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Studierende mit Fahrrädern

Das neue alte Fahrrad: Was du beim Kauf gebrauchter Räder beachten musst

In einer Großstadt wie Berlin darf besonders in Pandemie-Zeiten ein Fahrrad nicht fehlen.

31.03.2021

von Wendy Sexton

Doch so schön das Radfahren in der Hauptstadt auch ist, umso größer ist der Ärger, wenn der geliebte Drahtesel spurlos verschwindet. Leider ist Diebstahl in Berlin wohl der häufigste Grund für die Anschaffung eines neuen Fahrrads. Aber vielleicht möchtest du auch nur deine alte Rostlaube durch ein besseres Modell ersetzen. In jedem Fall ist ein gebrauchtes Rad sowohl für das Studierendenbudget als auch in Sachen Nachhaltigkeit die beste Wahl. Aber Augen auf beim Fahrradkauf! Auf folgende Punkte solltest du unbedingt achten:

Sieh genau hin!

Auch wenn du kein*e Fahrradexpert*in bist, solltest du ein gebrauchtes Fahrrad vor dem Kauf genau unter die Lupe nehmen. Ist die Kette verrostet oder stark verschmutzt? Sind die Bremsen stark abgefahren? Sind die Reifen porös oder die Felgen gekrümmt? Vieles kann zwar ausgetauscht werden, für die Preisverhandlung ist das Erkennen von Mängeln aber von entscheidendem Vorteil. Außerdem kannst du dann besser einkalkulieren, ob zusätzliches Budget für Ersatzteile erforderlich ist. Die Wartungszeit in der Reparaturwerkstatt musst du natürlich auch im Hinterkopf behalten.

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Testen, testen, testen!

Dieses Credo hört man im Moment öfter. Aber es gilt ebenso beim Kauf von Gebrauchträdern. Wenn du die Möglichkeit hast, entführe das potentielle neue Rad unbedingt auf eine Spritztour. Schalte einmal durch die Gänge, um zu sehen, ob die Kette flüssig umspringt und teste auch die Bremsen aus. Höre zudem beim Schieben genau auf Schleifgeräusche. Kaufst du das Rad online, hast du diese Option leider nicht. Bestehe deshalb unbedingt auf viele Fotos.

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Vertrauenswürdige Verkäufer*innen

Neben den äußeren Merkmalen des Fahrrads sollte auch die Vertrauenswürdigkeit des*der Verkaufenden bei deiner Wahl ausschlaggebend sein. Schließlich willst du kein Fahrrad kaufen, das vor Kurzem an anderer Stelle gestohlen wurde.

Am sichersten ist es, bei einem*r richtigen Fahrradhändler*in einzukaufen. Diese*r hat eine Auswahl an professionell gewarteten Rädern und kann dich in der Regel auch gut beraten. Die vermutlich günstigeren Optionen sind Verkaufsportale und Flohmärkte. Bleibe aber skeptisch beim Privatkauf! Stelle Fragen zur Vorgeschichte des Fahrrads und sieh, ob du sichere Antworten erhältst. Im Idealfall hat der*die Verkaufende zudem noch eine Rechnung vom Kauf oder einer früheren Reparatur vorliegen.

Eine weitere Option ist das Ersteigern vergessener oder zurückgelassener Fahrräder von Polizei, Bahn oder Bezirk. Bei Versteigerungen kannst du zwar echte Schnäppchen ergattern, du kaufst aber unter Umständen die Katze im Sack. Sei dir also bewusst, dass ein solches Fahrrad eventuell noch viel Zuwendung braucht.

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Bestehe auf einen Kaufvertrag

Auch wenn es sich um einen Privatkauf handelt, solltest du auf einen Kaufvertrag bestehen. Es gibt dazu sogar eine kostenlose Vorlage des ADAC im Internet. Durch den Ausschluss der Sachmängelhaftung haftet der Verkaufende zwar nicht für mögliche Mängel am Rad, du hast aber seine*ihre Kontaktdaten, sodass du die Person im Fall der Fälle kontaktieren kannst.

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Mit diesem Wissen in der Hinterhand kann die Suche nach deinem neuen zweirädrigen Gefährten losgehen. Viel Erfolg und gute Fahrt!

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