Foto: Midjourney / prompted by Jana Judisch
Bild zeigt Studierenden, der ganz allein auf einer Stufe sitzt. Der Campus ist riesig, aber leer.

11.02.2024

Tipps gegen Einsamkeit

Du bist nicht allein!

Es gibt einen Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit

Einsamkeit wählen wir nicht selbst, sie passiert uns. Alle Menschen fühlen sich irgendwann einsam im Leben. Einsamkeit stimmt uns traurig und kann – wenn sie länger andauert – negative gesundheitliche Folgen haben.

Alleinsein ist dagegen nicht zwingend etwas Schlechtes. Im Gegenteil: Es kann sehr gut tun, bewusst Zeit alleine zu verbringen, in der man in Ruhe nachdenken oder ganz selbstbestimmt etwas machen kann. Menschen, die regelmäßig Kontakt zu anderen haben, können diese Zeiten alleine oft richtig genießen.

Unsere Tipps bei Einsamkeit 

  1. Du bist nicht alleine! Mach Dir das bewusst. Sehr viele Menschen – auch sehr viele Studierende – sind von Einsamkeit betroffen. Viele leiden immer noch an den Spätfolgen der Pandemie und mangelnden Kontakten. Das ist ein großes gesellschaftliches Problem. Besonders schwierig ist es für Menschen, die nach Berlin gezogen sind und hier erst Freunde finden müssen.
  2. Plane Deine Woche! Hast Du aus Deiner Sicht genügend Zeiten, in denen Du Leute triffst und genügend Phasen, in denen Du Zeit ganz für Dich hast? Auch Rückblicke machen Sinn: Wie ging es mir in der letzten Woche? Was mache ich in der nächsten anders? Was war zu viel? Was zu wenig?
  3. Trau Dich! Suche Kontakte ganz aktiv. Es gibt viele Möglichkeiten, sei es im Bereich Sport oder andere Aktivitäten an Deiner Uni. Auch das studierendenWERK BERLIN hat ein vielfältiges Angebot. Es gibt Veranstaltungen und get-togethers, einen Chor, Tanzkurse, Zeichnen, Improtheater etc. Neulich fand ein halbtägiger Workshop zum Thema Einsamkeit statt. In den letzten Wochen gab es bei der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratung beispielsweise das offene Kursangebot „Psyche in Farbe“. Dort konnten Studierende zu einem oder mehreren Terminen kommen und sich mit künstlerischen Materialen austoben. Manche haben Spaß an etwas gefunden, das sie wunderbar alleine machen können (ohne sich dabei einsam zu fühlen), andere haben neue Kontakte geknüpft. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht zu schnell zu viel zu erwarten. Nicht aus jedem Kontakt entsteht sofort eine lange Freundschaft. Erst einmal geht es nur darum, sich zu trauen, rauszugehen und die Nähe zu anderen zu suchen.
  4. Zeig Dich! Erzähle von Dir, lass andere Dich kennenlernen. Auch das kann Überwindung kosten. Denn es bedeutet auch, sich verletzbar zu machen. Und wir haben alle schon schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht. Trotzdem: Anders kann keine Nähe entstehen, aus der Verbundenheit werden kann.
  5. Verwöhn Dich! Gestalte die Freizeit, die Du (unfreiwillig) alleine verbringst. Auch wenn es Überwindung kostet: Man kann auch alleine ins Kino, einen Spaziergang machen oder in eine Ausstellung gehen. Dieses unverbundene Zusammensein, also alleine in der Gesellschaft anderer fühlt sich oft viel besser an, als alleine zu Hause zu sitzen. Und wenn Du zu Hause abhängst: Auch da kann man es sich schön machen mit einer Kerze beim Essen etc.
  6. Bleib dran! Mal geht es besser und mal wieder schlechter. Du kannst Dir auch Hilfe holen und zum Beispiel einen Termin in der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle des studierendenWERKS BERLIN vereinbaren. Zu uns kommen viele Studierende, die unter Einsamkeit leiden und das ändern möchten.

Quicktipp

Zeichnung: Hidayat / stW BERLIN
Bild zeigt einen Studierenden, der ein Schild mit der Aufschrift Quicktipp hoch hält

Das studierendenWERK BERLIN bietet jede Menge Gelegenheiten für Get togethers. Schau doch einfach mal in unseren Veranstaltungskalender: