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Des Rätsels Lösung finden

Das Pubquiz liegt im Trend. Unsere Redakteurin hat sich näher mit dem Thema befasst.

30.04.2019

von Mandy Krause

Dort, wo Menschen um einzelne Tische herumsitzen, die Köpfe in der Mitte zusammenstecken und etwas auf Zettel kritzeln, wo alle zwei Minuten ein Jingle ertönt, um darauf hinzuweisen, dass die Zeit abgelaufen ist, wo in regelmäßigen Abständen Jubelschreie oder enttäuschtes Raunen zu hören ist – dort findet nicht selten ein Pubquiz statt. In Teams treten Menschen in Kneipen, Cafés und Bars gegeneinander an. Am Ende winkt ein Preis. Wo der Spieltrend herkommt und wieso er von so großer Beliebtheit ist – wir lösen auf:

Vom nationalen Volkssport zum globalen Hit

Das Pubquiz, hierzulande auch Kneipen– oder Tablequiz genannt, kommt ursprünglich aus Großbritannien und Irland. Fast jeder Pub bietet an einem Tag in der Woche einen Quizabend an. Zusätzlich zum einsamen Kreuzworträtseln zu Hause treffen sich Jung und Alt dann in einer Kneipe, um sich mit einem originellen Teamnamen in die einzelnen Rätselrunden zu stürzen. Es wird vermutet, dass die Entstehung von Pubquizzes mit der Zunahme von Quizsendungen im Fernsehen zusammenhängt und die Kneipenbesucher*innen schon damals gern bei einem Getränk die Sendungen auf dem Bildschirm verfolgt und (gegeneinander) mitgeraten haben. Auf den britischen Inseln ist kollektives Rätseln so zu einer Art Volkssport geworden.

Das spielerische Rennen gegen sich und die anderen

Teamnamen wie „Whiskypedia“, „Les Quizerables“ oder „The team next to us is cheating” machen den Kampf um möglichst viele richtige Antworten noch eine Spur humorvoller und ehrgeiziger. Doch was macht gemeinschaftliches Rätseln so beliebt?

Viele Menschen sehen einen Reiz darin, sich mit der eigenen Leistung und der anderer zu vergleichen. Dabei darf sogar noch frei und spielerisch gedacht werden. Eine richtige Antwort gleicht damit einem persönlichen Erfolgserlebnis. Dabei gewinnt nicht automatisch der mit dem größten Allgemeinwissen. Denn auch unnützes unspezifisches Wissen kann Punkte liefern.

Die Bandbreite an Spiel- und Fragevariationen macht es zusätzlich interessant und abwechslungsreich. Verschiedene Rubriken wie Gesichter- und Prominentenraten, Wortspiele, darunter beispielswiese Anagramme, aber auch Fragen zum Allgemeinwissen oder das Erkennen von Popsongs gehören dazu. Die Antwort wird häufig auf einen Zettel geschrieben und dem Quizmaster nach jeder Runde überreicht. Am Ende wird ausgezählt und das Siegerteam benannt.

Pubquizzen in Berlin

Auch in Berlin kommen Rätselfreunde auf ihre Kosten. Mehrere Kneipen und Bars bieten regelmäßig Quizabende an. Die Nachfrage nach dieser Art Freizeitaktivität steigt. Neben dem Abchecken der eigenen ‚Lösungsfähigkeit‘ können vor allem Neuberliner*innen und internationale Studierende in geselliger Runde über die gemeinsame Freude am Knobeln Anschluss finden, denn viele der Pubquizze finden auf Englisch statt. So auch das Pubquiz, welches am 16.05. vom studierendenWERK BERLIN veranstaltet wird. Mehr Infos und Anmeldung

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