Freizeit statt Jahressonderzahlung

Ihre Möglichkeiten im Überblick

Sie möchten lieber zusätzliche freie Zeit statt eines Teils Ihrer Jahressonderzahlung? Dafür gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten.

Neu sind die sogenannten Tauschtage. Dabei können Sie einen Teil Ihrer Jahressonderzahlung gegen bis zu drei zusätzliche freie Tage im Folgejahr eintauschen. Auf diese Variante besteht ein tariflicher Rechtsanspruch, sofern Sie den Antrag fristgerecht bis zum 1. September stellen.

Daneben besteht weiterhin die bereits bekannte Möglichkeit, bis zu vier volle Wochen Sonderurlaub im laufenden Kalenderjahr unter Verrechnung der Jahressonderzahlung zu beantragen. Auf diese Variante besteht kein Rechtsanspruch. Eine Genehmigung ist nur möglich, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen und Fachbereichs- sowie Geschäftsbereichsleitung zustimmen.

Die Jahressonderzahlung wird bei beiden Varianten entsprechend reduziert. Im Folgenden finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Tauschtagen und zum Sonderurlaub.

Dateien
pdf: Formular zur Beantragung von Tauschtagen (nicht barrierefrei) (PDF | 164.28 KB)

FAQ – Variante 1: Tauschtage

Stellen Sie diesen Antrag bis spätestens 01.09.2026 und leiten den Antrag an das Team Personaladministration weiter - gern per Mail.

Das Team Personaladministration bestätigt Ihnen den Eingang des Antrages. Das Team Entgeltabrechnung wird von uns informiert, um den Betrag der Jahressonderzahlung entsprechend zu reduzieren.

Weil ein Teil der Jahressonderzahlung in bis zu drei freie Tage eingetauscht werden kann - allerdings gehen Sie dabei immer in Vorleistung - erst weniger Jahressonderzahlung und im darauffolgenden Jahr können Sie die freien Tage in Anspruch nehmen.

Sie beantragen möglichst frühzeitig den Tauschtag im Zeitwirtschaftssystem Zeus - Der Fehlgrund ist in Zeus hinterlegt.

Die Beschäftigten sollen dem Arbeitgeber ihre Wünsche zur zeitlichen Lage der Tauschtage spätestens vier Wochen vor der geplanten Inanspruchnahme mitteilen. Sofern Sie schon genau wissen, wann Sie die Tage nehmen wollen, können Sie diese auch schon in der Urlaubsplanung eintragen- verpflichtend ist ein Eintrag in der Urlaubsplanung aber nicht.

Die Beschäftigten sollen dem Arbeitgeber ihre Wünsche zur zeitlichen Lage der Tauschtage spätestens vier Wochen vor der geplanten Inanspruchnahme mitteilen. Sofern Sie schon genau wissen, wann Sie die Tage nehmen wollen, können Sie diese auch schon in der Urlaubsplanung eintragen- verpflichtend ist ein Eintrag in der Urlaubsplanung aber nicht.

Ja, solange die Tauschtage im laufenden Kalenderjahr genommen werden können.

Am besten informieren Sie Ihre*n Vorgesetzten schon gleich bei Ihrer Antragstellung. Darüber hinaus wird aber auch das Team Personaladministration die Vorgesetzten im 4. Quartal des Jahres nach Ablauf der Antragsfrist über beantragte Tauschtage informieren.

Ja - wenn sie diese im Kalenderjahr nicht nehmen verfallen sie. Eine Rückerstattung in Geld ist nicht möglich.

Nein, in der Regel geht das nicht - eine Rücknahme wäre nur bis zur Antragsfrist 01.09. des Jahres möglich, danach nicht mehr.

Ja - dafür wird dann auf dieser Seite auch eine neue Antragsvorlage mit den neuen Jahresdaten eingestellt.

Nein - dann müssen Sie nichts tun - Ihre Jahressonderzahlung wird nicht gekürzt

Hier: 

Tarifliche Regelung Variante 1:

§ 29a (VKA) Teilweise Umwandlung der Jahressonderzahlung

(1) Beschäftigte, die unter die Besonderen Teile Verwaltung (BT-V), Sparkassen (BTS), Flughäfen (BT-F) und Entsorgung (BT-E) fallen, können bis zum 1. September des jeweiligen laufenden Kalenderjahres in Textform geltend machen, einen Teil der ihnen nach § 20 (VKA) zustehenden Jahressonderzahlung in bis zu drei Arbeitstage (Tauschtage) umzuwandeln, für die ihnen im darauffolgenden Kalenderjahr volle freie Tage unter Fortzahlung des Entgelts gemäß § 21 gewährt werden.

(2) 1Die Berechnung des Wertes eines Tauschtages erfolgt auf Stundenbasis (§ 24 Abs. 3 Satz 3). 2Bemessungsgrundlage für die Berechnung dieses Wertes ist das durchschnittliche monatliche Entgelt nach § 20 (VKA) Absatz 2 Satz 1. 3Die Jahressonderzahlung nach § 20 (VKA) vermindert sich um den Betrag, der dem Wert der nach Absatz 1 geltend gemachten Anzahl der Tauschtage entspricht (Umwandlungsbetrag). 4Maßgebend für die Berechnung nach den Sätzen 1 bis 3 sind die Verhältnisse am 1. September des laufenden Kalenderjahres.

Protokollerklärungen zu Absatz 2:

  1. 1Bei der Berechnung des Wertes eines Tauschtages wird die maßgebende Anzahl der Stunden ermittelt, indem die individuell vereinbarte regelmäßige durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit durch die sich aus der Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit ergebende Anzahl der vereinbarten Arbeitstage pro Kalenderwoche geteilt wird. 2Anschließend wird die Anzahl der Stunden mit der nach Absatz 1 geltend gemachten Anzahl der Tauschtage vervielfacht. 3Für die Berechnung des Umwandlungsbetrages wird das nach Absatz 2 Satz 2 ermittelte durchschnittliche monatliche Entgelt durch das 4,348-fache der vereinbarten regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit geteilt (§ 24 Abs. 3 Satz 3). 4Das danach errechnete Stundenentgelt wird anschließend mit der Gesamtzahl der Stunden für die geltend gemachte Anzahl von Tauschtagen vervielfacht.
  2. 1Sofern der Gesamtbetrag nach Ziffer 1 Satz 4 die Höhe der Jahressonderzahlung in dem Jahr der Geltendmachung übersteigt, vermindert sich die geltend gemachte Anzahl an Tauschtagen, bis die Höhe der Jahressonderzahlung zur Gewährung voller Tauschtage ausreicht. 2 In diesem Fall vermindert sich die Jahressonderzahlung nach § 20 (VKA) nur um den Betrag, der dem Wert der Tauschtage gemäß Satz 1 entspricht.

(3) 1Die Tauschtage müssen im folgenden Kalenderjahr (Kalenderjahr, das auf die Antragstellung nach Absatz 1 folgt) gewährt werden. 2Bei der Festlegung der Tauschtage sind die Wünsche der Beschäftigten zu berücksichtigen, sofern diesen keine dringenden dienstlichen/betrieblichen Gründe entgegenstehen. 3Die Beschäftigten sollen dem Arbeitgeber ihre Wünsche zur zeitlichen Lage der Tauschtage spätestens vier Wochen vor der geplanten Inanspruchnahme mitteilen.
(4) 1Tauschtage, die nicht innerhalb des in Absatz 3 genannten Zeitraums in Anspruch genommen werden, verfallen. 2Eine finanzielle Abgeltung der Tauschtage ist ausgeschlossen. 3Können vom Arbeitgeber bewilligte Tauschtage wegen einer unverzüglich angezeigten und durch ärztliches Attest nachgewiesenen Arbeitsunfähigkeit oder wegen der Geltendmachung von dringenden betrieblichen/dienstlichen Gründen durch den Arbeitgeber an dem entsprechenden Tag/den entsprechenden Tagen nicht in Anspruch genommen werden und kann in dem verbleibenden Zeitraum nach Absatz 3 Satz 1 keine Ersatzfreistellung erfolgen, besteht für diese ansonsten mit Ablauf dieses Kalenderjahres verfallenden Tauschtage ein entsprechender Ausgleichsanspruch in Geld; maßgebend ist dabei der zum Zeitpunkt der Umwandlung der Jahressonderzahlung nach Absatz 2 ermittelte Umwandlungsbetrag.

FAQ – Variante 2: Sonderurlaub

Dateien
pdf: Formular zur Beantragung von Sonderurlaub (PDF | 637.02 KB)

Füllen Sie den Antrag aus und leiten Sie ihn an die Fachbereichsleitung zur Genehmigung weiter.

Die Fachbereichsleitung (FBL) lehnt den Antrag entweder ab oder leitet den Antrag bei Genehmigung an die Geschäftsbereichsleitung (GBL) weiter, die das dienstliche Intersses an der Beurlaubung mit Unterschrift auf dem Antrag bestätigen muss. Bei Bewilligung wird der Antrag an Team Personaladministration weitergeleitet. Team PA erstellt die nachstehende vertragliche Vereinbarung und leitet das Unterschriftenverfahren in die Wege.

Die Regelung wurde seinerzeit 1995 als Verwaltungsvorschrift befristet eingeführt um Personalkosten zu sparen und wurde dann im Jahr 2000 unbefristet verlängert.

Nein - ein Rechtsanspruch auf Genehmigung besteht nicht

Ja - die Vereinbarung zur Gewährung von Sonderurlaub ist bindend.

Nein - einseitig geht das nicht, wenn die Vereinbarung unterschrieben wurde.

Hier: 

§ 28 - Beschäftigte können bei Vorliegen eines wichtigen Grundes unter Verzicht auf die Fortzahlung des Entgelts Sonderurlaub erhalten.