Psychologische Beratung 2025
Weiterhin hohe Nachfrage
Die Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle blieb 2025 ein stark nachgefragtes Unterstützungsangebot des studierendenWERKs BERLIN. Als wesentliche Belastungsfaktoren für Studierende werden weiterhin die Folgen der Pandemie, weltweite politische Konflikte sowie Energie- und Klimakrisen benannt. Neben videogestützter und telefonischer Beratung blieb insbesondere die Nachfrage nach Einzelberatungen in Präsenz hoch. Ergänzend führte die Beratungsstelle ihr vielseitiges Gruppenangebot in deutscher und englischer Sprache fort.
Ein Schwerpunkt des Jahres war die Weiterentwicklung der psychiatrischen Unterstützung. Mit der „Psychiatrischen Direkthilfe für Studierende“ wurde ein Pilotprojekt aufgebaut, das akut belasteten und besonders gefährdeten Studierenden schnell Zugang zu psychiatrischer Diagnostik und, bei Bedarf, zu einer ersten medikamentösen Versorgung ermöglicht. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an internationale Studierende sowie an Fälle, in denen der Versicherungsstatus eine schnelle Regelversorgung erschwert. Im Jahresverlauf konnten Verträge mit drei Psychiater*innen geschlossen und das Projekt gestartet werden; vorgesehen war eine Zwischenevaluation zur Anpassung der Abläufe. Zum Jahresende wurde das Projekt fortgeführt. Die Fallzahlen blieben zwar gering, die Wirkung für die teilnehmenden Studierenden wurde jedoch als entscheidend beschrieben.
Darüber hinaus baute die Beratungsstelle ihre präventiven und niedrigschwelligen Angebote weiter aus. Die „Dark Night – Gala der Novemberdepression“ wurde gemeinsam mit weiteren Fachbereichen der Abteilung Studentisches Leben erneut umgesetzt; im Mittelteil fanden 15 parallele Workshops statt. Zusätzlich wurde eine regelmäßige Zusammenarbeit mit ArbeiterKind.de etabliert, um Studierende der ersten Generation gezielter zu erreichen. Fachlich wurde das Angebot unter anderem durch Fortbildungen zur ADHS-Diagnostik erweitert, die im Rahmen eines Pilotprojekts in der Beratungsstelle erprobt wurde.
Erschwert wurde die Arbeit durch einen Wasser- beziehungsweise Schimmelschaden im Studentenhaus am Steinplatz. Zwei Räume blieben gesperrt, das Sekretariat musste umziehen und die Mitarbeitenden mussten zwischen den verbleibenden Räumen rotieren. Trotz dieser Einschränkungen konnten Beratungs- und Veranstaltungsangebote, darunter auch die Dark Night, mit Zwischenlösungen aufrechterhalten werden.