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Smartphone sinkt in ein Glas mit frisch gepresstem Saft

Digital Detox: die Suche nach der perfekten Balance in außergewöhnlichen Zeiten

Im Rahmen des Dark Weeks Festivals nahm ich an einem Workshop zum Digital Detox teil – aktuell nur eines von vielen digitalen Events des studierendenWERKs.

11.12.2020

von Viktoria Eckert

Ich gehöre selbst zur Generation sogenannter Digital Natives, bin mit technischen Errungenschaften wie dem Internet, Computer und Smartphone aufgewachsen. In Zeiten von Corona, samt Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, sind sie wichtiger denn je: heißer Draht zu weit entfernter Verwandtschaft, Freund*innen und Tor in die Welt.

Halil, der Leiter unseres Workshops, empfiehlt eine maßvolle Nutzung von Smartphone und Co. – ansonsten leiden z. B. die Schlafqualität, die Konzentrationsfähigkeit und das eigene Wohlbefinden. Allesamt sind potenzielle Anzeichen für die Notwendigkeit eines Digital Detox.

Dieses Vorhaben kann unterschiedlichste Formen annehmen und hängt vom individuellen Medienkonsum ab. Auf Plattformen wie Twitter und Instagram lassen sich Accounts oder Hashtags beispielsweise gezielt einschränken, welche die Aufmerksamkeit sonst immer wieder aufs Neue auf die Probe stellen und produktives Arbeiten erschweren würden. Der YouTube-Algorithmus endloser Videoempfehlungen lässt sich ebenfalls umgehen, indem man ein spezielles Add-on für den Browser installiert. Völliger Verzicht ist natürlich auch eine Möglichkeit: Eine Teilnehmerin des Workshops berichtet, dass sie ihr Smartphone von Zeit zu Zeit aus ihrem Sichtfeld entfernt und sich in der Folge besser auf die Erledigung von Aufgaben fokussieren kann. Also getreu dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“.

Neueste Technik lässt sich aber auch im Sinne der Produktivität nutzen, verschiedene Apps unterstützen ein gutes Zeitmanagement oder bieten Entspannungsübungen im stressigen Alltag und sind in den meisten Fällen sogar kostenlos verfügbar. Wie bereits zu Beginn des Artikels erwähnt, ist alles eine Sache der Ausgewogenheit – die Suche nach der perfekten Balance im Digitalen.

Das Dark Weeks Festival wird übrigens unter Federführung des Büro Kultur & Internationales (BKI) und der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle des studierendenWERKs BERLIN veranstaltet. Idee und Ziel des 1. digitalen Festivals zur Corona- und Winterdepression ist es, etwas Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen und den Studierenden einen Anlaufpunkt in Zeiten des Verzichts zu bieten. In den vergangenen zwei Wochen wurde beispielsweise schon gefeiert, gebastelt und gesungen – alles im sicheren, digitalen Raum und trotzdem in Gemeinschaft. Denn irgendwie geht es allen Studis aktuell ähnlich: man vermisst gesellige Abende und würde sogar lieber zu Seminaren in die Uni fahren, als ewig in der Wohnung zu sitzen und die Gesichter von Dozierenden oder Kommiliton*innen nur auf dem Bildschirm zu betrachten.

Und jetzt die gute Nachricht zum Schluss: Das Festival ist noch nicht zu Ende, läuft bis einschließlich nächste Woche. Am Montag (14.12.) findet ein Dankbarkeitsworkshop statt, am Dienstag (15.12.) gibt’s die Möglichkeit, Hatha und Lachyoga auszuprobieren. Tolle Gelegenheiten, um auch in außergewöhnlichen Zeiten in Austausch zu treten und Körper und Seele etwas Gutes zu tun.

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