19.11.2019

Ein Bild schöner, als Art Nouveau?

von Magdalena Fischer

Zart umhüllen weiße Tücher
Dein Regal und tausend Bücher
Und dann hängt da an der Wand
Ein Bildnis aus dem fernen Land

Blumen und die goldnen Bäume
Helden und versiegte Träume
In das Bild willst du hinein
Denn dein Leben scheint zu klein

Bis jemand aus dem Bildnis steigt
Und ihre Hand zum Fenster zeigt:
,,Jetzt nach draußen musst du gehen,
Um deine Träume wahr zu sehen!

Versteck dich hinter Büchern nicht
Manch Wissen zeigt im Leben sich
Du musst reisen, lernen, lieben
Bist dann ein Held, wirst endlich siegen

Wirf dein Herz in einen Fluss
Tanze auch im Regenguss
Vielleicht wirst du nie einsam sein,
Doch im Raum bleibst du allein.”

Sie wirft zu Boden alle Bücher
Malt dir bunt die ganzen Tücher
Noch verstehst du einfach nicht
Siehst immer noch im Zweifel Licht

Sie haucht dir noch den letzten Kuss
Weil du dich erstmal finden musst
,,Keine Angst, bald wirst du sein
Ein Held, doch bleibst du auch allein?“

Da setzt du gleich zu Boden dich
Das Blatt mit Formeln sanft verblich
Und deine Mauern brechen nieder
Den Raum mit Büchern gibt’s nie wieder

Nun lässt du los, lernst wirklich leben
Und die Lieb, der größte Segen:
Folgt dir endlich auch einmal
Hüte sie, du hast die Wahl.