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Wunderkerze

„Neues Jahr, neues Glück“ – Über gute Vorsätze für 2021

„Nächstes Jahr wird alles besser“. Diesen Satz hört man eigentlich in jedem Jahr, doch hat er selten eine solche Bedeutung wie 2020.

18.12.2020

von Wendy Sexton

Doch was wird aus unseren Vorsätzen, wenn das kommende Jahr noch so ungewiss ist? 

Die Sektkorken knallen und schon sind sie da – die guten Vorsätze. Der Zauber des Jahreswechsels weckt in uns das Bedürfnis, kleine oder große Veränderungen in Angriff zu nehmen – getreu dem Motto „Neues Jahr, neues Glück.“

Bei der Schaffung guter Vorsätze hat jede*r ihre*seine ganz eigene Vorgehensweise. Ich habe jedoch festgestellt, dass man sie in drei Kategorien unterteilen kann:

1. Die Übermotivierten

Da wären zum einen die besonders ehrgeizigen Menschen, die sich zum Beispiel vornehmen, im neuen Jahr täglich Sport zu treiben. Häufig wird dies durch die Schaffung von Fakten untermauert – sei es durch die Anmeldung im Fitnessstudio oder die Anschaffung eines neuen Rennrads. Dass dies nur bedingt funktioniert, beweisen nicht zuletzt die Fitnessstudios, deren hohe Besucherzahlen zu Beginn des Jahres Woche für Woche stetig abnehmen.

2. Die Halbherzigen

„Ich will vielleicht weniger Schokolade essen, aber das ist irgendwie schwer“. Bei so vielen vagen Worten in einem Satz überraschen mangelnde Ergebnisse kaum. Solche halbherzigen Vorsätze sind häufig direkt nach dem Anstoßen schon wieder Geschichte. Doch sie beruhigen das Gewissen, zumindest einen guten Vorsatz gehabt zu haben.

3. Die Vorsatzfreien

In Erwartung toller Inspirationen fragte ich viele meiner Freund*innen nach ihren Neujahrsvorsätzen und erhielt häufig ein großes „Nichts“ als Antwort. Die Motive mögen verschiedener Natur sein: Sei es die Einsicht, dass man den Vorsatz sowieso nicht einhalten wird oder die Bequemlichkeit, es nicht einmal auszuprobieren.

Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Die Kunst besteht darin, weder zu verbissen noch zu locker an die Sache heranzugehen und sich vor allem realistische Ziele zu stecken. Auch die Motivation hinter den Vorsätzen will überlegt sein, denn am Ende ist alles auch eine Frage des Mindsets.

Die Corona-Pandemie führt zu einer anderen Ausgangslage in diesem Jahr. Und wo viel Ungewissheit herrscht, ist es schlicht und ergreifend schwierig, konkrete Pläne zu schmieden. Aber auch wenn dadurch viele Neujahrsvorsätze ausbleiben, so gibt es dafür umso mehr Ideen für die Zeit nach den Lockdowns und nach der Pandemie. Die damit verbundene Motivation, wenn wir früher oder später unsere Freiheit zurückgewinnen, wird sicher eine ganz andere sein als die zum Jahreswechsel. Dann kommt die echte Magie eines neuen Lebensabschnitts. Vielleicht sollte man sich in diesem Jahr also lieber gute Vorsätze für die Zeit nach Corona ausdenken.

 

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