03.01.2022

Neuerungen für Studierende im Jahr 2022

Strom- und Heizkosten steigen. Wir zeigen dir, wo 2022 an anderen Stellen Spar-Potenzial besteht.

von Wendy Sexton

Weniger Steuern

Der Grundfreibetrag ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 200 Euro angestiegen. Das bedeutet, ab 2022 sind die ersten 9.984 Euro deines Jahreseinkommens sind steuerfrei. An den Sozialversicherungsbeiträgen ändert sich hingegen wenig. Lediglich die Pflegeversicherung für kinderlose Studierende über 23 Jahren steigt leicht, von 3,3 Prozent auf 3,4 Prozent.
Wenn du eine Steuererklärung machst, wirst du dich darüber freuen, dass die Homeoffice Pauschale von 5 Euro pro Tag auch 2022 voraussichtlich bestehen bleiben wird. Auch Online-Lehrveranstaltungen zählen in diesem Fall als Homeoffice! Je nachdem, ob du dich in der Erst- oder Zweitausbildung befindest, zählt dies in der Steuererklärung zu den Sonderausgaben oder den Werbungskosten.

Mehr Mindestlohn

Der Mindestlohn wird dieses Jahr in zwei Stufen erhöht. Seit Jahresbeginn liegt er bei 9,82 Euro, der eigentliche Schub kommt aber zum 1. Juli 2022. Bei 10,45 Euro wirst du je nach Arbeitsumfang einen deutlichen Unterschied merken! Aber Achtung für alle Minijobber*innen: Die 450 Euro Verdienstgrenze gilt vorab weiterhin. Unter Umständen musst du also mit deinem Arbeitgebenden kürzere Arbeitszeiten vereinbaren.

Die Ampelkoalition plant außerdem eine Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro. Der Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest. Mit dieser Erhöhung geht wahrscheinlich eine Anhebung der Minijob-Grenze auf 520 Euro einher.

Neuerungen im Bafög

Die Ampelkoalition hat sich weitreichende Änderungen im Bafög vorgenommen. Bis zur Umsetzung, kann allerdings noch Zeit ins Land gehen. Erste Anpassungen werden aber schon für das kommende Wintersemester 2022/23 angestrebt. Denkbar sind höhere Bedarfssätze und höhere Freibeträge. Für einen späteren Zeitpunkt sind unter anderem längere Förderzeiten, höhere Altersgrenzen und ein geringerer Darlehensanteil im Gespräch.

Längere Zinsfreiheit beim KFW Studienkredit

Die Zinsfreiheit beim KfW Studienkredit wurde bis zum 30.09.2022 verlängert. Das bedeutet, dass bis dahin keine Zinsen in der Auszahlungsphase anfallen. Aber aufgepasst: Wer das Darlehen bereits zurückzahlt oder keine Auszahlungen mehr erhält, zahlt trotzdem die normalen Zinssätze.

 

Bessere Chancen beim Wohngeld

Entsprechend der Miet- und Einkommensentwicklung stieg das Wohngeld zu Jahresbeginn leicht an. Außerdem wird erwartet, dass mehr Haushalte erstmals oder erneut Wohngeld erhalten können. Rechne also unbedingt nach! Wenn du kein Bafög empfängst, könnte ein Wohngeldantrag für dich in Frage kommen.

Flexibler bei der Fahrt nach Hause

Seit Dezember können online bei der Bahn gekaufte Tickets innerhalb von 12 Stunden nach dem Kauf kostenlos storniert werden. Das gilt auch für den Supersparpreis! Allerdings nicht, wenn du Gutscheine oder bestimmte Rabattaktionen genutzt hast.

Hoffentlich führt die ein oder andere Neuerung im Jahr 2022 zu etwas mehr Geld auf deinem Konto. Wenn du nachhelfen möchtest, schau unbedingt nach, ob du bei Strom, Internet und Handyvertrag zu einem günstigeren Anbieter wechseln kannst. Ab Juli kannst du online geschlossene Verträge sogar per Klick online kündigen. Das spart nicht nur Stress, sondern auch Porto, das dieses Jahr übrigens teurer geworden ist.