Psychologische Beratungsstelle 2022

Weiterhin Nachfrage auf hohem Niveau

Foto: Felix Noak / stW BERLIN
Bild zeigt Beratungssituation. Eine Psychologin erklärt einem Studierenden ein Schriftstück.

Im Jahr 2022 lag die Anzahl der Erstgespräche bei 1.540 und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr 2021 mit 1.520 Gesprächen nahezu konstant. Auffällig ist jedoch die Konzentration dieser Gespräche auf die Wintermonate.

Die Auswirkungen der Pandemie in den Vorjahren zeigten sich in den Schwierigkeiten vieler Studierender, sich an das universitäre Umfeld anzupassen. Einige entwickelten während der Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen Störungen, die behandelt werden mussten, um ihren Studienerfolg zu gewährleisten.

 

 

Foto: Felix Noak / stW BERLIN
Bild zeigt der Studierenden, der die Hände vor den Augen zusammengeschlagen hat.

Der Krieg in der Ukraine führte zu Ängsten und akuten Notlagen nicht nur bei ukrainischen, sondern u.a. aufgrund der Sanktionen auch bei russischen Studierenden in Berlin. Die durchschnittliche Anzahl der Erstgespräche und der monatlichen Klient*innen lag im ersten Quartal 2022 über dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres.

Der Großteil der Beratungen wurde von der Psychologischen Beratungsstelle persönlich durchgeführt. Ergänzend wurden telefonische und videogestützte Beratungen angeboten.

Foto: Sandra Neumann / stW BERLIN
Bild zeigt Psychologin, die zwei Studierende berät

Mit Beginn des Wintersemesters 2022/23 wurde das umfangreiche Gruppenangebot der PBS in Präsenz wieder aufgenommen, das den Studierenden den Austausch untereinander ermöglicht. Gezielte Angebote richteten sich insbesondere an Frauen, Menschen mit depressiven Verstimmungen und englischsprachige internationale Studierende. Besonders hervorzuheben ist die Einführung regelmäßiger englischsprachiger Beratungsgruppen im Jahr 2022, wodurch wir auch internationalen Studierenden ein erweitertes Beratungsangebot bieten konnten. Die Nachfrage nach Gruppen zu den Themen Prokrastination, Redeangst und Prüfungsangst ist erneut gestiegen.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Kultur und Internationales wurde im Herbst die Veranstaltung "Dark Night/Dark Week" durchgeführt, die auf große Resonanz stieß. Eine gegen Ende des Jahres durchgeführte Online-Umfrage spiegelte sowohl die empfundene Belastung der Studierenden als auch die positive Resonanz wider, dass das Angebot der PBS 2022 gut auf ihre Bedürfnisse abgestimmt war.

Grafik zeigt einen Anstieg an beratenen Personen. 2020 waren es noch 1542 Personen, 2021 waren es 1731 und 2022 wurden 1980 Personen in der Beratungsstelle beraten.
Die Anzahl der Klienten in Gruppen ist 2022 gestiegen, von 70 auf 233.

Sowohl die Einzelsessions beratenen Personen als auch die Klient*innen, die in Gruppen betreut wurden, sind 2022 gestiegen.

Grafik zeigt Entwicklung der pro Jahr durchgeführten Beratungsstunden. Die Anzahl stieg 2022 von 9121 auf 9720.
Die Anzahl der Schwangerschaftskonfliktberatunngen stieg 2022 von 8 auf 17.

Die Anzahl der durchgeführten Beratungsstunden ist 2022 erheblich gestiegen. Die Anzahl der Schwangerschaftskonfliktberatungen hat sich verdoppelt.

Grafik zeigt ein Ranking mit den häufigsten Gründen für die Beratung. Die Top 3 sind Depressive Verstimmung, Selbstwertprobleme und Ängste.

Am häufigsten suchen Studierende die Psychologische Beratung auf, weil sie an depressiver Verstimmung, Selbstwertproblemen und Ängsten leiden. Lernstörungen und Leistungsprobleme liegen auf Platz 4.