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Ein Student schaut auf sein Tablet, auf dem die Startseite BAföGdigital zu sehen ist.

BAföGdigital: Antragstellung per Mausklick

Die Antragstellung rund ums BAföG ist für Studierende oftmals ein Akt von Bürokratie und zahlloser Papierstapel. Ein neuer Online-Antragsassistent soll Abhilfe schaffen. Ich habe ihn im Selbstversuch getestet.

26.11.2020

von Viktoria Eckert

Zu Beginn dieses Vorhabens ist es eine Notwendigkeit, mir auf der Website ein sogenanntes BAföG-Konto einzurichten. Kein Problem, Benutzername und Passwort sind schnell gefunden und die Registrierung erfolgreich abgeschlossen. Im nächsten Schritt steht die Beantwortung einiger Auswahlfragen an, um meinen Antrag zu konfigurieren, z. B. ob es sich um einen Erstantrag handelt oder was mein aktueller Familienstand ist. Alles sehr intuitiv und mit einem Klick zu beantworten.

Nach erfolgreicher Übertragung der Daten erhalte ich eine Antrags-ID und muss nun Angaben zu verschiedensten Eckpunkten des Antrags tätigen (u. a. Ausbildung, Lebenslauf, Finanzen), welche auch schon vor der Digitalisierung von Relevanz waren. Auch in dieser Phase der Antragstellung finde ich mich auf der Plattform gut zurecht, zur Not bieten Info-Buttons weitergehende Tipps und Tricks.

Eltern und Ehepartner*innen können ihre Einkommenserklärung übrigens auch auf digitalem Wege beisteuern, wofür ein Einladungslink zum Online-Formular verschickt wird. Alternativ besteht die Möglichkeit, entsprechende Dokumente im PDF-Format herunterladen und am Ende des Prozesses per Upload hinzuzufügen. Ohnehin ist es so, dass eine vollkommen digitale Einreichung des BAföG-Antrags die Online-Ausweisfunktion bzw. e-ID voraussetzt. Wer auf eine Aktivierung dieser Funktion beim Personalausweis verzichtet hat, muss den Antrag per Post oder unterschriebenem Upload einreichen.

Ich habe inzwischen alle notwendigen Angaben getätigt und bin an dem Punkt angelangt, wo entsprechende Nachweise hochgeladen werden. Einzeln und übersichtlich sind die Kategorien und Bearbeitungsschritte aufgeführt, was für ein hohes Maß an Transparenz sorgt. Und falls man den Prozess der Antragstellung mal unterbrechen muss, wird der aktuelle Stand zwischengespeichert und man kann ihn zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Mein Selbstversuch nimmt letztlich 30 Minuten in Anspruch – und hat mich überzeugt: BAföGdigital besticht durch intuitive Bedienung und Kompaktheit, vorbei die Zeiten lästigen Zusammensuchens von Formblättern und unverständlichen Formulierungen. Hätte ich meinen eigenen Antrag nicht schon vor Wochen über das inzwischen abgeschaltete Portal gestellt, BAföGdigital hätte mir viel Zeit und Mühen erspart.

Da sich die Plattform noch in der Pilotphase befindet, ist sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt erst in fünf Bundesländern verfügbar. Nach erfolgreicher Erprobung unterstützt sie dann hoffentlich Studierende im gesamten Bundesgebiet bei der Antragstellung und trägt einen großen Teil dazu bei, dass Nachfrage und Attraktivität des BAföG in Zukunft weiter ansteigen.

 

Eine Anleitung für die Plattform findest du außerdem hier im Video:

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