungen, in jeglichen Fachgebietsräumen oder Ateliers, beim Besuch von Bibliothek und Werkstätten usw. verpflichtend in eine Anwesenheitsdokumentation eintragen.

(Foto: Felix Noak / stW BERLIN)

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