Foto: Luise Wagener

Die Veggie 2.0 hat eröffnet. Was sagt die Kundschaft?

Am 23. April wurde die erste vegane Mensa Berlins offiziell eröffnet. Wir haben uns vor Ort bei den Gästen umgehört.

von Cosima Kopp

Auf dem Speiseplan der am TU-Campus gelegenen Veggie 2.0 stehen ausschließlich vegane Gerichte. Im Studienalltag bleibt oft nicht die Zeit, zuhause zu kochen, und unterwegs etwas zu essen zu kaufen, ist oftmals teuer und ungesund. In der Veggie 2.0 gibt es jetzt rein pflanzliche Gerichte, die dem studentischen Geldbeutel gerecht werden.


Aksinja (23) studiert Wirtschaftsingenieurswesen an der TU und ernährt sich seit 3 Jahren vegan. „Es kam sehr unerwartet, dass die TU die vegane Mensa bekommen hat”, sagt sie. „Die Humboldt-Universität und Freie Universität wirken in der Richtung sonst viel innovativer. Gefreut hat es mich trotzdem.” Besonders das vielfältige Angebot weiß Aksinja zu schätzen, statt „Einheitsbrei” gibt es in dieser Mensa mehrere täglich wechselnde Hauptgerichte. Vegan zu leben sei sonst auch viel mit Planen verbunden, meint die Studentin. „Ich muss mir jetzt keine großen Gedanken mehr machen. Davor musste man sich informieren, was es genau an dem einen Tag zu essen gab.”


„Wegen des normalen Kantinenessens würde ich nicht herkommen”, sagt Mirko, der unweit der TU arbeitet. Etwa zweimal in der Woche geht er in der Mensa essen. Wichtig sind für ihn vor allem Frische, Qualität und Geschmack. Vegetarier oder gar Veganer ist er jedoch nicht. „Ein Gericht ohne Fleisch würde ich mir Zuhause nicht kochen”, sagt er.


Tamara (22) studiert Economics an der TU und lebt seit einem Jahr vegan. Der erste Besuch in der Mensa überzeugt. Sie schätzt vor allem den geringen Aufwand und die günstigen Preise. Der vegane Lebensstil werde immer mehr von der Gesellschaft anerkannt, trotzdem sei es eine Seltenheit, einfach das Essen nehmen zu können, das lecker aussieht. Auch in ihrem Umfeld hat Tamara Veränderungen bemerkt, so habe ihr Freund, der eigentlich Fleischesser ist, seinen Fleischkonsum mittlerweile erheblich reduziert.


In der Mensa fast täglich zu Gast sind Teo (23) und Tammam (26); beide studieren Elektrotechnik an der TU. Schon in der Testphase waren sie mehrmals in der neuen Mensa essen. Um der Umwelt etwas Gutes zu tun, achten beide auf ihren Konsum von tierischen Produkten. Seit kurzem ist Teo Vegetarier, die Umstellung sei ihm nicht schwergefallen. Und auch Tammam meint, „wenn Fleisch, dann bewusst”. Es sei zwar mittlerweile in der Gesellschaft mehr akzeptiert, jedoch finden die beiden, dass ihre Kommiliton*innen offener sein könnten, mal Neues auszuprobieren. „Die Mensa sollte gerade an die TU kommen, da hier alle Hähnchen Cordon Bleu essen”, meint Teo.

Foto: Luise Wagener

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