Die Mensen und Coffeebars in 2022

Weitere Verbesserung der Nachhaltigkeit

2022 haben wir das Speiseplankonzept weiter in Richtung Nachhaltigkeit verändert. Es gibt weniger Fleisch, dafür aber von hoher Qualität. Außerdem geben wir seit Oktober den CO2-Fußabdruck und den Wasser-Fußabdruck jedes Gerichts an.

Das Jahr 2023 brachte für die Mensen und Coffeebars des studierendenWERK BERLIN ein Jahr der Veränderungen und Neuerungen. Ein zentraler Aspekt dieser Veränderungen war die Umstellung des Speiseplans, die bereits im Oktober 2021 durchgeführt und 2022 nochmals angepasst wurde.

Mittlerweile gibt es zwei Veggie-Tage, den Montag und den Mittwoch. Lediglich an Dienstagen und Donnerstagen servieren wir alternativ Fleisch, an Freitagen alternativ Fisch. Das Konzept geht auf: Die Verkaufszahlen aus dem Jahr 2022 zeigen, dass 75% unserer Gäste vegane Gerichte wählen, gefolgt von 16% vegetarischen Gerichten und 9% Fleisch- oder Fischgerichten. Für unser neues Speisenkonzept wurden wir in der Kategorie „Gastronomie und Hotellerie“ mit dem Zukunftspreis der internationalen Fachmesse INTERNORGA ausgezeichnet.

Mit der Neuausrichtung des Speiseplans ging auch eine Fokussierung auf eine höhere Fleischqualität einher. Wir bieten jetzt ausschließlich Fleisch von Schweinen aus Schweinen aus regionaler Aufzucht (Haltungsform 4) und Rindfleisch aus Haltungsform 3 an. Auch unser Geflügelfleisch stammt überwiegend aus Haltungsform 4.

Seit Oktober 2022 weisen wir zudem den CO2- und den Wasser-Fußabdruck aller unserer Speisen aus. Die Studierenden werden so noch besser bei der Wahl nachhaltiger Gerichte unterstützt. Die technische Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Firma Eaternity.

Trotz erheblicher Herausforderungen durch Ernteausfälle und Lieferengpässe, die zu kurzfristigen Änderungen im Speiseplan und Qualitätskompromissen führten, konnten wir 2022 ein vielseitiges Angebot aufrechterhalten. Auch Lieferengpässe bei technischen Geräten stellten uns vor Herausforderungen, die aber ebenfalls gemeistert werden konnten.

 

Foto: Felix Noak / stW BERLIN
Bild zeigt Mensamitarbeiterin, die auf einer Leiter steht und Zutaten in die Nudelmaschine tut.

Nudelmaschinen gibt es in der Mensa TU Hardenbergstraße, Mensa FU II, in der Mensa Nord und in der Mensa an der BHT.

An mittlerweile vier Standorten produzieren wir mit großem Erfolg unsere eigenen frischen veganen Nudeln. In einer vollen Semesterwoche werden hier ca. 2.175 kg dieser Nudeln produziert. Sie sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern durch die kürzere Kochzeit auch energiesparender als trockene Nudeln.

Im Oktober 2022 konnte der Betrieb der Mensa HU Unter den Linden nach langer Schließung (Ursache war ein Brand im Dezember 2021) endlich wieder aufgenommen werden. Auch die Mensa an der ASH öffnete im Oktober 2022 nach langer Schließung mit einem Click&Collect-Angebot.

 

 

Foto: Jana Judisch / stW BERLIN
Bild zeigt Innenansicht der Mensa Shokudo. Zu sehen ist ein japanisch gestalteter Raum, mit flachen Tischen und Kissen, die zum Sitzen auf dem Boden einladen. An der Wand steht künstlicher Bambus

Die Innenausstattung der Mensa Shokudō wurde dem neuen Konzept angepasst.

An einigen anderen Standorten wurden in enger Abstimmung mit den jeweiligen Hochschulen Schließungen vorgenommen.

Im Dezember 2022 wurde die japanische Mensa Shokudō mit japanischer Fusionsküche eröffnet, die von den Studierenden sehr gut angenommen wird.

Ebenfalls im Dezember erhielten wir das Fit Kid-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Mittagsverpflegung in der Kindertagesstätte.

Bild zeigt die Leuchtschrift

Ein Späti-Pilot ging an der FU II bereits im Berichtszeitraum 2022 erfolgreich an den Start.

Ausblick:

Auch wenn die Essensteilnahme in den Berliner Mensen noch nicht das Niveau von 2019 erreicht hat, sehen wir deutliche Verbesserungen und rechnen mit einem weiteren Anstieg im Jahr 2023. Für das kommende Jahr sind zudem neue Automatenkonzepte zur Versorgung mit teilweise warmen Speisen für zunächst vier Standorte geplant.

Mensazahlen 2022 im Überblick 

Bild zeigt Diagramm mit Anzahl der Besucherinnen. 2019 zählte die Mensa 7267352 Besucher*innen, 2020 pandemiebedingt 1532445 Besucherinnen, 2021 sogar nur 661259 Besucherinnen. Im Berichtszeitraum 2022 waren es 349983 Besucherinnen.
Bild zeigt Diagramm mit der Anzahl der Besucherinnen pro Tag. 2019 waren es 28461 Besucherinnen pro Tag, 2020 pandemiebedingt nur noch 18499 Besucherinnen pro Tag. 2021 besuchten durchschnittlich 7385 Gäste pro Tag die Mensa. Im Berichtsjahr  2022 waren es bereits wieder 14614 Gäste pro Tag.

Die Gästezahlen der Mensen haben sich gegenüber den Pandemiejahren gut erholt, lagen aber im Vergleich zu 2019 (dem letzten Jahr vor der Pandemie) lediglich bei 50 Prozent des Gästeaufkommens.

Bild zeigt ein Diagramm zu den Umsätzen der Mensa. 2019 nahmen die Mensen 20,18 Millionen Euro ein, 2020 4,19 Millionen Euro, 2021 waren es 1,92 Millionen Euro und im Berichtsjahr 2022 waren es 10, 24 Millionen Euro.
Bild zeigt ein Diagramm, das die Durchschnittsbons in den Mensen abbildet. 2020 gaben Studierende pro Besuch durchschnittlich 2,74 Euro aus, 2021 waren es 2,90 Euro pro Besuch und im Berichtszeitraum waren es bereits 3,06 Euro pro Besuch.

Dieser Trend spiegelt sich auch im Umsatz wieder: Er hat sich zwar gegenüber den Pandemiejahren deutlich erhöht, liegt im Berichtsjahr 2022 aber bei rund der Hälfte des Umsatzes aus dem Jahr 2019. Der Betrag eines Durchschnittsbons (jener Betrag in Euro, den ein Gast durchschnittlich in der Mensa bei einem Besuch ausgibt) hat sich 2022 leicht erhöht und liegt nun bei durchschnittlich 3,06 Euro. 

Bild zeigte eine Grafik, die darstellt, dass die Preisspanne für Studierende gleich geblieben ist. Sie liegt seit 2019 bei 1,45 Euro bis 3,80 Euro im Standardessen.
Bild zeigt ein Diagramn, das die Entwicklung der Tischplätze seit 2019 darstellt. Die Anzahl ist zurückgegangen: SIe lang 2020 bei 13115 Tischplätzen, 2021 bei ^13065 Tischplätzen und im Berichtszeitraum bei 12725 Tischplätzen.

Auch 2022 konnten Studierende den Tagesteller für 1,45 Euro erhalten. Die Preisspanne des Studierendenpreises ist bei den Standardessen gleich geblieben.
Die Anzahl der Tischplätze hat sich in 2022 dagegen leicht reduziert.