Studierendenservice mit Wirkung

Geschäftsbericht 2025

Studierende in Berlin 

Berlin bleibt ein starker Hochschulstandort. Seit 2016 ist die Zahl der Studierenden um 17 Prozent auf rund 206.000 gewachsen. Während die Studierendenzahlen in den meisten anderen Bundesländern zuletzt zurückgingen, hat sich Berlin stabil um die Marke von 200.000 gehalten. 

Die Hauptaufgabe des studierendenWERKs ist es, durch verschiedene soziale Dienstleistungen die Rahmenbedingungen für ein Studium in Berlin so zu gestalten, dass Studierende erfolgreich studieren können. 2025 betreute das studierendenWERK 179.360 Studierende an 20 Hochschulen und der Charité.

Deutlich verändert hat sich die Zusammensetzung der Studierendenschaft. Der Anteil internationaler Studierender wächst seit Jahrzehnten kontinuierlich – im Durchschnitt um 0,8 Prozentpunkte pro Jahr. Lag er im Wintersemester 2015/16 noch bei 18 Prozent, sind es im Wintersemester 2025/26 bereits 26,3 Prozent.

Obwohl das studierendenWERK BERLIN 2025 ohne einen Rahmenvertrag mit dem Land Berlin operiert hat, ist es seinem gesetzlichen Auftrag unvermindert nachgekommen. Wir freuen uns, Ihnen im Folgenden die wichtigsten Leistungskennzahlen des Jahres 2025 vorzustellen. 



Geschäftsführerin Petra Mai-Hartung
Foto: Felix Noak / stW BERLIN

Petra Mai-Hartung
Geschäftsführerin des studierendenWERKs BERLIN

Mensen und Coffeebars

Das studierendenWERK BERLIN betreibt 45 Mensen, Mensa-Backshops und -Coffeebars in Berlin. Der Umsatz der gastronomischen Einrichtungen betrug im Jahr 2025 16,8 Mio Euro, die Anzahl der Gäste 4,9 Mio. Dies entspricht 83 Prozent des Umsatzes aus dem Jahr 2019 (20,2 Mio Euro Umsatz, 7,2 Mio. Gäste), dem Jahr vor Ausbruch der Pandemie. Zu erwarten ist, dass sich weder die Umsätze noch die Anzahl der Gäste dem prä-pandemischen Niveau weiter als bis hierhin annähern werden.

Die Mensapreise für Studierende sind nicht kostendeckend, 2025 ergab sich ein Deckungsfehlbetrag von 12,9 Mio Euro. Die Preisspanne der Mahlzeiten für Studierende beträgt 1,75 Euro bis 4,85 Euro, der Durchschnittbon wies in 2025 eine Höhe von 3,45 Euro auf.

Insgesamt 42% der Berliner Studierenden leben vorwiegend vegetarisch, 20 % leben vegetarisch, 9 % leben vegan. Entsprechend ist der Speiseplan der Berliner Hochschulmensen vorwiegend pflanzlich orientiert, lediglich dienstags und donnerstags gibt es alternativ Fleischgerichte, freitags alternativ ein Fischgericht.

Wohnheimbestand 

Das studierendenWERK BERLIN verfügte 2025 über 9.124 Wohnheimplätze in seinem Bestand. Die Versorgungsquote beträgt bei fast 180.000 Studierenden in Berlin lediglich 4,5 %, was das Land Berlin auch 2025 zum bundesweiten Schlusslicht bei der Versorgung von Studierenden mit bezahlbaren Wohnheimplätzen in einem Studierendenwerk machte. 

Das Sanierungsprogramm zur Erhaltung des Wohnheimbestandes wurde fortgesetzt - 2025 wurden insgesamt 10,9 Mio Euro in die Instandhaltung investiert. 

Das 2018 in Betrieb genommene InfoCenter Wohnen führte insgesamt 44.063 Beratungen durch, davon 29.018 schriftliche, 8.621 telefonische und 6.424 persönliche Beratungen.

22 Wohnheimtutor*innen haben das studierendenWERK BERLIN 2025 als studentische Aushilfen unterstützt.

BAföG

2025 befanden sich insgesamt 192.970 Berliner Studierende in förderungsfähigen Studiengängen. Insgesamt 33.523 BAföG-Anträge wurden 2025 bearbeitet, 24.533 Anträge wurden bewilligt. Die Anzahl der Erstanträge ging 2025 mit 9.955 erneut zurück (ggü. 10.027 in 2024), insgesamt 1.385  Anträge auf die neue Studienstarthilfe des Bundes wurden bearbeitet. 186,9 Mio Euro BAföG wurden ausgezahlt (2024: 189,2 Mio). Die durchschnittliche monatliche Förderung betrug 859 Euro (2024: 804 Euro).

2024 wurde mit der BAföG-Sprechstunde begonnen, dieses Angebot wurde 2025 fortgesetzt und ausgeweitet. Eine erfahrene Kollegin berät an vier von fünf Wochentagen in einer offenen Sprechstunde zum BAföG-Antrag, meist online, einmal pro Woche vor Ort. Diese Sprechstunden werden sehr gut angenommen und tragen wesentlich zu einem besseren Verständnis des Antragsprozesses bei. 

Psychologisch-Psychotherapeutische Beratung

In der 2025 vom studierendenWERK BERLIN durchgeführten Studierendenbefragung gaben lediglich 2 % der Studierenden an, dass sie derzeit kein belastendes Thema beschäftigt.

Mit einem umfassenden Beratungs-, Gruppen- und Workshopangebot unterstützen die Psycholog*innen des studierendenWERKs die Berliner Studierenden bei Sorgen und Nöten. Die Beratung findet an zwei Standorten statt, in der Hardenbergstraße und am Franz-Mehring-Platz. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.921 Studierende beraten, davon 1.759 als Erstberatung. Insgesamt 14 Schwangerschaftskonfliktberatungen wurden 2025 durchgeführt.

Soziale Beratung bei finanziellen, sozialen oder sozialrechtlichen Problemen

Die Sozialberaterinnen des studierendenWERK BERLIN bieten Studierenden in schwierigen sozialen und finanziellen Situationen Informationen und Unterstützung an. Schwerpunkt ist die Beratung zur Studienfinanzierung.

Aber auch Beratung zum Studieren mit Kindern und zur Finanzierung von Wohnraum erfolgt regelmäßig. 2025 wurden insgesamt 3.928 Beratungen durchgeführt.

Beratung von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung

15% der Berliner Studierenden geben an, mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung zu studierenden. Die am häufigsten genannten Beeinträchtigungen sind psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen oder Angststörungen), gefolgt von chronischen Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Krebs oder Rheuma) und ADHS/Autismus.

An drei Standorten bietet das studierendenWERK BERLIN Beratungen zum Thema Studium mit Behinderung und/oder chronische Erkrankung an. Darüber hinaus vergibt es Inklusionsleistungen (früher: Integrationshilfen) nach § 9 Abs. 2 BerlHG. Ziel ist es, Studierenden trotz ihrer Beeinträchtigungen ein chancengleiches Hochschulstudium zu ermöglichen und Diskriminierungen entgegenzuwirken.

Im Jahr 2025 haben die Beratungsstellen 2.969 Beratungen durchgeführt. Insgesamt wurden 1,15 Millionen Euro für Inklusionsleistungen. Es erhielten 208 Studierende Inklusionsleistungen.

Hochschulnahe Kinderbetreuung

6 % der Berliner Studierenden haben bereits ein oder mehrere Kinder. Das studierendenWERK betreibt sieben Kindertagesstätten. Im Jahr 2025 standen 611 vom Land finanzierte Plätze zur Verfügung. Durchschnittlich waren 96,9 Prozent der Plätze belegt.

Studierende unterhalten sich.
Foto: Felix Noak / stW BERLIN

Mehrsprachige Angebote  

Das studierendenWERK betreibt seine Website zweisprachig und setzt auch im Bereich der Social-Media-Kommunikation auf Mehrsprachigkeit. Darüber hinaus werden viele Veranstaltungen, z.B. Workshops und Trainings sowie Kennenlernveranstaltungen im Bereich Kultur & Internationales, in englischer Sprache angeboten.

Hausmitteilungen in den Wohnheimen erfolgen in der Regel zweisprachig. Bei der Einstellung von Mitarbeitern im Kundencenter wird auf Mehrsprachigkeit geachtet: Alle Mitarbeiter sprechen mindestens zusätzlich Englisch, einige auch weitere Sprachen, darunter Spanisch und Türkisch. 

Wohnheimtutorin, wie sie einem Studierenden eine Broschüre überreicht
Foto: Felix Noak / stW BERLIN

Förderung der studentischen Mitwirkung und Selbstorganisation

2025 setzten sich 22 studentische Selbstverwaltungen für die Interessen der Studierenden ein (2024: 24) und bereicherten das Leben in den Wohnheimen. Die finanzielle Förderung der laufenden Arbeit wurde fortgesetzt, ein Großteil der Selbstverwaltungen erhielt sachbezogene Zuschüsse. Auch die Wohnheimtutor*innen gestalteten das kulturelle Leben mit.

Die Ausrichtung aller Angebote orientiert sich streng an den Wünschen der Studierenden. Eine Vielzahl der Angebote und deren Kommunikation wird unter Beteiligung der Studierenden umgesetzt, so zum Beispiel im Kulturbereich, in der Unternehmenskommunikation und im Schreibzentrum.

Auch 2025 wurden Studierende als studentische Aushilfen im studierendenWERK eingesetzt und auf die jeweiligen Tätigkeiten vorbereitet. 100 Studierende hat das studierendenWERK BERLIN zum Stichtag 31.12.2025 beschäftigt (2024: 96).

Förderung der Gesundheit und Motivation der Beschäftigten

Der Krankenstand ist 2025 im Vergleich zum Vorjahreswert leicht gestiegen, von 11,5 Prozent auf 11,8 Prozent. Im Zentrum des betrieblichen Gesundheitsmanagements stand weiterhin die Umsetzung verschiedener Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Auch 2025 wurde die tariflich vereinbarte leistungsorientierte Vergütung auf Basis einer Dienstvereinbarung ausgezahlt.

Die Fort- und Weiterbildungsquote ist 2025 gestiegen auf 41,5 Prozent (2024: 31,8 Prozent).