Foto: Oliver Cole
Graffiti mit dem Wort

Die Welt verändern mit Common Purpose

Noch bis 16. Mai können sich Studierende zum Workshop „Wie kann ich die Welt verändern?“ anmelden. Im Interview verrät Anne Seubert, Programmdirektorin bei Common Purpose und Moderatorin der Veranstaltung, warum ihr mitmachen solltet.

30.04.2021

von Daniela Kummle

Frau Seubert, Könnten Sie Common Purpose kurz vorstellen?

Common Purpose ist eine gemeinnützige Organisation, die vor über 30 Jahren in Großbritannien gegründet wurde und heute in diversen Ländern aktiv ist, so z. B. in Hong Kong, den USA oder auch Südafrika. Common Purpose Deutschland gibt es seit über 15 Jahren an inzwischen acht Standorten.

Das Ziel von Common Purpose ist, Menschen, die führen und gestalten, zu vernetzen, um gemeinsam grundlegende gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen. „Leading beyond authority“ ist so ein Stichwort. Es geht um das Gemeinwohl – nicht immer im Großen, sondern auch direkt vor Ort im Kleinen, z. B. um die Stadtgesellschaft.

Unsere verschiedenen Formate und Angebote richten sich an Führungskräfte, aber auch an Schüler*innen, Azubis oder eben Studierende. Wir möchten Menschen aus verschiedensten Bereichen zusammenbringen, einen Perspektivwechsel ermöglichen, raus aus der eigenen Komfortzone.

Gibt es diesen Workshop für Studierende zum ersten Mal, bzw. zum ersten Mal online?

Der Workshop findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Bislang lief er nur in anderen Ländern und auf Englisch. Aber er war schon immer digital, nicht erst seit der Pandemie. Daher können wir hier auch schon auf Erfahrungen zurückgreifen, was gut funktioniert. Und wir haben online die Möglichkeit, Studierende bundesweit zu vernetzen, statt uns auf eine Stadt zu fokussieren.

Mittlerweise gibt es ja viele Online-Konferenzen, Workshops etc. Warum sollen Studierende denn unbedingt bei dieser Veranstaltung mitmachen?

Ich denke, dass sich unser Workshop insbesondere durch die Dramaturgie unterscheidet. Der Titel ist ja schon ein Call to Action. Durch das Netzwerk von Common Purpose ist eine große Heterogenität gegeben, was unsere Speaker betrifft. Und Common Purpose hat, wie schon erwähnt, viel Erfahrung mit digitalen Formaten. Wir setzen besonders auf Interaktivität, sodass echte, offene Dialoge entstehen und bei den Teilnehmenden eine Transformation ausgelöst wird, die weit über den Workshop hinaus wirkt und in Bewegung bringt. Das ist auch das Feedback, das wir in der Vergangenheit bei ähnlichen Veranstaltungen erhalten haben.

Sie sprechen es ja schon an: Wie schafft man es denn, dass tatsächlich Interaktion entsteht? Oftmals bleibt man als Teilnehmer*in von Online-Events doch etwas passiv bzw. sind die Hürden online vielleicht größer, in ein Gespräch einzusteigen.

Deswegen setzen wir auf die Kleingruppenformate. Wir möchten Dynamiken schaffen, wo die Leute wirklich ins Gespräch kommen, sich einbringen – und zwar auf Augenhöhe. Wir hören dadurch immer wieder, dass unsere Teilnehmenden überrascht sind, wie intensiv, ja geradezu intim sich Begegnungen auch online anfühlen und echte Gänsehautmomente entstehen können, wie es eine Teilnehmerin letztens so schön beschrieb.

Welchen Vorteil haben Studierende, teilzunehmen?

Natürlich hätte man etwas verpasst, wenn man nicht dabei ist! (lacht) Und die Studierenden werden hier auf tolle Impulsgeber*innen treffen, die leidenschaftlich die Welt verändern und Inspiration weitergeben. Durch das Kleingruppenformat erhält man echte „Behind the scenes“-Eindrücke. Die Speaker sind hier eben nicht nur auf der großen Bühne zu sehen, sondern man kommt wirklich ins persönliche Gespräch. Außerdem wird es einen Moment des Innehaltens geben, in dem jeder für sich genau diese Frage beantwortet: Was bedeutet das alles für mich? Was nehme ich mit?

Aber es liegt auch an den Teilnehmenden selbst, ob die Veranstaltung ein Erfolg wird. Mein Rat: Seid offen, bringt euch ein mit all euren Fragen, Ideen und auch Unsicherheiten. Und natürlich: Nutzt die Chance, euch zu vernetzen. Der*die einzelne kann etwas verändern! Und in der Gemeinschaft ist viel mehr möglich, als man es sich alleine überhaupt vorstellen kann.

 

Neugierig geworden? Hier kannst du dich anmelden.

 

#Kultur & Freizeit  #Nachhaltigkeit  #News