21.04.2022

Die Fahrrad-Saison hat begonnen!

Unsere studentischen Redakteurinnen haben Tipps für Rad-Touren durch Berlin.

Quick Tipp

Wer das Radfahren auf Berlins Straßen trainieren will, kann das im studierendenWERK tun!
Im Mai bieten wir diverse Veranstaltungen rund ums Radfahren. Jetzt anmelden!

Bild ist rein dekorativ

Unsere Tipps für Fahrradtouren in Berlin

Foto: PIxaline / Pixaybay

Und dann nichts wie raus an den Wannsee!

Getreu des berühmten Schlagers aus dem Jahr 1951 lässt sich dieses Ausflugsziel im Berliner Südwesten wunderbar auf dem Fahrrad erkunden. Ihren offiziellen Startpunkt hat die Route am Schlossplatz in Berlin-Mitte, Ziel ist der Wannsee bzw. die Glienicker Brücke. Auf einer Länge von insgesamt 28 Kilometern zeigt sich ein oft beschriebener Reiz der Metropole: ihre enorme Wandlungsfähigkeit.

Im ersten Teil der Strecke lässt sich das urbane Zentrum der Stadt wunderbar erfahren – im wahrsten Sinne des Wortes. So geht’s entlang der Friedrichswerderschen Kirche, über den Gendarmenmarkt und auf direktem Weg zum Checkpoint Charlie. Im Laufe der Radtour säumen weitere historische Orte den Weg, beispielsweise das Schöneberger Rathaus oder der Südwestkorso. Besagtes Rathaus bot die Kulisse für John F. Kennedys berühmtes Bekenntnis zu Berlin, beim Südwestkorso handelt es sich um den ersten und somit ältesten Radfahrstreifen der Stadt. An diesem Punkt der Strecke kehrt man dem Großstadtdschungel endgültig den Rücken und radelt in ländlichere Gefilde, über den Mexikoplatz bis nach Nikolassee – dabei macht man u. a. Bekanntschaft mit der Domäne Dahlem, von Einheimischen auch scherzhaft „erster Bauernhof mit U-Bahnanschluss“ genannt. Am S-Bahnhof Nikolassee zweigt der Radweg dann zum Wannsee ab und das Ausflugsziel ist fast erreicht. Die Wannseebrücke ermöglicht übrigens einen tollen Blick auf die Seenlandschaft vor Potsdam, inklusive dem kleinen und großen Wannsee. Wer zu diesem Zeitpunkt noch Lust und Kraft hat, kann bis zur Glienicker Brücke weiterradeln und krönt die Fahrradtour auf diese Weise mit einem historischen Highlight: diese Brücke trennte nämlich Ost und West voneinander und ging wegen der dort stattfindenden Agentenaustausche in die Geschichte ein.

Foto: Didaktikfuchs68 / pixabay.com

Dahlem by Bike: Berlin’s charmanter Südwesten

Der Frühling ist die ideale Zeit, um die malerischen Außenbezirke Berlins zu erkunden. Und was gibt es Schöneres, als mit dem Fahrrad in die blühende Natur und die malerische preußische Architektur von Dahlem einzutauchen? Schwingen Sie sich auf Ihr Rad und starten Sie diese 18 km lange Tour an einem der Highlights von Dahlem, dem Botanischen Garten! Hier gibt es 43 Hektar üppige Flora zu entdecken, von der blühenden Rosensammlung des Arboretums bis zum historischen Tropenhaus, einem architektonischen Wahrzeichen des Jugendstils. Auch wenn das Radfahren auf dem Gelände nicht erlaubt ist, lohnt sich ein Zwischenstopp für einen ruhigen Spaziergang durch die idyllische Landschaft. Setzen Sie Ihre Radtour fort, indem Sie der Beschilderung der Dahlemer Route folgen, die Sie zum See Krumme Lanke führt. Wenn das Wetter es zulässt und Sie die Kälte nicht scheuen, sollten Sie einen Zwischenstopp einlegen und ein erfrischendes Frühlingsbad im frischen Wasser des Sees nehmen. Obwohl nicht Teil der Dahlem-Route, ist ein Abstecher zum Jagdschloss Grunewald sehr zu empfehlen. Direkt am Grunewaldsee gelegen, ist das ehemalige königliche Jagdschloss das älteste Schloss Berlins. Leider ist das Schloss derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen, so dass die ständige Kunstausstellung bis auf Weiteres nicht zu besichtigen ist. Dennoch lohnt es sich, mit dem Fahrrad durch das weitläufige Gelände zu fahren und dieses architektonische Juwel zu bewundern - und dabei die reiche Natur des Grunewalds zu genießen, einer Waldoase, die mehr an das Land als an die urbane Metropole Berlin erinnert. Viel Spaß beim Radeln!

Evdokia

Foto: Michael Kauer / pixabay.com

Auf nach Henningsdorf!

Rauf auf den Sattel und ab geht’s! Diesem Motto folgten mein Freund und ich im letzten Sommer. Seit etwa einem Jahrzehnt war ich auf keiner Fahrradtour mehr gewesen, aber eine Pandemie macht eben erfinderisch! Unser Ziel: Hennigsdorf!

Von Berlin Mitte aus verläuft die Strecke durch den Schlosspark Charlottenburg und führt schließlich über Haselhorst bis nach Nieder Neuendorf. In diesem beschaulichen Ort lädt die Promenade am Fluss zu einem gemütlichen Picknick ein. Grüne Wiesen, Vogelgezwitscher und der Blick aufs Wasser – der ideale Fleck für eine ausgedehnte Mittagspause. Der restliche Weg bis Hennigsdorf führt durch ländliche Wohngebiete und über Landstraßen. Dort angekommen überquert man den Fluss, um dann über Tegel wieder nach Berlin zu gelangen. So ergibt sich ein schöner Rundweg mit vielen verschiedenen Eindrücken. Bei gutem Wetter kann man zusätzlich einen Abstecher zum Tegeler See einlegen, um sich im kühlen Nass zu erfrischen. Auf dem Weg zurück ins Herz Berlins kommt man an der riesigen Kleingartenkolonie Steinberg e.V. vorbei. Sie bildet eine Welt für sich am Rande Berlins, die durchaus einen Blick wert ist.

Wendy

Foto: Holger Heinz / pixbay.com

Von England nach Russland

Es müssen ja nicht gleich 5.000 Kilometer sein. So lang ist der Europaradweg 1, der von London bis nach Moskau führt. Der beliebte Radfernweg kreuzt auf Kilometer 1.648 aus Londoner Perspektive Berlin und hier wird es interessant. Wer ein paar der insgesamt 70 Kilometer, die der R1 in und um Berlin bietet, erkunden möchte, zum Beispiel nach Erkner, startet am besten am Ostbahnhof. Weiter über die Oberbaumbrücke und entlang des Treptower Parks kann man rechts einen Blick auf das Sowjetische Ehrendenkmal werfen. Weiter geht’s nach der Archenholdsternwarte links in die Bulgarische Straße. Am Spreeufer entlang radelt man weiter in Richtung Süden und kommt am nächsten historischen Ort vorbei, dem Spreepark. Eine kurze Verschnaufpause bietet die Fährüberfahrt über die Spree, etwa alle 20 Minuten und mit BVG-Kurzstreckenticket ist das möglich. Auf der anderen Spreeseite führt der ausgeschilderte Weg weiter durch die Wuhlheide. Über den Müggelheimer Damm gelangt man wenig später an das Ufer des Müggelsees und kann hier über den Dämmerritzsee nach Erkner weiterfahren. Für die Durchschnittssportler*innen ist hier wahrscheinlich erstmal Schluss. Doch wer weiß, vielleicht geht es ja für den*die eine*n oder andere*n auch irgendwann auf dem R1 weiter bis nach Riga, Sankt Petersburg oder Moskau.

Mandy