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Der Sozialbeitrag – Unterstützung von Studis für Studis

Semesterticket, AStA, studierendenWERK … Wofür wird eigentlich mein Semesterbeitrag verwendet? Was der darin enthaltene Sozialbeitrag ist und was das studierendenWERK damit anstellt, erfahrt ihr hier.

08.10.2020

von Marc Bräutigam

Was ist der Semesterbeitrag?

Der Semesterbeitrag ist eine Pflichtabgabe zum Studieren an einer deutschen Hochschule. Diese kommt allen studienrelevanten Dienstleistungen und Einrichtungen zugute, die einem als Studierende*r während des Studiums zur Verfügung stehen. Der Beitrag liegt bei den meisten staatlichen Unis zwischen 200 und 400 Euro. Damit werden die Vertretung der Studierendenschaft (AStA), die Verwaltung eures Studiums, euer Semesterticket und auch das jeweilige Studierendenwerk finanziert. Darüber hinaus hat das Zahlen des Semesterbeitrages weitere Vorteile: An vielen Unis sind vielfältige Sozial- und Kulturleistungen inbegriffen, zum Beispiel der freie oder vergünstigte Eintritt in Museen und Theater.

Was ist der Sozialbeitrag?

Der Sozialbeitrag ist der Teil des Semesterbeitrages, der an das Studierendenwerk geht. Wenn ihr mit eurem Tablett in der Mensa steht, trägt dieser halbjährliche Beitrag also sowohl zur Finanzierung des Essens, als auch der Angestellten bei. Gar nicht so unwichtig, was? An den staatlichen Hochschulen gehen 54,09 Euro an das studierendenWERK – dies entspricht rund 17 Prozent des gesamten Semesterbeitrages. Und das spielt für das studierendenWERK BERLIN eine erhebliche Rolle! Die Beiträge der Studierenden machen nämlich rund ein Fünftel der Gesamteinnahmen aus, der Rest sind Landeszuschüsse sowie die generierten Umsätze. Alle Einnahmen zusammen werden anschließend wohlüberlegt eingesetzt, natürlich alles non-profit.

Wofür wird der Sozialbeitrag genau verwendet?

Einen großen Teil der Ausgaben des studierendenWERKs machen neben Personal- und Materialkosten die Mensen und Coffeebars aus. Was du sicherlich nicht wusstest: Um den Studierenden Verpflegung zu einem günstigen Preis anbieten zu können, sind die Mensapreise nicht einmal kostendeckend! Weitere Teile des Sozialbeitrages und der anderen Einnahmen fließen in die Beratungsangebote des studierendenWERKs, etwa in die Beratung zur Studienfinanzierung, zum barrierefreien Studium, die psychologische Beratung oder die Schreibberatung. Auch Kulturangebote, Workshops und das Tutor*innenprogramm werden von den Einnahmen finanziert. Lediglich die Wohnheime sowie die Kitas werden nicht durch den Sozialbeitrag gestützt. „Berlin hat im Bundesvergleich einen sehr niedrigen Sozialbeitrag. Gerade in der aktuellen Situation sind wir natürlich bestrebt, die Belastung für Studierende nicht noch weiter zu erhöhen“, sagt die Pressesprecherin des studierendenWERKs Jana Judisch. Tatsächlich müsst ihr vor einem plötzlichen Explodieren des Beitrages keine Angst haben: Eine Änderung muss vom Verwaltungsrat beschlossen werden, der zur Hälfte mit Studierenden besetzt ist. „Sie sind eine sehr starke Vertretung der Studierendeninteressen und tragen sehr dazu bei, dass der Sozialbeitrag seinem Namen – sozial zu sein – weiter entsprechen kann“, so Judisch weiter.

Fest steht, dass im Semesterbeitrag so einiges enthalten ist – und dass das studierendenWERK BERLIN dir mithilfe des Sozialbeitrages vielfältige Dienstleistungen und Angebote präsentieren kann, um dein Studienleben zu verbessern. Übrigens: Auch das Werkblatt wird mit einem Teil der Sozialbeiträge unterstützt. So bleiben wir dein Wegbegleiter mit Antworten zu allen wichtigen Fragen rund ums Studium.

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