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Vorspiel - Ein Musiktheaterabend

Eine Adaption des Vorspiels aus Richard Strauss' Ariadne auf Naxos

Man schaffe Kultur - ein junger Künstler versucht, eben diesem Auftrag zu folgen. Aber wie ist das zu schaffen? Bei äußeren Blockaden und inneren Beschränkungen? Die Suche nach der Muse und der Inspiration gestaltet sich als schwierig. Immer wieder keimt ein kleiner Funke auf. Doch bleibt er greifbar? 

Eine eigene Bearbeitung des Vorspiels aus Richard Strauss „Ariadne auf Naxos“ gibt den Rahmen für die Auseinandersetzung junger Kulturschaffender mit den Zweifeln an der eigenen Berufswahl, den emotionalen Berg- und Talfahrten während des künstlerischen Prozesses und mit dem Zusammenstoß zwischen eigenen Idealen und der Realität. 

In Zeiten der Unsicherheit, wie es jetzt weitergehen soll, bleibt das Vorspiel der Versuch, sich jetzt künstlerisch zu äußern, in der Hoffnung, dass es ein Nachspiel geben wird.

Musikalische Leitung: Katelan Terrell

Musikalische Einstudierung und Leitung der Aufnahmen: Massimiliano Iezzi

Regie: Sophia Binder

Bühnenbild/Bühnenvideo: Stella Lennert

Kostümbild/Video des Haushofmeisters:Lena Kremer

Dramaturgie: Marlene Schleicher

Regieassistenz: Katharina

Diestel Tonaufnahmen: Ismael Schott

Beleuchtung und Ton „Freiraum“: Leonard Bertram, Phillip Heise

Komponist: Ekaterina Bazhanova

Haushofmeister: Annalena Steiner

Musiklehrer: Rory Green

Tanzmeister: Sotiris Charalampous

Zerbinetta: Birita Poulsen

Primadonna/Ariadne: Felicia Brembeck

Tenor/Bacchus: Ferdinand Keller

Perückenmacher: Konstantin Parnian

Musiklehrer szenisch: Carlo Nevio Wilfart

Maske: Lara Bonitz, Vivian Suske

 

Karten für die Vorstellungen vom 22.10. bis 24.10. sind bereits ausverkauft.

Katelan Terrell

Die Pianistin und Stimmtrainerin Katelan Terrell hat mit Künstlern wie Ian Bostridge, Antonio Pappano, Emmanuel Villaume und Yannick Nézet-Séguin zusammengearbeitet. Als leidenschaftliche Rezitalistin trat sie in der Alice Tully Hall, in The Red House, Weill Recital Hall und Wigmore Hall auf.

Dort erhielt sie zusammen mit dem Tenor Matthew Swensen 2019 den Jean-Meikle-Preis für das beste Duo im internationalen Wigmore Hall / Independent Opera Liedwettbewerb. Seit 2018 ist sie als Pianistin/Coach Fakultätsmitglied des Chautauqua Institution Voice Programms und in dieser Saison Gastcoach an der Opernakademie der Polnischen Nationaloper in Warschau. Terrell ist Absolventin des Lindemann Young Artist Development Programms an der Metropolitan Opera, wo sie sich für die Saison 2019/2020 den Musiker-Innen anschloss. Sie erhielt ihren Bachelor of Music in Klavierperformance und Literatur an der Eastman School of Music unter Nelita True und schloss später ihren Master of Music in Collaborative Piano an der Juilliard School unter Jonathan Feldman, Margo Garrett, JJ Penna und Brian Zeger ab.

Massimiliano Iezzi

Sophia Binder

Geboren 1995 in München, erhielt Sophia Binder schon früh Violinunterricht, später kamen Klavier- und Gesangsunterricht hinzu. Regiehospitanzen führten zur Zusammenarbeit mit Jossi Wieler / Sergio Morabito (Uraufführung „wunderzaichen“ 2014, Staatstheater Stuttgart), Joan Anton Rechi („Werther“ 2014, Deutsche Oper am Rhein) und Andrea Breth („Jakob Lenz“ 2014, Staatstheater Stuttgart).

Seit 2015 studiert sie Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Vor und während des Studiums assistierte sie unter anderem Magdalena Fuchsberger („Otello“ 2014, Opernfestival Gut Immling), Tatjana Gürbaca („Arabella“ 2015, Deutsche Oper am Rhein) und Kirill Serebrennikov („Il barbiere di Siviglia“ 2016, Komische
Oper Berlin - auch Videoinspizientin bei den Vorstellungen). 2018 übernahm Sophia Binder die Wiederaufnahme von Marc Andres „wunderzaichen“ an der Staatsoper Stuttgart. Im Frühjahr 2019 assistiere sie Nicolas Stemann und übernahm Abendspielleitung und Inspizienz bei Philippe Manourys „Lab.Oratorium“ in der Kölner Philharmonie (Gastspiel an der Elbphilharmonie Hamburg, sowie der Pariser Philharmonie.) Ihr Regiedebüt gab Sophia Binder mit einer eigenen Fassung von Mozarts „Bastien und Bastienne“, die 2018 im Rahmen des „Voice Day“ der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin zur Aufführung kam.

Stella Lennert

Stella Lennert studierte Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf bei Johannes Schütz und assistierte bereits währenddessen am Berliner Ensemble. Nach ihrem Diplomabschluss 2017 arbeitete sie am Nationaltheater Mannheim mit Oliver Frljc, wo das Bühnenbild zu „sexond exile“ entstand. 

Von 2017 bis 2019 war Stella Lennert als feste Bühnenbildassistentin an den Bühnen der Stadt Köln engagiert, wo sie unter anderem mit Richard Siegal, Jana Findeklee und Joki Tewes, Valentin Schwarz und Christof Cremer arbeitete. Währenddessen entstanden am Schauspiel Köln eigene Arbeiten, u.a. zu „le roman comique“, zur Lecture-Performance-Reihe „Tod und Leben in NRW“ sowie dem Britney X Festival 2019. Seit 2019 ist Stella Lennert als freiberufliche Bühnenbildnerin tätig.

Lena Kremer

Lena Kremer arbeitet seit 2015 an verschiedenen Bühnenproduktionen als Kostümbildnerin. Nach Abschluss Ihres Designstudiums befasste sie sich mit der Verbindung popkultureller Elemente und klassischem Theater. 

Neben der Tätigkeit als Kostümassistentin entstanden verschiedene Arbeiten als Kostümbildnerin in den Bereichen Tanz und Schauspiel. Bei der Produktion „Vorspiel / Ariadne auf Naxos“ gestaltet sie die Kostüme zwischen griechischer Antike und digitalisierter Performance. 

Katharina Diestel

Katharina Diestel studiert Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an der FU Berlin. Seit 2016 hospitierte und assistierte sie u.a. an der Deutschen Oper Berlin, der Berliner Philharmonie und dem Opernfestival operklosterneuburg. 

Dabei arbeitete sie u.a. mit den RegisseurInnen Martin G. Berger, Christiane Lutz und Jonas Egloff sowie der Theaterkompanie mikro-kit zusammen. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Objektkünstler Alessandro Maggioni, an dessen Projekten sie an der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin und der Schaubude Berlin mitwirkte. An der HfM „Hanns Eisler“ arbeitete sie im letzten Jahr bereits als Dramaturgin an der Hochschulproduktion „Trouble in Norway“ mit.

Annalena Steiner

Rory Green

Der britische Bariton Rory Green studiert bei Prof. Thomas Quasthoff an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. In der 2018-19 Spielzeit war er ein Young Artist der Nevill Holt Opera, Akademist des Rundfunkchores Berlin und ist ein Yehudi Menuin ‘Live Music Now’ Artist. 

Zu den jüngsten Solo-Highlights gehören Junius in Britten’s The Rape of Lucretia mit dem Deutschen Symphonie Orchester und Robin Ticciati, Schumanns Liederkreis op. 39 im Musikinstrument Museum Berlin, Händels Messias mit der Britten Sinfonia und die Instruments of Time and Truth, Bachs Weinachtsoratorium (Berliner Camerata) und der Titelrolle in Purcells Dido and Aeneas.

Rory hatte das Glück, an Meisterkursen von den angesehenen Vocalcoaches Burkhard Fritz und Kirsten Schötteldreier teilzunehmen und über den Rundfunkchor Berlin mit den renommierten Dirigenten Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Robin Ticciati und Vladimir Jurowski zusammenzuarbeiten

Sotiris Charlampous

Seit 2014 studiert Sotiris Charalampous an der HfM Hanns Eisler in Berlin und ist seit 2016 in der Klasse von Prof. Anna Korondi. In den letzten Jahren trat er als Lenski (Eugene Onegin), Valzacchi (Rosenkavalier) und Ecclitico (Il mondo della Luna) auf.

 

Ergänzende Studien erhielt er im Bereich Oper von Julia Varady und im Lied von Prof. Wolfram Rieger.

Im November 2018 debütierte er mit der Neuköllner Oper in der Rolle des Offiziers in Kreneks Oper „Der Diktator“. Im Januar 2019 hat er mit dem ConTutti Orchester die Rolle des Eisensteins gesungen in der Oper „Die Fledermaus“ von J. Strauss.

Birita Poulsen

Birita Poulsen wurde auf den Färöer Inseln geboren und fing mit ihrer musikalischen Ausbildung in ihrer Heimat an. 2015 wurde sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin aufgenommen und studiert dort in der Klasse von Prof. Christine Schäfer.

2018 hatte sie ihr Operndebüt auf den Färöer Inseln als Donna Elvira in einer Kammerfassung von Mozarts „Don Giovanni“, und debütierte letzten Frühling in der Rolle des Ännchen in C. M. von Webers „Der Freischütz“ im Heimathafen Neukölln. Dort war sie diesen Januar wieder zu hören, und sang die Rolle der Adele in J. Strauss’ „Die Fledermaus“. Ebenfalls im Januar sang sie die Lucia in Brittens „The Rape of Lucretia“ in einer konzertanten Aufführung mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Robin Ticciati. Die Sopranistin war Finalistin des letztjährigen Internationalen Giulio-Perotti-Gesangswettbewerbs, Preisträgerin des Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2020 und ist seit 2019 Stipendiatin des Vereins „Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.“

Felicia Brembeck

Die 1994 in München geborene Sopranistin Felicia Brembeck erhielt bereits früh eigenunterricht und sammelte schon als 7-Jährige erste Bühnenerfahrung im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper, als Solistin am Staatstheater am Gärtnerplatz, sowie im Liebhabertheater Schloss Kochberg. Ersten professionellen Gesangsunterricht bekam sie mit 15 Jahren von Tanja d‘Althann als Stipendiatin der Bayerischen Singakademie.

Als Mitglied des Bayerischen Landesjugendchors sang sie unter namenhaften Dirigenten wie Peter Dijkstra oder Mariss Jansons sowie erfolgreich in Chorwettbewerben und CD-Produktionen. Seit 2017 studiert Felicia Brembeck an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Klasse von Prof. Christine Schäfer und der Liedklasse von Prof. Wolfram Rieger. Wichtige musikalische Impulse und Unterrichte erhielt sie außerdem von Susanne Kelling, Daniela Sindram, Juanita Lascarro, Karola Theill und Annette Dasch. Seit Oktober 2019 erhält sie das Deutschlandstipendium.

Neben ihren Auftritten als Sopranistin, beispielsweise mit der Jungen Philharmonie Brandenburg und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, wurde sie 2013 deutschsprachige U20-Meisterin im Poetry Slam, veröffentlichte zwei Bücher und hat eine rege Auftrittstätigkeit als Poetin und Kabarettistin. Mit der Pianistin Marlene Heiß gründete sie gemeinsam das Format „AGORÀ – Kunstlied meets Poetry Slam”, bei dem sie ihre Leidenschaften kombiniert.

 

Ferdinand Keller

Der in Berlin geborene Tenor Ferdinand Keller studierte Gesang bei Prof. Martin Bruns an der HfM Hanns Eisler Berlin und bei Marta Taddei am Conservatorio Luigi Cherubini Florenz. Wichtige Impulse erhielt er außerdem von dem Gesangslehrer Sami Kustaloglu, mit dem er bis heute eng zusammenarbeitet. 

Im Januar 2020 debütierte er in der Rolle des Male Chorus, in Benjamin Brittens Oper „The Rape of Lucretia“, mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, unter der Leitung von Robbin Ticciati. Im vergangenen Jahr sang er erstmalig mit den Berliner Philharmonikern bei den Osterfestspielen Baden-Baden 2019. Er übernahm die Rolle des Otellos in der Uraufführung der Kinderoper „Der kleine und Otello“. 2017 sang er bei der UA von Tierry Thidrows Oper „My Corporate Identity“ die Rolle des Chefs, im Rahmen der Neuen Szenen in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Darüber hinaus widmet sich Ferdinand Keller leidenschaftlich dem Kunstlied, und war ab 2016 drei Jahre lang in Folge Stipendiat in der von Thomas Hampson geleiteten Lied Akademie des Heidelberger Frühlings. 2018 trat er erstmalig in der Wigmore Hall London auf, in einem Liederabend mit dem Pianisten Graham Johnson. 2019 gründete er zusammen mit drei Kollegen das Berliner Musiktheaterkollektiv „tutti d*amore“, mit dem er sich in der freien Kunstszene etablieren, und u.a. Erfolge beim „Performen Arts Festival“ Berlin verzeichnen konnte. Ferdinand Keller ist Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg und war 2016 Finalist im Bundeswettbewerb Gesang Berlin.

 

Konstantin Parnian

Konstantin Parnian erlangte 2015 den B. A. Musikwissenschaft an der LMU München mit einer Arbeit über das »Kunst-religiöse« bei Richard Wagner. Es folgte das Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Roman Trekel und in der Liedklasse von Wolfram Rieger, das er im Februar 2020 abschloss. 

Seine musikalische Laufbahn begann im Alter von sechs Jahren, erste Bühnenerfahrung sammelte er im Jungen Theater am Gärtnerplatz. Es folgte individuelle Förderung in der Bayerischen Singakademie, in welcher er in seinen letzten Jahren auch Musiktheorie lehrte. Als Teil des Jungen Vokalensembles München wirkte er bei der Produktion Mittelreich der Münchner Kammerspiele mit, die zum Theatertreffen 2016 eingeladen wurde. Neben solistischen Auftritten ist er seit über fünf Jahren Mitglied des Philharmonischen Chors München.

Aktuell studiert Konstantin Parnian im Master Musikwissenschaft an der HU Berlin. Daneben geht er Tätigkeiten als freier Dramaturg und Veranstalter nach. Als freier Autor schreibt er für die Neue Musikzeitung, die Fachzeitschrift Die Tonkunst, sowie die Magazine klassik.com und Intrige.

Carlo Nevio Wilfart

Carlo Nevio Wilfart begann seine musikalische Laufbahn 2006 als Knabensopran im Knabenchor der Chorakademie Dortmund. Zahlreiche Auftritte und das Mitwirken in Konzerten und Theaterproduktionen brachten ihn an verschiedene Theater und Konzerthäuser in Europa und den USA.

Von 2012 bis 2015 erhielt er privaten Gesangsunterricht an der Musikschule in Dortmund.

Nach seinem Abitur 2015 war er für ein Jahr Schüler an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl mit Hauptfach Gesang.Seit September 2016 studiert Carlo Nevio Wilfart im Bachelor-Studiengang Gesang/Musiktheater an der Universität der Künste Berlin. Durch das Mitwirken an verschiedenen Projekten der UdK konnte er als Bariton Bühnenerfahrungen in verschiedenen Produktionen sammeln.Im Frühjahr 2019 gründete er das Musiktheater-Ensemble „Nette Duette“, mit dem er seit April desselben Jahres Stipendiat des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V. ist.

Lara Bonitz

Lara Bonitz ist seit September 2018 angehende Maskenbildnerin an der Gestalterei Berlin und war bereits bei verschiedenen Projekten tätig u.a. bei der Inszenierung „Die Fledermaus“ (Mai 2019) unter Leitung von Prof. Claus Unzen und Prof. Stewart Emerson an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und „Poulenc - Die Brüste des Tiresias“ (September 2019), inszeniert von Christoph Clausen im Theaterdiscounter Berlin. 

Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt bei Opern und Musicals.

Vivian Suske

Vivian Suske befindet sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Maskenbildnerin an der Gestalterei Berlin. Bisher war sie sowohl an Filmprojekten; u.a. "Treffen Sie Mich" unter der Regie von László Kornitzer, als auch an Opernaufführungen, wie Barrie Kosky's  "Zauberflöte" an der Komischen Oper Berlin tätig. 

Ihre zukünftige maskenbildnerische Tätigkeit sieht sie in allen bestehenden und entstehenden Medien und Kulturstätten.

Termin

22.10.2020

Uhrzeit

19:30 bis 20:30 Uhr

Kategorie

  • Bühne & Musik

Preise

Freier Eintritt

Veranstalter

BKI - Büro Kultur & Internationales

Veranstaltungsort

FREIRAUM im Studentenhaus
Hardenbergstraße 35
10623 Berlin

Externer Link

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