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Dark Week: Woche der Novemberdepression

Die Corona-Nachwirkungen und die Herbstdunkelheit sind belastend für alle. Deshalb ist es jetzt wichtig vorzusorgen. Mit unserer "Dark Night" und der Themenwoche "Dark Week" bekommt ihr ein Programm und Infos, um gesundheitlich vorzusorgen und depressiven Verstimmungen besser zu begegnen.

Foto: Couleur / Pixabay

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Dark Week: 25.11.-03.12.2021

Was ist die "Woche der Novemberdepression"?

Die Dark Week ist eine Themenwoche, um depressiven Störungen besser zu begegnen und vorzubeugen. Die Dark Week beginnt mit der Auftaktveranstaltung "Dark Night", darauf folgen eine Woche lang Workshops. Außerdem gibt es Videos und Tipps (auf dieser Webseite). 

Wir wollen mit dem Angebot der Dark Week die Schwierigkeiten beleuchten, die Corona hinterlassen hat. Aber auch die gesundheitlichen Herausforderungen, die jeden Winter für viele neu beginnen und mit denen manche immer wieder zu kämpfen haben. Gemeinsam wollen wir uns damit befassen, wie wir jetzt einen guten und gesunden Neustart umsetzen können. Denn: Du bist mit depressiven und ängstlichen Verstimmungen nicht allein. Es geht sehr vielen so!

Wir haben hier das Programm und auch hilfreiche Infos und Adressen gelistet. Außerdem kannst du hier und auf unserem Youtube-Kanal viele Tutorials zum Thema Wohlfühlen und Videos mit Übungen für Körper und Psyche ansehen. Die "Dark Week" ist ein gemeinsames Angebot der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle (PBS) und des Büro Kultur & Internationales (BKI) des studierendenWERK BERLIN. 

Wir freuen uns, für dich da zu sein und wünschen: Es werde Licht! 

Programm Dark Week 25.11.-03.12.2021 (Änderungen vorbehalten)

Dark Night - Gala der Novemberdepression  -  Auftaktveranstaltung vor Ort im FREIRAUM mit 2 G. 

Die Dark Night ist ein Mix aus Bühnenprogramm und Workshops, wobei die Workshops im Vordergrund stehen. Außerdem gibt es kostenloses Soulfood!

Hier geht es zu mehr Infos und zur Anmeldung.

In einem geschützten Rahmen können wir uns – in Persona – über Herausforderungen und Nachwirkungen der Zeit des Lock Downs oder eingschränkten Lock Downs austauschen. 

  • Workshop vor Ort mit 2 G.
  • Sprache: Deutsch; 
  • Leitung: M.A.-Psych. Stefanie Scholz
  • Ort: Hardenbergstr. 34

Mehr Infos und Anmeldung

You find it hard to relax and be in the moment once there is silence around you? But you can't meditate because your "mind is always wandering”? This group includes yoga elements, for which you don't need any previous experience but an openness to try.

  • Workshop vor Ort mit 2 G. Sprache: Englisch
  • Leitung: M.A.-Psych. Stella Schreiber
  • Ort: Hardenbergstr. 34

Mehr Infos und Anmeldung



Beim therapeutischen Schreiben setzen wir uns mit den Problemen und Herausforderungen unseres Alltags auseinander und reflektieren unseren Umgang mit ihnen. Beim kreativen Schreiben wollen wir dann etwas Abstand zu den Dingen gewinnen, die uns runterziehen und uns durch das Schreiben auflockern.

  • Workshop Online über Webex
  • Leitung: Bianca Othmann 

Mehr Infos und Anmeldung

In dem Bewegungs- und Mitmach-Workshop kannst du mit einfachen Übungen deinen eigenen Körper aktivieren, neu entdecken und Stress ausgleichen sowie vorbeugen. 

  • Workshop vor Ort - 2 G
  • Ort: Hardenbergstr. 35

Hier gibt es mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung. 

Du warst vorher schon oft etwas aufgeregt, wenn Du vor einer Gruppe etwas sagen solltest? In einem geschützten Rahmen und in einer überschaubaren Gruppe wollen wir in kleinen Übungen wieder trainieren vor anderen etwas zu sagen. 

  • Workshop vor Ort mit 2 G. Sprache: deutsch, bei den Übungen darf aber auch Englisch gesprochen werden; 
  • Ort: Hardenbergstr. 34. 
  • Leitung: Dipl-Psych. Irina Theisen

Mehr Infos und Anmeldung.

Auftaktevent "Dark Night - Gala der Novemberdepression" am 25.11.2021

Drei Semester waren die Hochschulen im Onlinebetrieb. Und jetzt sollst du wieder durchstarten.... Du fühlst dich aber vielleicht überfordert? Und dann kommt auch noch der Winter und du kennst niemanden? Wir wollen mit der Dark Night, die den Auftakt zur Dark Week bildet, die Schwierigkeiten beleuchten, die Corona hinterlassen hat. Aber auch die gesundheitlichen Herausforderungen, die jeden Winter für viele neu beginnen. Die Dark Night ist ein Mix aus Bühnenprogramm und Workshops. Hier gibt es mehr Infos. 

Foto: J. Urban / stW BERLIN. Dark Night 2019

Vernetzt euch! Tauscht euch aus, tröstet euch. Aber auch: Lacht und feiert zusammen. Wir bieten die Inputs. Ihr bestimmt das Miteinander. Es ist eure Dark Week!

2019 fand die Gala der Novemberdepression zum ersten Mal und mit großem Erfolg als Liveformat statt. 2020 gab es das 1. Digital Dark Weeks Festivals zur Corona- und Winterdepression, das komplett online stattfand. Die Videos auf dieser Seite entstanden im Rahmen des digitalen Festivals.

Adressen und Links 

Die Psychologisch-Psychotherapeutische Beratung (PBS) des studierendenWERKs BERLIN hilft bei akuten Krisen. Informationen und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung gibt es hier. Eine Zusammenstellung weiterführender Links zu hilfreichen Organisationen und Selbsthilfe gibt es ebenfalls  auf der PBS-Seite. Bei akuten Krisen kann der Berliner Krisendienst rund um die Uhr unter der Telefonnummer +49(0)30 390 63 00 erreicht werden. 

Feel good - Tipps & Links

Bewegung, Licht, frische Luft und Ernährung aktivieren den Körper und die Psyche positiv und helfen Verstimmungen vorzubeugen oder diese abzumildern.

Im Winter ist es zum Beispiel am Besten, zur hellsten Tageszeit (mittags) rauszugehen und zu joggen oder radzufahren. Oder zumindest eine Runde um den Block zu laufen. Und sich dann am Abend zum Beispiel eine heiße Dusche zu gönnen. Aber auch Aktivitäten mit anderen helfen. Wenn ihr damit Schwierigkeiten habt, könnt ihr zu unseren Beratungsstellen kommen oder auch unsere Events besuchen und dort Leute kennenlernen. 

Tipps für Outdooraktivitäten in der Stadt: Besuch doch mal den Zoo Berlin im Westen oder den Tierpark Berlin im Osten und schau einfach den Tieren zu, möglichst ohne an etwas anderes zu denken. Es gibt außerdem verschiedene Gärten in Berlin, die eine geringe Eintrittsgebühr verlangen und wo oft weniger Publikumsverkehr als in Parks ist: 

Radfahren und Wandern geht zu jeder Jahreszeit. Zum Radfahren eignet sich gut der Berliner Mauerradweg - auf dem ehemaligen Mauerstreifen geht es rund um die Stadt durch ganz unterschiedliche Landschaften. Brandenburg ist ein Wanderparadies, doch auch in Berlin selbst gibt es Wandermöglichkeiten.

Licht hilft allgemein gesund zu bleiben und sich auch gut zu fühlen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Unter anderem wird durch Licht der Melantonin-Serotonin-Spiegel reguliert. Durch Sonnenlicht wird auch Vitamin D in unseren Körpern gebildet, das fast nicht über Nahrung aufgenommen werden kann. Sich an der frischen Luft und zur hellsten Tageszeit zu bewegen ist deshalb gut für alle Menschen, auch solche, die nicht depressive Verstimmungen haben. Für diese kann es aber einen entscheidenen Anteil bei der Heilung oder Linderung von depressiven Verstimmungen bedeuten, je nach Schweregrad der Verstimmung. 

Die saisonale Depression ist eine Unterform der Depression, die insbesondere bei Lichtmangel in nördlicheren Gebieten im Winter entsteht. Ganz besonders die von saisonal bedingten Depressionen Betroffene profitieren denn auch von einer Tageslichtlampe. Allerdings sollte diese erst dann zur Anwendung kommen, wenn es Betroffene nicht mehr vor die Tür schaffen. Sonst sei das Lichttanken draußen, auch an Wintertagen, noch besser, so zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Vorsitzenden der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. 

 

Auch Ernährung spielt für die Psyche eine große Rolle. Körper und Geist sind schließlich eins. Als besonders empfehlenswert hat sich bei Depressionen oder depressiven Verstimmungen erwiesen, auf Zucker und schnelle Kohlenhydrate, insbesondere Softdrinks, zu verzichten bzw. sie maßvoll zu verzehren, wie auch das Bundeszentrum für Ernährung schreibt. Dagegen werden Lebensmittel wie Nüsse, dunkle Schokolade, Fisch (aus nachhaltigem Fischfang und ohne Quecksilberbelastung) besonders empfohlen, auch bei depressiven Verstimmungen. Dazu finden sich zahlreiche Artikel im Internet. Auch täglich Gemüse, Obst, pflanzliches Eiweiß wie Linsen und gute pflanzliche Fette sind wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung.

Allerdings sollte man auch darauf achten, sich mit der Ernährung nicht in neue Zwänge zu begeben. Schließlich geht es ums Wohlfühlen insgesamt. Wenn Ernährung in Stress ausartet, ist dies auch nicht gut für depressive Verstimmungen. Wenn du dich also insgesamt vielseitig und saisonal ernährst, viel Gemüse und gesunde pflanzliche Fette isst, dann reicht das schon. Und auch ein kleiner Milchreis mit Zimt ist Soulfood und hilft bestimmt am Abend auf der Couch beim gemütlichen Runterkommen vom Tag. Und wenn du dich dazu wieder in der Lage fühlst: Langsam und gemeinsam mit anderen essen und sich dabei auszutauschen fördert auch die Gesundheit! Die Mittelmeerländer machen es vor! 

Wer eine depressive Verstimmung hat, kann sich meist nicht aufraffen. Das hat nichts mit Disziplin zu tun, sondern ist einfach Symptom dieser Phase. Dafür solltest du dich nicht verurteilen. Trotzdem ist es, sobald dies wieder möglich ist, gut, langsam mit Aktivitäten zu beginnen und sich auch mit anderen zu treffen. Oft ist es auch schwierig während einer depressiven Verstimmung überhaupt Freundschaften zu pflegen oder aufzubauen. Da bist du nicht alleine. Es geht ganz vielen so. Und sogar Menschen ohne depressive Verstimmungen fällt es manchmal nicht leicht, auf andere zuzugehen, zumal in der Anonymität der Großstadt.

In jedem Fall gibt es beim studierendenWERK BERLIN Angebote, die du wahrnehmen kannst, um andere Studierende oder andere Betroffene kennenzulernen. Das sind zum einen z.B. während depressiver Verstimmungen oder als Vorbeugung und zum Austausch Gruppenangebote der Psychologischen Beratung. Wenn du ganz allgemein andere Leute treffen willst, dann fühl dich herzlich eingeladen zu unseren Kulturevents und Ausflügen zu kommen, die immer aktuell in unserem Eventkalender stehen. Oder du lernst bei den Veranstaltungen unserer Kategorie Get together Studierende kennen, die oft selbst gezielt auf der Suche nach neuen Bekanntschaften sind. 

Und wenn du gerade einfach keine Lust hast, jemanden zu sehen? Dann setz dich nicht unter Druck. Starte langsam. Und versuche den Fokus wieder auf positive Sachen zu setzen: Musik hören, ein Buch lesen, baden, ein Bild malen, eine Blume pflanzen...manchmal helfen kleine Dinge besser als große Vorhaben. 

Blogs zum Thema

Inzwischen gibt es zahlreiche Blogger*innen, die sich offen, mit dem Thema Depression auseinandersetzen und das oft in einer konstruktiven und lustigen Weise. Eine Übersicht zu verschiedenen Blogs gibt es hier

Atementspannung

Im Zentrum der Atem-Entspannungsübung steht das Zählen und gleichzeitige tiefe Ein- und Ausatmen. Frau Birgit Rominger von der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratung zeigt die Übung. 

Der sichere innere Ort 

Der sichere innere Ort ist eine Stabilisierungs- und Ressourcenübung aus der Traumatherapie, welche auch im Alltag angewendet werden kann. Die Übung wird gezeigt von Tiago von der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratung.  

Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung ist eine einfach zu lernende und effektive Entspannungsmethode. Anke Reinke von der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratung des STWB zeigt sie in diesem kurzen Video. 

Body Scan

Der Bodyscan hilft dabei, den eigenen Körper wahrzunehmen, unterstützt Entspannung und kann helfen, besser mit funktionellen körperlichen Beschwerden umzugehen. Herr Kai-Uwe Ehlers von der Psychologisch-psychotherapeutischen Beratung stellt die Übung vor. 

Soul Food mit der Mensa

Nahrung ist wichtig für die Seele. Aber nur, wenn es gut schmeckt. Die MENSA zeigt uns, wie man gebrannte Mandeln herstellt. Ein Snack, den du wegen des Zuckers in Maßen genießen solltest. Aber zumindest sind Mandeln auch gut bei Depressionen! Hier ist das Rezept als Blogbeitrag.

Depression und Literatur

Unsere studentische Stadtschreiberin 2020, Dana Vowinckel, schrieb jeden Monat Texte zu Berlin und ihrem Leben hier, im Rahmen unseres Stadtschreiber*innenprogramms Berlin Stories. Im Winter schrieb sie auch viele Texte, in denen Depression eine Rolle spielt. Mal unglaublich komisch, mal nachdenklich, mal nüchtern. Lest mal rein!