Beratung Barrierefrei Studieren 2025
Wesentlicher Beitrag zur Chancengleichheit im Berliner Hochschulraum
Die Beratungsstelle Barrierefrei Studieren (BBS) unterstützte auch 2025 Studierende mit sichtbaren und nicht sichtbaren Beeinträchtigungen dabei, gleichberechtigt am Studium teilzunehmen. Ein Schwerpunkt lag auf der Beratung und Begleitung im Antragsverfahren für Inklusionsleistungen. Insgesamt führte die BBS 2.460 Beratungen zu diesem Themenfeld durch. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf vereinfachte Verfahren zurückzuführen, etwa Bewilligungen über zwei Semester sowie pauschalierte Zuschüsse bei Hilfsmitteln. Gleichzeitig wurde das Angebot stärker an den Hochschulen sichtbar gemacht, unter anderem durch Einführungs- und Informationsveranstaltungen sowie gemeinsame Beratungsformate mit den Beauftragten der Hochschulen. Besonders gut angenommen wurde die monatliche gemeinsame Sprechstunde an der Humboldt-Universität.
Im Bereich der Inklusionsleistungen wurden 2025 insgesamt 208 Studierende betreut; damit blieb die Zahl gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. 21 geförderte Studierende meldeten der Beratungsstelle einen erfolgreichen Studienabschluss zurück. Die Zahl der Bescheide lag mit 255 unter dem Vorjahreswert. Auch dies hängt mit den veränderten Bewilligungszeiträumen zusammen, da Folgeanträge seltener erforderlich waren.
Die Gesamtausgaben für Inklusionsleistungen beliefen sich 2025 auf rund 1,43 Mio. Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahr. Die direkten Leistungen an Studierende betrugen rund 1,15 Mio. Euro. Der Rückgang erklärt sich insbesondere durch eine geringere Nutzung von Kommunikationshilfen, ohne dass daraus eine schlechtere Versorgung abzuleiten ist. Vielmehr entsprach die geringere Nutzung den jeweiligen Studienphasen einzelner Studierender, etwa Praktika oder Abschlussphasen; zugleich wurde die Versorgung mit Gebärdensprachdolmetschenden positiv zurückgemeldet.
Inhaltlich zeigte sich weiterhin ein hoher Unterstützungsbedarf bei der Organisation von Studienassistenz. Die BBS arbeitete hierzu eng mit den Beauftragten der Hochschulen zusammen und entwickelte in der AG Studienassistenz Konzepte zur besseren Umsetzung und Bekanntmachung der Unterstützungsmöglichkeiten. Zugleich nahm die Zahl Studierender mit multiplen Diagnosen weiter zu. Die BBS reagierte darauf mit einer Ausweitung ihres Veranstaltungsangebots, unter anderem zu Studium mit Post-Covid, ME/CFS und PostVac sowie zum Promovieren mit Beeinträchtigung.
Damit leistete die Beratungsstelle Barrierefrei Studieren 2025 einen wesentlichen Beitrag zur Chancengleichheit im Berliner Hochschulraum. Neben der individuellen Beratung und der Verwaltung der Inklusionsleistungen stand vor allem die Weiterentwicklung niedrigschwelliger, hochschulnaher und bedarfsgerechter Unterstützungsangebote im Mittelpunkt.