© Daniela Kummle/STW Berlin

20.06.2019

86 neue Wohnplätze in der Mollwitzstraße

Am 20. Juni eröffnete das studierendenWERK BERLIN – weniger als ein Jahr nach der Grundsteinlegung – den Neubau in der Wohnheimanlage Mollwitzstraße in Charlottenburg.

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp in Berlin. – Dies gilt auch für das studentische Wohnen. Die Versorgungsquote des studierendenWERKs liegt bei gerade mal 5,52 Prozent und ist seit einigen Jahren rückläufig. Die steigende Anzahl an Studierenden in Berlin ist ein Grund für diese Entwicklung. So erfreut sich die Stadt zunehmend auch international großer Beliebtheit als Studienort, wie der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach in seiner Einweihungsrede betonte.

9.443 Wohnplätze konnte das STW 2018 den 170.937 Studierenden in seinem Zuständigkeitsbereich bieten. Anfang Juli werden nun weitere 86 Studierende den frisch eröffneten Neubau in der Mollwitzstraße beziehen. – Ein Fortschritt und ein Anlass zum Feiern ist dies allemal, jedoch in Anbetracht der prekären Situation auf dem Wohnungsmarkt, von der u. a. Studierende besonders betroffen sind, erst ein Anfang.

„Wir freuen uns, dass wir dieses Bauprojekt erfolgreich zum Abschluss bringen konnten. Alle Plätze sind bereits vermietet. Allerdings stehen noch immer 3.800 Studierende auf der Warteliste. Die Schaffung neuer Wohnheimplätze für Studierende in Berlin muss daher oberste Priorität erhalten.“, erklärte die Geschäftsführerin des studierendenWERKs BERLIN Petra Mai-Hartung in ihrer Rede. Sie appellierte an die Berliner Regierung, das STW in diesem Vorhaben mit der Bereitstellung von finanziellen Mitteln zu unterstützen. Den Neubau in der Mollwitzstraße hat das studierendenWERK komplett aus Rücklagen, ohne weitere Förderung, finanziert. Diese Rücklagen sind nun aufgebraucht; für weiteren, so dringend benötigten, Wohnraum bedarf es zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch das Land.

Petra Mai-Hartungs besonderer Dank galt den Ingenieur*innen der Abteilung Studentisches Wohnen im studierendenWERK BERLIN. Diese stehen bei den zahlreichen Bauprojekten immer wieder vor der Herausforderung, dem studentischen Budget angemessenen Wohnraum zu schaffen, der dennoch eine hohe Lebensqualität aufweist.

Im Anschluss an den Festakt hatten die interessierten Besucher*innen, Pressevertreter*innen und eine Delegation des CROUS de Paris (französisches Gegenstück zum studierendenWERK) die Gelegenheit, an Führungen durch das aus insgesamt sieben Reihenhäusern zusammengesetzte Gebäude teilzunehmen. Die Decken und Wände bestehen jeweils aus Holzständerwerken. Im Erdgeschoss der drei- bis vierstöckigen Gebäude befindet sich jeweils eine Gemeinschaftsküche, die von den 10 – 14 künftigen Bewohner*innen genutzt werden wird.

Seine Kompetenz in der Schaffung von studentischem Wohnraum zeigt das studierendenWERK auch in einer Baubroschüre, die anlässlich der  Eröffnung des Neubaus in der Mollwitzstraße veröffentlicht wurde. Neben Highlights bisheriger Jahre – u. a. dem mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichneten Projekt Siegmunds Hof – zeigt sie auch den Neubau in der Wohnheimanlage Dauerwaldweg in Grunewald. Dieser soll im August eröffnet werden und wird weiteren 50 Studierenden ein Zuhause bieten.

Außenansicht des Neubaus, Foto: Daniela Kummle

Staatssekretär Steffen Krach bei der Eröffnungsrede, Foto: Daniela Kummle

Petra Mai-Hartung, Geschäftsführerin des studierendenWERKs BERLIN, Foto: Daniela Kummle

Gemeinschaftsküche, Foto: Daniela Kummle


Verwendung von Cookies

Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet diese Webseite Cookies.

Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung