19.07.2022

Stellungnahme zu den Meldungen über die Mensa Hardenbergstraße

Das studierendenWERK BERLIN hat die Beschwerden vom 6.Juli 2022 untersuchen lassen, die Ergebnisse liegen nun vor.

Am Abend des 06. Juli 2022 erhielt das studierendenWERK BERLIN über die sozialen Plattformen Instagram und Twitter Kenntnis darüber, dass einige Mensa-Gäste nach dem Verzehr des veganen Nudelauflaufs in der Mensa TU Hardenbergstraße über Übelkeit klagten.

Wir haben alle Betroffenen aufgefordert, sich bei uns zu melden. Es haben sich insgesamt 45 Personen gemeldet, die über gesundheitliche Beschwerden in unterschiedlich hohen Ausprägungen berichtet haben. Sie alle haben ausschließlich den Nudelauflauf gegessen. Personen, die andere Gerichte in dieser Mensa verzehrt haben, hatten keinerlei Beschwerden.

Wie es in der Gastronomie üblich ist, werden von jedem verkauften Essen so genannte Rückstellproben genommen. Um die Ursache der Beschwerden ermitteln zu können, haben wir eine Untersuchung der Rückstellprobe des Nudelauflaufs am  07. Juli 2022 im Institut für Lebensmittelsicherheit und –hygiene der Freien Universität in Auftrag gegeben. Zusätzlich wurde der Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eingeschaltet, welche die zweite Rückstellprobe zur Untersuchung am 08. Juli 2022 mitgenommen haben.

Das studierendenWERK BERLIN bedauert den Vorfall außerordentlich. Wir versichern unseren Gästen, dass wir uns stets an die strengen Regeln der gastronomischen HACCP-Vorschriften halten. Das Untersuchungsergebnis der Freien Universität liegt seit dem 11. Juli und bestätigt dies. Ihm zu entnehmen ist, dass die durchgeführten mikrobiologischen und sensorischen Untersuchungen keinerlei Anhaltspunkt dafür finden konnten, dass die Inhalte des Nudelauflaufs Ursache einer Lebensmittelinfektion waren. Auch das Bezirksamt bestätigte, dass "die Laborergebnisse der zu untersuchenden Rückstellproben ohne Auffälligkeiten sind und es somit keine Beanstandungen gibt" (Email vom 19. Juli 2022).

Dies ist zunächst eine gute Nachricht, dennoch erklärt sie nicht die rückgemeldeten Beschwerden unserer Gäste. Diese nehmen wir sehr ernst. Wir haben intern intensiv nach Auslösern für die gemeldeten Unverträglichkeiten gesucht. Wir nehmen den Vorfall zum Anlass, die Zubereitungsprozesse kritisch und detailliert zu prüfen und entsprechend anzupassen. Ganz ausgeschlossen werden kann schließlich nicht, dass der Prozess der Zubereitung (z.B. Garungsdauer, Reihenfolge o.ä.) die beobachteten Unverträglichkeiten ausgelöst haben. Die Rezeptur und die Abläufe werden wir gründlich überprüfen, den veganen Nudelauflauf wird es in der Mensa erst einmal nicht mehr geben. Die Betroffenen wurden entsprechend informiert, ihnen wurde eine kleine Entschädigung für die erlittenen Umstände angeboten.

 

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