Foto: Ruben Regenass
Dana Vowinckel

„Ich mache nichts lieber als lesen, sogar schreiben nicht!“

Die Teilnahme am renommierten Bachmannwettbewerb ist für viele Schriftsteller*innen ein großer Traum.

04.10.2021

von Viktoria Eckert

Dana Vowinckel nutzte die Gelegenheit und gewann in dessen Rahmen den Deutschlandfunk-Preis. Das Werkblatt hat mit der ehemaligen Stadtschreiberin des studierendenWERKs BERLIN über ihren jüngsten Erfolg gesprochen.

Wie war es für Dich, am Bachmannwettbewerb teilzunehmen?

Sehr, sehr aufregend! Vor allem der Tag der Jurydiskussion, und dass ich erst am dritten Tag dran war – das hieß, dass ich mir zwei Tage lang die Dynamik der Jury angeschaut habe und gegrübelt habe, was sie wohl über meinen Text sagen würden.

Im Rahmen dieses Wettbewerbs hast Du den Deutschlandfunk-Preis gewonnen, herzlichen Glückwunsch! Wie groß war die Freude über diesen Erfolg?

Danke! Riesig natürlich – vor allem, weil das bedeutet, dass ich meinen Roman schreiben kann. Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass das jetzt mein Leben ist.

War es Deine erste Teilnahme an einem Literaturwettbewerb?

Ja, außer den Bewerbungen für das Treffen junger Autor*innen in meiner Jugend.

Du bist ja auch ehemalige Stadtschreiberin des Studierendenwerks Berlin, hast das Amt im Jahr 2020 ausgeübt – konntest du seitdem aus den Erfahrungen aus dieser Zeit schöpfen?

Ja: ich konnte lernen, mein Schreiben zu strukturieren, üben, vor Publikum zu lesen, wenn auch nur digital – und ich konnte lernen, wie es sich anfühlt, Texte zu veröffentlichen, die einem sehr privat erscheinen.

Wie kamst Du ursprünglich zum Schreiben und worin liegt deine größte Inspiration?

Über das Lesen. Und meine Inspiration sind, ganz platt, andere Bücher. Ich mache nichts lieber als lesen, sogar schreiben nicht!

Hegst Du mit Blick auf Deine literarischen Fähigkeiten einen Traum, welcher irgendwann in Erfüllung gehen soll?

Na klar! Ich wünsche mir sehr, irgendwann den Roman über meine Margarita und ihren Vater in den Händen halten zu können. Und ich wünsche mir, dass es vielleicht sogar jemand liest. Aber erstmal, dass ich schaffe, es zu schreiben!

Hast du zum Schluss unseres Gesprächs noch ein paar Tipps parat, wie sich Neulinge dem Prozess des Schreibens bestenfalls annähern können?

Nicht so richtig, ich bin ja selber neu dabei. Aber vielleicht: dahin gehen, wo es wehtut, und dann noch ein bisschen weiter. Immer wieder.

 

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