Betrieb, Standorte und Ereignisse
Der Betrieb war 2024 von mehreren externen Einflüssen geprägt: Nach einem Wasserschaden im TU-Gebäude blieb die TU Mensa Skyline ab Mitte April geschlossen. Dagegen konnte die Mensa der EHB Teltower Damm im April nach Umbau wieder öffnen.
Protestlagen an Hochschulen führten im Frühjahr vereinzelt zu Schließungen und einhergehend zu Umsatzeinbußen. Aufgrund der Ende 2024 beschlossenen massiven Kürzungen des Landeszuschusses ab 2025 mussten weitere strukturelle Standortentscheidungen getroffen weren: Die HU-Mensa Spandauer Straße, der Mensa-Backshop der HfM Neuer Marstall und die TU-Mensa Pasteria Architektur wurden zum Jahresende 2024 geschlossen.
Angebot, Qualität und Auszeichnungen
Das Profil einer überwiegend pflanzenbasierten Hochschulgastronomie wurde 2024 weiter geschärft. PETA Deutschland zeichnete die „Pasteria TU Veggie 2“ erneut als vegan-freundlichste Mensa Deutschlands aus (5/5 Sterne). Die Japan-Mensa Shokudo der Freien Universität wurde für den Marketing.Award 2024 nominiert. Zudem fand ein professioneller Austausch mit dem CROUS Strasbourg statt.
Nachhaltigkeit, Gesundheit und Kommunikation
Die Umstellung von Postmixanlagen auf kostenfreie Wasserspender wurde fortgesetzt; bis zum Wintersemester waren acht Einrichtungen umgerüstet. Zu Jahresbeginn wurden Einweg- und Plastikflaschen im Sortiment abgeschafft, Glasgebinde sowie nachhaltige Marken eingeführt; parallel wurde an Automaten ein Mehrwegsystem mit Pfandgefäßen ausgerollt. Im November beteiligte sich die Abteilung mit Vortrag und Podium an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung an der TU; an der Freien Universität gestalteten Auszubildende den Gesundheitstag (u. a. mit Blindverkostung) und stellten das Ernährungskonzept vor. Für das Gesamtpaket an Maßnahmen – insbesondere sichtbar an der Mensa TU Hardenbergstraße – erhielt das studierendenWERK BERLIN den Umweltmanagementpreis 2024 (Kategorie „Beste Maßnahme Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“).
Entwicklung, Nachfrage und Preismaßnahmen
Vor dem Hintergrund höherer Kosten mussten moderate Preisanpassungen vorgenommen werden. Zum 1. Oktober wurden Kaffee- und Heißgetränkepreise angepasst sowie die Preise für Gemüsebeilagen auf einheitlich 0,85 Euro harmonisiert.
Insgesamt 5,1 Mio Besucher*innen zählten die Mensen in 2024 (2023: 4,9 Mio). Im Schnitt gaben die Besucher*innen 3,23 Euro pro Bon aus. Der Deckungsfehlbetrag betrug 13,47 Mio Euro (2023: 13,53 Mio Euro).
Die Preisspanne für die Mensaessen für Studierende betrug 2024 1,45 bis 3,95 Euro und lag damit leicht höher als in 2023 (1,45 Euro bis 3,80 Euro). Bauliche Investitionen wurden in Höhe von 973.000 Euro getätigt (2023: 1,09 Mio Euro).